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Aufwachsen mit einem Haustier

Michelle Gampe

Wusstest du, dass in Deutschland knapp 35 Millionen Tiere als Haustiere mit Menschen zusammenleben? Viele davon leben in Familien, in denen Kinder mit Hund und Katz gemeinsam aufwachsen. Am 8. August ist Weltkatzentag, deshalb wollen wir uns einmal anschauen, wie Kinder in ihrer Entwicklung von Haustieren profitieren.

Auch wenn wir den Weltkatzentag gerade zum Anlass nehmen, können alle Haustiere ein Mehrwert für Kinder und Familien sein. Katzen und Hunde haben unterschiedliche Gewohnheiten, die zu unterschiedlichen Familien unterschiedlich gut passen. Auch kleine Nagetiere sind als Haustier sehr beliebt.

Der richtige Zeitpunkt für das erste Haustier

Den Wunsch nach einem Haustier hat sicherlich jedes Kind schon irgendwann einmal geäußert. Eltern sollten sich dabei bewusst sein, dass sich die Prioritäten von Kindern schnell einmal ändern können. Es gilt zu bedenken, dass ein Haustier nicht einfach ein Spielzeug ist, das bei abfallendem Interesse einfach nicht mehr beachtet werden muss. Nein, es ist ein Lebewesen mit Gefühlen, das Fürsorge benötigt. Bleibt der Wunsch aber hartnäckig, kann ein Haustier in Erwägung gezogen werden.

Ob ein Kind für eine solche Verantwortung schon alt genug ist, wissen die Eltern am besten. Die Faustregel: Kinder vor der Grundschule sind meist noch nicht alt genug, um die volle Verantwortung zu übernehmen. Mehr als kleinere Aufgaben wie Füttern kann meist erst später zugemutet werden. Hier sind die Eltern noch die Verantwortlichen.

Ein Haustier vermittelt Sozialkompetenz

Ein Haustier ist eine große Verantwortung. Lernen Kinder eine solche Verantwortung zu meistern, haben sie es oft auch im Umgang mit anderen leichter.

Haustiere kommunizieren natürlich anders als wir Menschen. Kinder, die mit Tieren aufwachsen, lernen daher schon früh nonverbale Kommunikation zu deuten und auf Körpersignale anderer zu achten.

Um deinem Kind zu verdeutlichen, welche Verantwortung es bei einem Haustier aufnimmt, kannst du mit deinem Kind eine Art Vertrag aufsetzen. Darin sollte genau festgeschrieben sein, was alles für das Haustier zu tun ist: Gassigehen oder Katzenklo reinigen, gegebenenfalls Stall ausmisten und und und. Haltet am besten auch die Konsequenzen fest, wenn der Vertrag nicht eingehalten wird. So fühlt sich dein Kind ernst genommen und ist sich Bewusst, was für eine Verantwortung ein Haustier bedeutet.

Haustier
Haustiere geben seelischen Halt

Oxytocin ist ein komplizierter Name. Dafür ist die Bedeutung sehr schön. Es handelt sich dabei um das sogenannte Kuschel-Hormon. Beim Umgang mit Haustieren wird es vermehrt ausgeschüttet, nicht nur bei Kindern. Die Folgen: Das Stresslevel sinkt, das Haustier wirkt beruhigend. Das kann zum Beispiel hyperaktiven Kindern helfen, sich besser zu konzentrieren. Auch Angststörungen durch frühkindliche Traumata können so leichter überwunden werden.

Die Beziehung zu einem Haustier ist auch wichtig für Kinder, weil es eine konfliktfreie Beziehung darstellt. Besonders Scheidungskinder profitieren von diesem Effekt.

Das passende Haustier finden

Nicht jedes Haustier ist für jeden Haushalt gleich gut geeignet. Das kann an Allergien der menschlichen Mitbewohner liegen oder an Zeit- und Platzgründen. Verschiedene Tiere haben verschiedene Bedürfnisse.

