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Burnout- Erfolgreich bekämpfen und gestärkt daraus hervorgehen

Günter Dachs

Vor 10 Jahren saß ich eines Tages auf der Arbeit vor dem Computer und konnte auf einmal gar nichts mehr machen. Eine richtige Blockade. Das waren die Auswirkungen von Stress, sich um alles zu viele Sorgen und Gedanken zu machen, bis hin zum Grübelzwang und zu wenig Bewegung. Wie ich den Burnout erfolgreich besiegen konnte, möchte ich euch gerne erzählen.

Selber die Initiative ergreifen

Ich kontaktierte am nächsten Tag meinen Chef und erklärte ihm meinen Zustand. Er zeigte Gottseidank sehr viel Verständnis und schickte mich gleich zum Arzt. Die Diagnose – Burnout. Ab da wusste ich, dass ich einiges in meinem Leben ändern musste. Das geht aber nicht von heute auf morgen, das braucht Zeit. Ich wurde krank geschrieben, suchte einen Neurologen und verschiedene Psychotherapeuten auf. Da die Krankheit schon so fortgeschritten war, musste ich viel Geduld haben. Denn eines war klar, so schnell wie eine Grippe geht das nicht vorbei. Ganz wichtig war in diesem Stadium, dass ich entsprechende Medikamente bekam, die mich zur Ruhe kommen ließen.

Ein harter Weg

Die Tipps der Psychotherapeuten sind schon gut, aber den Weg muss man alleine gehen. Ohne das Arbeiten an sich selbst, funktioniert es nicht und man tritt auf der Stelle und kommt nicht weiter.

Es lebe der Sport

Neben Entspannungsübungen habe ich mit Sport angefangen. Das war auch nötig, denn durch die Einnahme der Medikamente hatte ich stark zugenommen. Ich habe das Nordic Walking für mich entdeckt. So oft es ging, habe ich meine Walking-Stecken gepackt, meine Walking-Schuhe geschnürt und bin los gelaufen. Da walken alleine nicht so viel Spaß macht, hatte ich Gottseidank eine gute Bekannte, die mich oft bei den Walking-Runden begleitete. Die Bewegung, frische Luft und gute Gespräche machten den Kopf frei. Mittlerweile haben wir 10 jähriges Walking-Jubiläum! Außerdem habe ich noch meine Musik. Da ich schon mein ganzes Leben Unterhaltungsmusik mache, singe und verschiedene Instrumente (Trompete, Gitarre, Akkordeon, Keyboard) spiele, hatte ich hier einen Rettungsring, der mich nicht untergehen ließ. Wenn man ein Burnout hat und deprimiert und antriebslos ist, braucht man unbedingt Lichtblicke und Rettungsringe, die einen über Wasser halten.

„Aber, auch wenn man noch so gut gegen die Krankheit angeht, man braucht Geduld!“

Solange, wie es gedauert hat zum Burnout zu gelangen, so lange dauert es auch, wieder herauszukommen. So war es zumindest bei mir.

Neue Chancen entdecken

Der Durchbruch kam dann bei meiner REHA in Bischofsgrün im Fichtelgebirge. Hier wurde nochmal eine Medikamentenumstellung vorgenommen. Auch die Meditationsübungen, sportlichen Aktivitäten und Gesprächs-Therapien taten mir sehr gut. Während der REHA-Zeit organisierte ich zweimal einen musikalischen Abend. Ich spielte verschiedene Musikrichtungen. Als ich im Laufe des Abends Elvis-Songs sang, waren die Zuschauer restlos begeistert. Das war für mich so ein Erweckungs-Erlebnis. Ich konnte Leute mit meiner Musik richtig glücklich machen und spontan zum Tanzen und mitsingen bringen. In den Folgejahren habe ich dann meinen Elvis-Gesangs-Stil und mein Elvis-Outfit immer mehr verfeinert und bin mittlerweile ein gefragter Elvis-Imitator.

Zurück ins Berufsleben

Auch beruflich konnte ich neu anfangen. Ich bewarb mich bei der Schadensabteilung der Ergo-Direkt und bekam einen Job als Schadensregulierer im Innendienst. In dieser Tätigkeit fühle ich mich richtig wohl. Auch die Zusammenarbeit mit meinen Arbeitskollegen ist richtig toll und tut mir gut.

Meine neue Philosophie

Durch mein Burnout habe ich viel über das Leben gelernt. Die wichtigsten Erkenntnisse sind für mich:

  • Loslassen von den Ängsten. Einfach laufen lassen. Ich habe persönlich festgestellt, dass es meistens gut wird, wenn man etwas laufen lässt, ohne sich ständig darüber den Kopf zu zerbrechen – kann man auch Gottvertrauen nennen
  • Grundsätzlich nicht so viel Grübeln. Das Denken überlasse ich den Pferden, die haben größere Köpfe
  • Im Hier und Jetzt leben. Wenn man ständig in den Rückspiegel schaut, baut man leichter einen Unfall
  • Sich regelmäßig Ruhepausen und Auszeiten gönnen
  • Auf seinen Körper achten und Sport treiben. Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper
  • Durch Hobbys (bei mir das Musik machen) einen Ausgleich zur Arbeit schaffen
  • Offen mit der Krankheit umgehen. Ich habe viel zulange gewartet, um mir die Krankheit selbst einzugestehen. Auf das Gerede der anderen darf man keine Rücksicht nehmen.

„Den Blog habe ich geschrieben, um anderen Personen, die vom Burnout betroffen sind, Mut zu machen. Du schaffst das schon!“

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