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Feuerzangenbowle – Wenigstens brennt es besinnlich

Isabell Kremer

Advent, Advent ein Lichtlein brennt. Jedes Jahr machen wir im Freundeskreis Feuerzangenbowle. Eine Tradition, die ich besonders liebe. An einem dunklen Abend sitzen wir zusammen vor dem warmen Kessel. Nur das Feuer sowie einige Kerzen spenden beschauliches Licht. Bis die Flammen letztes Jahr unerwartet größer wurden. *Ups*

Besinnliche Stimmung

Immer in der Vorweihnachtszeit treffen wir uns. Stunden vor dem eigentlichen Event spicken wir Orangen mit Nelken. Setzen einen großen Topf mit Rotwein, Anis und Zimtstangen auf. Die genaue Mischung ist das geheime Familienrezept einer Freundin. Dann am Abend packen wir die selbstgemachten Plätzchen und Lebkuchen aus. Spekulatius darf auch nicht fehlen. Unser frisch angesetzter Glühwein kommt in den Kessel und der hübsch weihnachtlich dekorierte Tisch glitzert im Schein der leise züngelnden Flammen des Stövchens für die Feuerzangenbowle. Der Duft von Tannennadeln und Gebäck liegt in der Luft. Ich mag diese Stimmung.

Die Feuerzangenbowle – ein Ritual

Wir sitzen also ehrfürchtig vor dem großen Topf mit dem Zuckerhut. Wie jedes Jahr beginnt die Diskussion, wer die Ehre hat, den Hut zu tränken und entzünden. Und wie jedes Jahr halte ich mich raus. Denn ich bin hier, um die Show zu genießen. (Wer hätte gedacht, dass sie in diesem Jahr so ausfällt …) Mit einem begeisterten Oh und Ah wird der Zuckerhut angefackelt. Dann muss regelmäßig Flüssigkeit von unten oben aufgegossen werden. Das Übergießen mit einem feuerfesten Schöpfer wird zelebriert. In unserer Studienzeit mussten wir einmal mit einem Plastikschöpfer improvisiert. Sagen wir so, es gab dann einen neuen.

Wenn es beschaulich brennt

Das Übergießen will geübt sein. Unerschrocken muss der Bowlenprofi sein. Immerhin geht es hier um offenes Feuer. Erfahren muss der Bowlenprofi sein. Immerhin muss der Hut schön gleichmäßig abbrennen. Keine Aufgabe für jeden. Und aufmerksam muss der Bowlenprofi sein. Denn sonst passiert, was uns letztes Jahr passierte:

Während der Hut gerade kunstvoll übergossen wurde, rief ein Gast aus der Küche, gesucht wurden Lebkuchen. Der Bowlenprofi drehte sich um: „Die sind noch in der gelben Tasche.“ Und exakt dieser kleine Moment der Unachtsamkeit genügte. Durch das schwungvolle Umdrehen und über die Schulterrufen, schwappte die Glühwein-Rum-Mischung über den Topfrand hinweg. Natürlich erst, nachdem sie sich bereits entzündet hatte.

Im Nu standen die Servietten in der Plätzchendose und dann auch die Dekowedel in Flammen. In leichter Hektik löschten wir das Feuer mit ordentlich Wasser. Das alles zu den zarten Klängen von „Oh, du Fröhliche“.

Die Schadensbilanz des Abends: Der Tisch hatte einen großen Brandfleck und vom leckeren Duft der Feuerzangenbowle war erst einmal nichts mehr zu riechen. Die Tannenwedel waren abgefackelt. Und die Plätzchen in der Dose waren ungenießbar. Dafür schlug der Rauchmelder eine weniger weihnachtliche Melodie an. Das aber mit Inbrunst und voller Lautstärke. Die Feuerzangenbowle selbst konnten wir retten. Die Überflutung nach der Feuersbrunst hat sie gut überstanden.

„Darauf einen winzigen Schlock!“

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Nach dem Schreck hatten wir noch einen schönen Abend. Aber vor allem waren wir dankbar: Es hätte auch anders ausgehen können. Gut, dass es eine Haftpflichtversicherung gibt, die im Ernstfall für Schäden einspringt. Mal sehen, was dieses Jahr passiert …

Ist dir auch schon einmal in der Weihnachtszeit etwas in Brand geraten? Oder gewaltig misslungen? Erzähle uns deine Geschichte oder teile dein Lieblingsrezept für Feuerzangenbowle, Plätzchen und Co. in den Kommentaren.

„Wahr sind nur die Erinnerungen, die wir mit uns tragen, die Träume, die wir spinnen, und die Sehnsüchte, die uns treiben. Damit wollen wir uns bescheiden.“
– aus „Die Feuerzangenbowle“ –

Unser Rezept für eine leckere Feuerzangenbowle

Man nehme:

2 unbehandelte Orangen

1 unbehandelte Zitrone (Zesten reiben)

2 Zimt-Stangen

1-2 Sternanis (je nach Geschmack)

3-5 Nelken (je nach Geschmack)

2 Liter Rotwein, trocken

1 Flasche Rum

1 Zuckerhut

Orangen abwaschen und in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit den Gewürzen, der Zitronen-Zeste und dem Wein in einem Topf erhitzen. Zum Warmhalten auf einen Rechaud stellen. Den Zuckerhut mit einer Zuckerzange oder einem Drahtgitter über den Topf legen, mit Rum tränken und anzünden. Die Bowle mit einer Keller immer wieder über den Zucker geben, bis dieser vollständig in den Wein getropft ist.

„Vorsicht, Brandgefahr!“

 

 

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