Der Klassiker: Ein Familienhund

Hunde sind sehr beliebte Haustiere. Warum auch nicht, denn sie sind treue Freunde, die Kindern und Erwachsenen viel Unterhaltung und Beschäftigung liefern. Man kann ihnen Tricks beibringen und sie sind meist sehr spielbegeistert. Als treuer Freund hat der Hund einen großen psychologischen Mehrwert. Wem geht nicht das Herz auf, wenn einem ein schwanzwedelnder Hund entgegenläuft? Außerdem sind die Tiere sehr einfühlsam, können die Stimmung von Menschen gut erkennen und bei Kummer aufheitern.

Hunde liefern viel Beschäftigung, die haben sie aber auch nötig. Es sind recht zeitintensive Haustiere: mehrmals am Tag Gassi gehen, auch bei schlechtem Wetter oder bei Krankheit. Natürlich müssen beim Gassi gehen auch die Hinterlassenschaften des Hundes aufgesammelt werden. Hunde bieten den Vorteil, dass man sie recht gut erziehen kann. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass man sie erziehen muss. Daher ist ein Besuch bei einer Hundeschule sehr ratsam.

Du haftest für deinen Hund

Auch bei der besten Erziehung des bravsten Hundes kann immer mal etwas kaputtgehen. Und je nach Größe und Tatendrang des Hundes kann der Schaden dann auch gerne mal etwas teuer werden. Gut, wenn man dann vorgesorgt hat – zum Beispiel mit der Hundehaftpflichtversicherung der ERGO.

Natürlich kann man nicht alle Hunde über einen Kamm scheren, denn verschiedene Hunderassen haben unterschiedliche Bedürfnisse was Bewegungsdrang und Spieltrieb angeht. Besonders interessant für Allergiker: Es gibt auch hypoallergene Hunde, wie etwa den Labradoodle, Malteser oder Goldendoodle. Doch Vorsicht: einen hundertprozentigen Schutz bei Allergien gibt es nicht. Denn alle Hunde sondern Allergene ab, manche Rassen allerdings weniger als andere. Am besten besprichst du dich mit deinem Hausarzt, welche Rasse am besten zu deiner Allergie passt.

Ein Tiger als Haustier: Die Katze

Katzen sind sehr selbstständige Tiere, sie brauchen etwas weniger Aufmerksamkeit als Hunde. Sie haben ihren eigenen Kopf und können ganz individuelle Charakterzüge ausbilden. Es sind sehr reinliche Tiere. Wirklich erziehen kann man eine Katze aber nicht, wodurch man sich auch den Besuch einer Hundeschule, bzw. dem nichtexistierenden Pendant der Katzenschule, sparen kann. Denn letztendlich macht eine Katze immer das, was sie gerade will.

Ob man das nun positiv oder negativ sehen will, ist jedem selbst überlassen. Gerade für Kinder kann dieses Verhalten zwar sehr anstrengend sein, allerdings aber auch sehr lehrreich. Denn eine Katze gibt sehr deutlich zu verstehen, wenn ihr etwas nicht in dem Kram passt. Auch wenn Katzen gerne mal distanziert und arrogant wirken, können auch sie die Stimmung ihrer menschlichen Mitbewohner verstehen. Eine verschmuste Katze auf dem Schoß kann doch fast jeden Kummer fortblasen.

Katzen streunen gerne herum und suchen jeden Winkel ihres Zuhauses ab. Sie können als Freigänger oder als Wohnungskatzen gehalten werden. Ob oder welche Variante davon besser ist, da scheiden sich die Geister. Am wichtigsten ist, das Tier nicht aus seiner Gewohnheit zu reißen. Eine Katze, die schon einmal Freigänger war und das Leben draußen kennt, ist nicht glücklich, wenn sie plötzlich in einer Wohnung eingesperrt ist. Genauso kann es auch sehr gefährlich sein, eine Wohnungskatze plötzlich zum Freigänger zu machen. Denn draußen warten natürlich auch allerhand Gefahren. Eine Katze, die nicht von klein auf gelernt hat, damit umzugehen, ist diesen Gefahren oft nicht gewachsen.

Kleine Fellbuschel: Kaninchen, Hamster und Co.

Noch eine Nummer kleiner sind Kanninchen, Meerschweinchen, Hamster und viele mehr. Die Vorteile liegen auf der Hand:

Die süßen Tierchen sind günstiger in der Anschaffung und deren Haltungskosten sind im Vergleich zu einer Katze oder einem Hund geringer. Der Pflegeaufwand ist dennoch nicht zu unterschätzen!

