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Sieben DIY-Ideen für Kostüme an Fasching

Anna Hirsch

Fasching, Fastnacht, Karneval – wie auch immer: Es ist die Zeit, Masken aufzusetzen und zu feiern, ob es nun politischer Karneval ist, Weiberfastnacht oder einfach eine Party. Mit diesen Ideen für richtig schöne Kostüme zum Selbermachen, spart ihr Zeit und Geld. 

Ich bin ganz ehrlich: Faschingsumzüge sind nicht so ganz meins. Aber im privaten Rahmen lasse ich keine Kostümfeier aus. Dabei lautet mein Motto: Gekaufte Kostüme? Ganz klares Nein!

Vom Kosten-Nutzen-Faktor und der Nachhaltigkeit mal abgesehen, fehlt mir da einfach der Spaß. Für alle, denen es ähnlich geht, zeige ich hier meine Highlights des Verkleidens; ohne dabei viel Geld und großen zeitlichen Aufwand in die Hände nehmen zu müssen.

1) Gauner

Ah, ein Klassiker des Karnevals – auf der falschen Seite des Gesetzes. Man kann ihn so abwandeln, wie man mag. Sei es zum Panzerknacker aus Entenhausen oder eher stilvoll als Bonnie und Clyde. Was ihr braucht? Schwarze Hose, gestreiftes Shirt, eine schwarze Mütze und einen Sack für das Geld. Bastelfreunde schneiden sich eine Maske aus schwarzem Stoff aus oder malen mit Edding ein Euro-Symbol auf den Sack. Wer kein Streifenshirt hat, kann sich auch hier mit einem weißen T-Shirt und einem Edding behelfen.

2) Pantomime

Schon auf der Party angekommen und es laufen zu viele Gauner herum? Dann kann man sich ganz schnell zum Pantomimen umwandeln: Die Kleidung bleibt dieselbe, nur setzt man sich dazu ein Barret auf (das sind die flachen, runden oder eckigen Mützen, ohne Schirm oder Krempe) und malt sich das Gesicht weiß an. Fertig! Mit diesem Kostüm wird man ganz sicher mit anderen ins Gespräch kommen… zumindest mit ganz vielen Gesten und unsichtbaren Wänden.

3) Lichterfee

Wer in den Abendstunden draußen ist, kann mit wenig Aufwand ein sehr effektvolles Kostüm bauen. Liegen eure batteriebetriebenen Lichterketten von Weihnachten noch herum? Gebt ihnen hier einen zweiten Auftritt! Als Fee steckt ihr unter einem Tüllrock oder Tutu ein paar Sicherheitsnadeln fest, durch die ihr die Lichterkette hindurchführt. Das Batteriepäckchen klemmt ihr euch in den Rockbund. Dass man mit Sicherheitsnadeln und dem Kabel vorsichtig hantieren muss, brauche ich sicher nicht extra erwähnen. Ein Zauberstab ist auch schnell gemacht: Einfach ein Essstäbchen, eine Stricknadel oder einen Bleistift mit Acrylfarbe bunt anmalen, mit Glitzersteinchen, den ebenfalls von Weihnachten liegen gebliebenen Fröbelsternen und/oder bunten Bändern bekleben und märchenhaft schwingen. Abwandlungen funktionieren immer, zum Beispiel als böse Fee ganz in schwarz mit blauer Lichterkette – oder warum nicht als Zahnfee in weiß mit einer Zahnbürste als Zauberstab?

4) Wahrsagerin

Noch so ein Klassiker aus dem Kleiderschrank: Für die Wahrsagerin braucht ihr weite, wallende Gewänder, gerne in wild kombinierten Farben. Ein schöner Stufenrock und eine lockere Bluse sind perfekt, dazu ein auffälliger Gürtel und Unmengen an Schmuck. Ihr könnt euch dann ein auffälliges, dünnes Tuch auf dem Kopf drapieren und Haarklammern befestigen oder einen Turban binden. Für einen passenden Turban nehmt ihr einen breiten Schal aus dünnem Stoff. Den legt man mittig am Hinterkopf an, führt die Enden nach vorne, überkreuzt sie zweimal und führt sie wieder zum Hinterkopf zurück, wo man sie unter dem Rest feststopft. Alles ein wenig zurechtrücken, auf Wunsch eine Brosche über der Stirn befestigen und für den krönenden Abschluss die Augen mit viel Kajal betonen. Wer keine Brosche hat, kann auch einen großen Ohrring im Turban festhaken – aber dabei bitte vorsichtig sein!

