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E-Mobilität: Lohnt sich ein E-Auto für mich?

Carina Kockelke

Aufgrund der aktuellen Situation ist wahrscheinlich der Großteil der Leute dieses Jahr mit dem Auto in den Urlaub gefahren. So auch ich. Vor allem ist mir auf der Straße die Vielzahl an E-Autos aufgefallen. Gefühlt waren es im diesjährigem Reiseverkehr mehr als im letztjährigem. Oder es fällt mir mittlerweile einfach mehr auf, da ich mich selbst mit dem Thema befasse. Darum stelle ich mir die Frage: Was bedeutet der Umstieg auf ein E-Auto für mich?

Der Umweltfaktor

Zunächst einmal ist der Grundgedanke hinter der E-Mobilität die Umweltbilanz.

E-Autos werden gerne pauschal als „emissionsfrei“ bezeichnet, weil sie beim Fahren keine Emissionen oder Schadstoffe verursachen. Dabei darf man aber den Herstellungsprozess des Elektroautos nicht außer Acht lassen, vor allem die Gewinnung der Rohstoffe für Batterien und deren Bau.

Kompensieren lässt sich das wiederum, wenn zum Beispiel besonders langlebige Batterien hergestellt werden, die Batterien recycelt werden oder die Hersteller-Fabriken mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

Generell aber kann man sagen, dass E-Autos im Herstellungsprozess einen höheren CO2-Verbrauch haben, den sie während ihres Fahrbetriebs auf lange Sicht wieder ausgleichen.

Ein weiterer Aspekt ist auch, wie die Energie hergestellt wird. Nur mit erneuerbareren Energien wie beispielsweise Wind- und Sonnenkraft fährt ein E-Mobil wirklich emmisionsfrei.

Für wen eignet sich ein E-Auto?

Wo wir schon beim generellen Thema der Sinnhaftigkeit wären: Für wen ist ein E-Auto eigentlich geeignet? Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, ergibt sich aber, wenn man die Kosten, Ladezeiten und Reichweite sowie Zuschüsse einmal genauer unter die Lupe nimmt.

Die Kosten

Mittlerweile gibt es von beinahe jedem Hersteller ein E-Auto. Die Preisspanne ist dementsprechend breit und weist auch günstigere Fahrzeuge auf. Betrachtet man alleine die Anschaffungskosten, so sind Elektroautos noch teurer, als vergleichbare Modelle mit Verbrennungsmotor. Im Hinblick auf die Gesamtkosten (Steuer, Versicherung etc.), gibt es aber durchaus Modelle, die auf den Kilometer gerechnet günstiger fahren, als ein normales Auto.

Nicht zu vergessen sind hier auch die Werkstattkosten, die oft weniger zu Buche schlagen, da ein E-Auto weniger Verschleißteile mitbringt.

Natürlich darf auch bei einem E-Auto die optimale KFZ-Versicherung nicht fehlen. Die ERGO bietet Schutz für dich, deine Mitfahrer und dein Fahrzeug. Du kannst dir deine KFZ-versicherung frei nach deinen Bedürfnissen zusammenstellen.

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Bezuschussung vom Staat

Wer sich über die Kosten für ein Elektroauto Gedanken macht, hat sich sicherlich auch schon über den staatlichen Zuschuss informiert. Zusätzlich zum Umweltbonus, gilt seit dem 08. Juli 2020 und bis zum 31. Dezember 2021 die Innovationsprämie.

Die Fördersätze für Elektrofahrzeuge unter 40.000 Euro Nettolistenpreis betragen bis zu 9.000 Euro für einen rein elektrischen Antrieb (Batterieelektro- oder Brennstoffzellenfahrzeug) und bis zu 6.750 Euro für ein von außen aufladbares Hybrid-Elektrofahrzeug (Plug-in-Hybride).

Die Fördersätze für Elektrofahrzeuge über 40.000 Euro Nettolistenpreis betragen bis zu 7.500 Euro für einen rein elektrischen Antrieb (Batterieelektro- oder Brennstoffzellenfahrzeug) und bis zu 5.625 Euro für ein von außen aufladbares Hybrid-Elektrofahrzeug (Plug-in-Hybride). (Quelle: Bundesregierung.de)

Ladestationen und Akkulaufzeit

Hat man sich grundsätzlich über E-Mobilität informiert und die Entscheidung für ein E-Auto ist näher gerückt, ist ein großer Punkt auf jeden Fall das Thema der Akkulaufzeit und vor allem auch die Frage: Wo lade ich mein Auto eigentlich auf?

