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Fahrradprüfung leicht gemacht – Tipps für den Fahrradführerschein

Lara Jaschke

Wusstest du, dass rund 8% der Kinder jährlich in Deutschland ihre Fahrradprüfung nicht bestehen? Experten schätzen, dass das unter Anderem am allgemeinen Bewegungsmangel bei vielen Kindern liegt. Da ist es keine Seltenheit, dass mal 1/3 der Klasse ihren Fahrradführerschein beim ersten Versuch nicht besteht.

Ich weiß noch genau wie es bei mir war, als ich kurz vor meiner Fahrradprüfung stand. Bei mir ist das auch noch gar nicht soo lange her, um genau zu sein ungefähr zehn Jahre, denn ich bin gerade 19 Jahre alt. Zugegeben, ich war wirklich aufgeregt und habe mich richtig wichtig gefühlt – und fast schon wie eine Erwachsene. Mit unterschiedlichsten Methoden habe ich mich auf meine Fahrradprüfung vorbereitet. Glücklicherweise habe ich dann auch mit Bravour bestanden, und darauf war ich stolz wie Bolle.

Damit es deinem Kind genauso geht habe ich hier einige Tipps für dich zusammengefasst, wie du dem Fahrradführerschein entspannt entgegenblicken kannst.

Vorteile vom Fahrradfahren

Bevor ich allerdings meine Tipps mit dir teile, möchte ich dir noch einige Gründe mit auf den Weg geben, warum Fahrradfahren überhaupt so wichtig für Kinder ist:

  • Man lernt früh Eigenverantwortung: Dein Sohn oder deine Tochter hat den Fahrradführerschein bestanden. Jetzt darf er oder sie offiziell alleine mit dem Fahrrad in die Schule fahren. Stell dir mal vor, wie groß sich dein Sprössling dabei fühlt.
  • Fahrradfahren hält fit: Gerade heutzutage haben immer mehr Kinder ein Smartphone. Demnach gehen sie immer weniger raus und bewegen sich kaum noch, was bei vielen Kindern zu Übergewicht führt. Durch das Fahrradfahren wirkt man dem Bewegungsmangel entgegen, und wenn es nur mit „In die Schule und wieder nach Hause fahren“ ist. Außerdem ist Fahrradfahren gut für die Muskulatur.
  • Kinder haben mehr Konzentration und sind kreativer: Beim Fahrradfahren wird das Gehirn mit mehr sauerstoffreichem Blut und Nährstoffen versorgt. Fährt das Kind also mit dem Fahrrad in die Schule, kann es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit besser auf den Unterricht konzentrieren.
  • Fahrradfahren beugt Krankheiten vor: Durch regelmäßige Bewegung sinkt das Risiko, später im Erwachsenenalter einmal an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Diabetes Typ 2 zu erkranken.
  • Das Immunsystem wird leistungsfähiger: Beim Fahrradfahren werden mehr und auch leistungsstärkere weiße Blutkörperchen und andere Substanzen im Blut gebildet. Außerdem wird durch die Aufnahme von direktem Tageslicht körpereigenes Vitamin-D produziert.
  • Die Motorik wird verbessert und die Sinne geschärft: Beim Fahrradfahren hat man mehrere Aufgaben gleichzeitig – man trainiert den Gleichgewichtssinn, man muss lenken und treten, auf die Umgebung achten, sich orientieren und gleichzeitig trainiert man seine Reaktionsfähigkeit.
  • Fahrradfahren macht einfach glücklich: Beim Sport machen werden vermehrt Glückshormone, wie zum Beispiel Adrenalin und Endorphine, ausgeschüttet. Das führt dazu, dass wir uns nach dem Sport gut fühlen und sind glücklich. 🙂

Das passende Fahrrad finden

Logisch, dass man überhaupt erstmal ein Fahrrad haben muss, bevor man damit fahren kann. Und davon gibt es wirklich ganz schön viele. Von unterschiedlichsten Modellen bis hin zu verschiedensten Größen. Aber wie finde ich denn die passende Größe für das erste eigene Fahrrad? Zuerst ist es wichtig, die Schrittlänge und die Körpergröße zu wissen. Denn je nachdem wie groß dein Kind ist braucht es auch ein entsprechend großes Fahrrad, damit es weder zu groß noch zu klein ausfällt. Beides sollte nicht passieren. Folgende Messmethode hilft euch dabei, die richtige Fahrradgröße zu finden:

Was du dafür brauchst ist lediglich ein Zollstock und ein mittelgroßes Buch.

Die genaue Anleitung zum Messen findest du hier, genauso wie einen Anhaltspunkt, wie groß die Schrittlänge bei Kindern durchschnittlich ist. Messe aber unbedingt selbst nach, um Fehlkäufe zu vermeiden!

Tipps zum Vorbereiten auf die Fahrradprüfung

So, nun kommen wir aber zum Wesentlichen. Wie ich ja oben schon angekündigt habe, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wie sich dein Kind auf die Fahrradprüfung vorbereiten kann – sowohl auf die theoretische als auch die praktische Prüfung:

