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Dream a little Dream…

Alisa Philbert

Marilyn Monroe sagte einmal, „Das Schönste für mich ist der Schlaf – dann kann ich wenigstens träumen.“ Dem kann ich voll und ganz zustimmen! Als Kind konnte ich ohne ein Hörspiel von Bibi und Tina nicht einschlafen. Heute sieht das ganz anderes aus. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die ihre 10 Stunden Schlaf brauchen. Doch neuerdings muss ich mich mit dem Thema Schlafwandeln auseinandersetzen.

Schon immer habe ich im Schlaf gesprochen, das weiß ich von meinen Eltern.

In den letzten zwei Jahren hat sich daraus aber etwas mehr entwickelt. Es begann damit, dass ich mich nachts aufrecht ins Bett gesetzt habe und geredet habe. Dann bin ich irgendwann aufgestanden und stand neben dem Bett.

Vor gut drei Wochen bin ich dann das erste Mal herumgelaufen und somit richtig geschlafwandelt. Ich bin durch die Wohnung gelaufen und habe meinen Freund gesucht, denn ich war fest davon überzeugt, dass ich ihn verloren habe. Das habe ich auch die ganze Zeit gefaselt. Möglicherweise habe ich das auch schon früher gemacht, aber es wurde bisher nicht bemerkt.

Wieso schlafwandeln wir?

In dieser Nacht gab es ein starkes Gewitter. Was nach meinen Recherchen richtig gut mit dem Schlafwandeln zusammenpasst. Das wird nämlich durch starke Reize in der Tiefschlafphase ausgelöst. Diese Reize könnten z.B. helles Licht oder ein lautes Geräusch sein, was perfekt zu einem starken Gewitter passt.

Mein Freund, der das Schlafwandeln bemerkte, hat richtig gehandelt und mich nicht aufgeweckt. Er hat ruhig mit mir gesprochen und versucht mich wieder zurück ins Schlafzimmer zu bringen. Trotzdem bleibt für mich ein ungutes und auch etwas gruseliges Gefühl bestehen, vor allem wegen der Unfallgefahr.

Aber wie wird das Schlafwandeln überhaupt ausgelöst? Was kann man dagegen unternehmen? Und wie sollten sich die Familie, Freunde oder der Partner verhalten, wenn er einen dabei erwischt? Diese Fragen klären wir im folgenden Beitrag auf.

Schlafwandeln – 5 Fakten, die du wissen solltest

Ca. 1% der Erwachsenen schlafwandeln.

Das heißt, sie leiden unter Somnambulismus – dem Schlafwandeln. Bei Kindern liegt die Zahl deutlich höher: Etwa 15 bis 30 Prozent von uns sind als Kind schon mal geschlafwandelt.

1) Was ist Schlafwandeln?

Früher wurde die „Krankheit“ als Mondsucht bezeichnet – die Menschen glaubten, dass Leute, die schlafwandeln, vom (Voll-)Mond angezogen werden. Das ist allerdings Unsinn. Genauso widerlegt, wurde die Vermutung, dass Schlafwandler während ihrer nächtlichen Streifzüge ihre Träume ausleben.

Genau ist die Komplexität des Schlafwandels allerdings noch nicht erforscht.

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Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich das Gehirn während des Schlafwandelns in einem halbwachen Zustand befindet, durch welchen die Person dann zu Verhaltensweisen imstande ist, welche komplett schlafend nicht möglich wären.

2) Was sind die Ursachen für Schlafwandeln?

Die Ursachen für das Schlafwandeln können sehr vielfältig sein. Allerdings begünstigen Faktoren, die einen sehr tiefen Schlaf hervorrufen, das Schlafwandeln, da es aus einer Tiefschlafphase entsteht. So können Alkohol, Medikamente oder auch Fieber das Auftreten von Schlafwandeln begünstigen. Auch vermehrter Stress oder eben starke, äußere Reize, wirken sich begünstigend auf Schlafwandelepisoden aus.

3) Was sind die Symptome des Schlafwandelns?

Oft auftretende Symptome des Schlafwandelns ist das Auftreten von verschiedenen gewöhnlichen Handlungen, wie z. B. aus dem Bett aufstehen, Essen zubereiten, Fernsehen schauen oder auch putzen. Die Schlafwandelphasen treten dabei meist im ersten Drittel des Nachtschlafes auf und die Person hat dabei offene Augen sowie einen starren und leeren Gesichtsausdruck. Sie reagiert nicht auf direkte Ansprache und erinnert sich am nächsten Morgen nicht an die Handlungen.

Auch hat die Person während des Schlafwandelns eine verringerte Koordinierung und Orientierung, weshalb sie sich auch in gefährliche Situationen begeben kann. Die bekannte Redensart „schlafwandlerische Sicherheit“ ist schlichtweg falsch und betroffene Personen können sich an scharfen Kanten verletzten, Treppen runterfallen oder im schlimmsten Fall auch aus dem Fenster stürzen.

Die Dauer einer Schlafwandelepisode kann wenige Sekunden, aber auch mehrere Minuten und in seltenen Fällen bis zu einer Stunde betragen.

4) Was kann ich gegen Schlafwandeln tun?

Um Schlafwandeln behandeln zu können, muss es erst einmal diagnostiziert werden. Das ist nicht immer ganz einfach, da Schlafwandel-Symptome auch durch eine ganze Reihe anderer Schlafstörungen hervorgerufen werden können. Auch können z. B. durch Nebenwirkungen von Medikamenten und Drogen, psychische Ausnahmezustände oder sogar epileptischen Anfälle ähnliche Symptome auftreten.

So sollte zur Diagnose das genaue Schlafverhalten und in diesem Zusammenanhang auch eine etwaige Medikamenteneinnahme beobachtet werden. Eine genauere Diagnose wird dann häufig in einem Schlaflabor erstellt, in dem die Patienten über ein oder mehrere Nächte genau beobachtet werden.

Therapiert werden kann das Schlafwandeln auf verschiedene Arten. Meditation und stresssenkende Maßnahmen können dabei helfen, physische und psychische Anspannungen zu verringern. Auch eine psychotherapeutische Therapie oder eine Medikation mit beruhigungswirkenden Medikamenten kann die Schlafstörung lindern.

Ganz wichtig ist, dass die Betroffenen eine gesunde Schlafhygiene einhalten. Dazu gehört ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus. Das Vermeiden von Schlafdefiziten ist wichtig, da diese tiefe Schlafphasen fördern. Tiefschlaf wird auch durch Alkohol und schlaffördernde Medikamente begünstigt – darauf sollte man also auch möglichst verzichten.

5) Welche Vorsichtsmaßnahmen kann ich treffen?

Bei Personen, die viel und auch lange schlafwandeln, sollten gewisse Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Z.B. sollte auf Möbel mit spitzen oder scharfen Kanten im Schlafzimmer verzichtet werden. Türen sollten durch Schlösser gesichert und gefährliche Gegenstände wie Messer bestmöglich verstaut werden.

Gerade bei Kindern ist es unter Umständen auch sinnvoll Treppentüren anzubringen, damit die Kleinen beim Schlafwandeln nicht aus Versehen die Treppe runterfallen.

Wenn man Mitmenschen beim Schlafwandeln erwischt, sollte man nicht versuchen sie abrupt zu wecken. Teilweise können die Schlafwandler dann verstört oder auch aggressiv reagieren. Der/die Betroffene sollte bestenfalls sanft zurück ins Bett geführt werden.

Was sind deine Erfahrungen mit Schlafwandeln? Bist du schon mal geschlafwandelt oder hast du jemanden dabei erwischt?

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