5) Antike Götter und Helden

Wer noch ein ganz einfaches weißes Bettlaken zuhause hat, kann sich schnell ein griechisches Gewand zaubern: Zunächst waagerecht so falten, dass auf der langen Kante ein „Überfall“ entsteht. Dann wird es um den Körper gelegt (mit dem Überfall nach außen) und an den Schultern mit Sicherheitsnadeln oder Broschen befestigt. Die offenen Kanten ebenfalls mit Sicherheitsnadeln
feststecken. Dann wird das Gewand mit einem schlichten braunen oder schwarzen Ledergürtel auf Figur gebracht. Dazu gehört goldener Schmuck, auf jeden Fall mit Armreifen. Man kann auch einen goldenen Kranz anfertigen, indem man auf einen Haarreif oder ein Band Blätter klebt und mit Goldfarbe ansprüht oder anmalt. Abwandeln kann man das zu jeder beliebigen antiken Sagengestalt – zum Beispiel Dionysos mit Weinkelch und Ranken, Mars mit Schwert und Vollbart oder Medusa mit Plastikschlangen im Haar.  Dem kühlen Februarwetter angemessen kann man natürlich gerne etwas darunter tragen.

6) Nonne

Hier ist tatsächlich ein wenig Nähen und Basteln gefragt! Keine Sorge, allzu schwierig wird das nicht. Vielleicht ist es für den einen oder anderen eine gute Gelegenheit, die Nähmaschine für etwas
anderes als zum Kürzen der Vorhänge herauszuholen. Für den Nonnenschleier nehmt ihr ein viereckiges Stück schwarzen Stoff. Es sollte etwas breiter sein als euer Kopfumfang und etwa so lang wie das Maß von eurer Stirn bis dorthin, wo der Schleier enden soll. Dazu kommt ein Streifen weißer Stoff, auch wieder nach dem Kopfumfang bemessen und 6-8 cm breit. Beides näht ihr an den gleich langen Seiten aneinander. Dann faltet ihr den weißen Teil längs in der Mitte und näht die offene lange Stoffkante auch noch an derselben Naht fest. Jetzt noch das ganze Teil an den „zweifarbigen“ Seiten verbinden. Es ergibt sich ein Schlauch, der an einem Ende weiß abgesetzt ist. Wer will, kann die Kanten noch säumen bzw. versäubern.

Wie zieht man den Schleier an? Einfach mit dem weißen Ende wie eine Mütze auf den Kopf stülpen und mit ein paar Haarnadeln befestigen. Dazu ein schwarzes Kleid, eine Kette mit Kreuz oder ein Rosenkranz, und fertig ist ein wirklich beeindruckendes Kostüm!

7) Bischof

Der Herr trägt dazu eine Bischofsmitra. Das Schnittmuster ist auch hier denkbar einfach: Zunächst zeichnet ihr auf Pappe zweimal ein Viereck auf. Die untere Kante ist etwas länger als der halbe
Kopfumfang, die senkrechte 7 cm hoch. Diese Vierecke bekommen Dächer: Auf die obere Kante setzt ihr ein Dreieck, dessen Höhe ungefähr auch wieder 7 cm beträgt.

Wer will, kann diese Formen mit schickem Stoff bekleben und mit Borten verzieren. Sucht einfach im Internet nach „Mitra“, da finden sich schöne Beispiele. Jetzt werden die beiden Teile an den Seiten zusammengeklebt oder -genäht und voilà, durch die Krümmung ergibt sich die markante Form.

Wer dazu noch einen Talar machen will, schneidet aus passendem Stoff einen Kreis aus. Der Radius sollte ein Stück länger sein als der Talar am Ende wird. In der Mitte wird ein kreisförmiges Loch ausgeschnitten, groß genug, dass der Kopf hindurchpasst. Auch hier wieder: Ihr könnt säumen, bekleben, verzieren wie ihr wollt. Zusammen habt ihr ein Partnerkostüm, das zwar etwas Aufwand erfordert, aber auch für Nähanfänger gut geeignet ist. Dafür macht es gewaltig was her. Wer lieber schminkt als kostümiert, kann gerne auch bei den DIY-Schminkideen vorbeischauen. Und wenn ihr absolut nicht inspiriert seid, geht einfach in den Second-Hand-Shop eures Vertrauens.
Meistens findet sich dort die eine oder andere Glitzerjacke oder ähnliches, mit der man sich schnell und nachhaltig verkleiden kann.

Hier die Top drei der trendigsten Kostüme in diesem Jahr:

1) Greta Thunberg

2) Elsa von Frozen

3) sämtliche Charaktere von Star Wars

Und wie kostümiert ihr euch? Habt ihr auch Verkleidungs-Tipps? Oder seid ihr Faschingsmuffel, für die das alles gar nichts ist?

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