Im Optimalfall hat man eine eigene Garage mit Ladestation, allerdings ist der Einbau dieser natürlich zunächst auch mit einigen Kosten verbunden. Zudem dauert der Ladevorgang über den normalen Hausstrom auch entsprechend lange und nicht jede Steckdose ist dafür geeignet. Deshalb sollte man im Vorfeld einen Profi alles überprüfen lassen.

Alternativ gibt es mittlerweile zahlreiche Ladestationen von unterschiedlichen Anbietern – kostenpflichtig oder kostenlos zum Beispiel vor Supermärkten. Das Laden ist eine zeitaufwendige und nicht wirklich komfortable Angelegenheit. Pro Ladung kann, je nach Modell, eine ungefähre Reichweite von 300 Kilometern erreicht werden. Für kurze Strecken und Stadtfahrten also kein Problem. Lange Ausflüge und Urlaube sollten im Vorfeld, was Lademöglichkeiten unterwegs angeht, gut geplant werden.

Der Hybrid als alternative Lösung

Eine Alternative für den Umstieg auf ein reines Elektroauto ist der Hybrid. Hybrid-Autos haben den Vorteil der größeren Reichweite, da hier ein Elektro- mit einem Verbrennungsmotor kombiniert ist. Beim Bergabfahren sowie beim Bremsvorgang kann Energie zurückgewonnen werden, die in der Batterie gespeichert wird. Somit besteht nicht das Problem der geringeren Reichweite, wie bei einem Elektroauto.

Allerdings sind bei einem Hybrid-Auto die Anschaffungskosten im Vergleich zum Auto mit Verbrennungsmotor teilweise höher und auch beim E-Auto liegt hier die dauerhafte Ersparnis in den Betriebskosten. Somit ist ein Hybrid als Umstieg eine mögliche Alternative zum Elektroauto.

Generell gilt aber bei beiden Alternativen zum Auto mit Verbrennungsmotor: Die Anschaffung sollte genau durchkalkuliert werden und der persönliche Nutzen und Vorteil hängen davon ab, ob, wie und wie viel das Fahrzeug in Anspruch genommen wird.

5 Tipps zum Kauf eines E-Autos

Ihr merkt schon, vor dem Kauf eines Elektroautos gibt es einiges zu beachten und die Entscheidung lässt sich nicht einfach von heute auf morgen fällen. Deshalb habe ich für euch hier nochmal die 5 wichtigsten Punkte zusammengefasst:

1. Reichweite einschätzen:

Fahre ich nur relativ kurze Strecken, so ist die Reichweite eines E-Autos ausreichend für mich. Lege ich regelmäßig weite Strecken mit dem Auto zurück, muss ich mir im Vorfeld auf jeden Fall Gedanken zu möglichen Ladeoptionen machen.

2. Ladestation:

Habe ich die Möglichkeit das Auto bei mir zuhause zu laden? Dann sollte ich im Vorfeld auf jeden Fall einen Fachmann einen Blick auf die Ladestation werfen und diese gegebenenfalls entsprechend anpassen lassen. Oder nutze ich öffentliche Ladestationen? Dann muss ich die Preise vergleichen und für mich eine passende Station in der Nähe finden.

3. Steuervorteile und Prämien:

In jedem Fall sollte ich mich vor dem Kauf eines E-Autos über die aktuellen Prämien und Steuervorteile informieren, um diese möglichst für mich nutzen zu können.

4. Ökologischer Aspekt:

Hier sollte ich mich auch über die Herstellung des speziellen E-Autos informieren und die Umwelt-Aspekte abwägen.

5. Akku:

Lohnt es sich für mich, den Akku (der das teuerste Teil am Elektroauto ist) mitzukaufen? Auch hier gibt es andere Option, wie zum Beispiel das Leasen des Akkus.

Fahrt ihr denn schon mit einem E-Auto? Habt ihr damit gute oder schlechte Erfahrungen gemacht? Teilt es gerne mit uns in den Kommentaren!

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