  • Alte Theorieprüfungen üben: Im Internet gibt es genügend Theorieprüfungen aus den letzten Jahren, mit denen man sich leicht auf die Prüfung vorbereiten kann. Mit etwas Glück bekommt dein Kind sogar genau eine von den Prüfungen vorgelegt, die es vorher geübt hat. Bei mir war es damals sogar zufälligerweise so: Ich habe die Prüfung bekommen, die ich am Tag zuvor noch mit meinem Papa geübt habe.
  • Lernen mit Arbeitsblättern oder Arbeitsheften: Genau wie alte Theorieprüfungen, gibt es im Internet zahlreiche Arbeitsblätter und sogar ganze Übungshefte zu kaufen. Schau doch einfach mal nach, ob etwas passendes dabei ist.
  • Spielerisch lernen: Wie wäre es mit einem Spiel, um die ganzen Verkehrszeichen zu lernen oder die Reaktionsfähigkeit zu trainieren? Hier sind meine Top vier Spiele zur Vorbereitung auf die Fahrradprüfung:
    • Memorie: Jeder Mensch kennt Memorie. Es gibt unzählige Varianten davon, von Tier- bis hin zu Naturmotiven. So gibt es auch eine Version mit Verkehrszeichen. Deckt dein Kind ein richtiges Paar auf, muss es die Bedeutung des Zeichens benennen. Hiermit hat dein Kind die Verkehrszeichen sicher schnell drauf.
    • „Welche Zahl ist das?“: Bei diesem Spiel schreibt ein Erwachsener kurze Wörter oder Buchstaben auf ein Blatt Papier. Jedes Mal, wenn dein Kind an dir mit seinem Fahrrad vorbeifährt, hältst du den Zettel hoch. Werden die Wörter richtig widergegeben? Dieses Spiel dient dem Training der Aufmerksamkeit deines Sprösslings.
    • „Stopp!“: Hier soll dein Sohn oder deine Tochter zügig auf einer geraden, von Autos unbefahrenen Strecke fahren. Du hältst ein rotes Tuch in der Hand. Jedes Mal, wenn du dieses Tuch in die Luft hebst, muss dein Kind so schnell es geht bremsen. Wichtig hierbei ist, dass dein Kind auf keinen Fall nur mit der Vorderradbremse bremsen soll – hier kann es nämlich passieren, dass es sich über den Lenker überschlägt. Besser: immer mit Vorder- und Rücktrittbremse gleichzeitig bremsen. So wird die Reaktionsfähigkeit, die im Straßenverkehr essentiell ist, trainiert.
    • „Schneckenrennen“: Das Spiel erklärt sich fast schon von selbst. Mit Kreide wird eine beliebig lange Strecke auf den Asphalt aufgezeichnet. Dein Nachwuchs muss diese Strecke dann so langsam wie möglich durchfahren. Dadurch wird die Konzentrationsfähigkeit gestärkt.

Tipp: Wer ist der Langsamste?: Als Wettkampf gegen Freunde macht es gleich noch mehr Spaß!

ERGO Unfallversicherung

Gerade beim Fahrradfahren ist es für die Kleinen wichtig, gut vorgesorgt zu haben, denn da kann schnell mal etwas passiert sein. Mit der ERGO Unfallversicherung bist du hier auf der sicheren Seite – und bestens abgesichert.

So sieht ein verkehrssicheres Fahrrad aus

Dein Sohn oder deine Tochter kann jetzt also vermeintlich perfekt Fahrrad fahren, kennt alle Verkehrsregeln und kann alle relevanten Handzeichen. Doch was ist mit dem Fahrrad selbst? Damit er oder sie überhaupt zur praktischen Fahrradprüfung antreten darf, muss das Rad einiges an Ausstattung haben, damit es verkehrssicher ist.

Was ein verkehrssicheres Fahrrad definitiv haben muss sind folgende Bestandteile:

  • Klingel
  • Scheinwerfer oder batteriebetriebene Leuchten
  • Weißer Front-Reflektor
  • Eine Bremse vorne und hinten, unabhängig voneinander
  • Rückstrahler an den Pedalen
  • Speichenreflektoren, -hülsen oder Reflektorstreifen
  • Rotes Rücklicht mit Rückstrahler
  • Optional einen roten Rückstrahler

Gut zu wissen!

  • Kinder müssen bis zum vollendeten achten Lebensjahr auf dem Gehweg fahren.
  • Niemals ohne Fahrradhelm fahren!
  • Lieber helle statt dunkle Kleidung, am besten auch mit Sicherheitsweste oder Reflektoren. So können Unfälle vermieden werden, indem Autofahrer den Fahrradfahrer früher sehen.
  • Lenker und Sitzhöhe müssen so eingestellt sein, dass das Kind mit den Füßen auf den Boden kommt und aufrecht sitzen kann.
  • Fehlende Teile am Fahrrad werden mit einem Bußgeld bestraft. Im schlimmsten Fall darf die Polizei das Fahrrad sogar beschlagnahmen.

Ich habe dir nun einige Tipps und Tricks verraten, wie dein Kind seine Fahrradprüfung auf jeden Fall besteht. Auch wenn man als Kind stolz auf seinen ersten Führerschein ist, beim Fahrradführerschein handelt es sich natürlich um keine echte Fahrerlaubnis sondern hat eher einen symbolischen Charakter. Trotzdem: für deinen Sprössling ist es ganz schön aufregend, einen eigenen „Führerschein“ zu haben. Fahrradfahren macht Spaß und ist noch dazu gut für die Gesundheit. Worauf wartest du also noch? Probier doch gleich mal ein paar Tipps mit deinem Kind aus.


2Kommentare

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Kommentare

  • Bianca Antworten

    Ich finde Artikel sehr toll geschrieben und wertvoll für Kinder !
    Ich habe bei der Bewertung aus Versehen nur ein Sternchen vergeben … ist natürlich nicht so … auf jeden Fall 5 Sterne !

  • Lara Jaschke Antworten

    Hallo Bianca,
    lieben Dank für dein tolles Feedback! Es freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat.
    Liebe Grüße von Lara aus dem Social Media Team.

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