Wichtig: Plane für eine artgerechte Haltung der kleinen Tiere genug Platz für sie ein. Bitte beachte außerdem, dass sich einige Arten nur in Gesellschaft richtig wohl fühlen!

Für Kinder sicherlich auch sehr spannend, sie im Stall beim Herumtoben, Buddeln und Knabbern zu beobachten. Allerdings sind die Tiere keine Plüschtiere. Bei der richtigen Haltung sind die meisten Nagetiere durchaus zutraulich und lassen sich auch streicheln. Hochgenommen zu werden ist für sie aber meist eine Stresssituation und so ein kleines Hamsterherz hält nicht besonders viel Stress aus. Außerdem sind viele Nagetiere nacht- oder dämmerungsaktiv und verstecken sich tagsüber gerne. Ratten haben zwar immer noch einen schlechten Ruf, und von ihren wilden Cousins sollte man sich lieber fernhalten, doch Hausratten sind die zutraulichsten und verschmustesten Nager. Bis auf Hamster ist es ratsam die meisten Nagetiere immer mindestens zu zweit zu halten.

Unbeliebte Mitbringsel: Zecken

Freigänger-Katzen und Hunde müssen sich immer wieder nachsagen lassen, dass sie gerne Zecken ins Haus bringen und damit auch eine Gefahr für ihre menschlichen Mitbewohner darstellen können. Das ist aber nicht ganz richtig. Natürlich kann es passieren, dass eine Zecke vom Hund auf den Menschen übergeht. Zecken suchen sich als Wirt allerdings bevorzugt den Ort aus, der die größte Wärmequelle darstellt. Da Hunde im Normalfall eine höhere Körpertemperatur als Menschen haben, wird das Haustier also in der Regel die erste Wahl als Wirt sein.

Wusstest du…,

dass eine Zecke gar nicht beißt, sondern sticht? Aber egal ob Stich oder Biss – die von Zecken übertragbaren Krankheiten sind schon schlimm genug. Gut wenn man dann vorgesorgt hat und sich zumindest um finanzielle Probleme nicht mehr zu sorgen braucht. Bei der Unfallversicherung der ERGO sind sogar Zeckenbisse mit abgedeckt.

Doch Zecken stellen natürlich nicht nur eine Gefahr für Menschen, sondern auch für die geliebten Vierbeiner dar. Denn die kleinen Biester können auch auf Hunde und Katzen gefährliche Krankheiten übertragen. Deshalb ist es wichtig vorzusorgen, denn auch Hunde können gegen bestimmte Zeckenkrankheiten geimpft werden.

Doch auch trotz Impfung sollten Mensch und Tier nach jedem Ausflug ins Grüne ordentlich nach Zecken abgesucht werden. Das Fell von Hunden und Katzen bietet ein gutes Versteck für Zecken, deshalb ist hier besondere Achtung geboten. Im Grunde sollte jede Streicheleinheit auch eine Zeckensuchaktion sein. Wenn du eines der kleinen Plagegeister findest, gilt bei Mensch und Tier das gleiche: richtig entfernen und richtig entsorgen!

Haustier anschaffen: Woher kommen Haustiere

Wenn du dich für ein Haustier entschieden hast, dann heißt es ab ins Tierheim! Nun ist das natürlich bei einem Haustier, das mit einer Familie zusammenleben soll, nicht immer ganz so einfach. Viele Heimtiere haben eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Das kann zur Folge haben, dass die Tiere möglicherweise schwieriger im Umgang sind. Das trifft aber natürlich nicht auf alle Heimtiere zu. Oft mussten Haustiere, aus welchen Gründen auch immer, hier schweren Herzens abgegeben werden und haben eine gute und kinderfreundliche Erziehung hinter sich. Am wichtigsten ist, mit dem Heimpersonal genau abzusprechen, wie die zukünftigen Lebensumstände des Haustieres aussehen sollen. Sie kennen die Tiere meist recht gut und können dadurch am besten entscheiden, welcher Vierbeiner am besten bei dir aufgehoben ist.

Der Gang, den alle Dinge gehen

Wenn du nicht gerade einen Papagei zu Hause hast, wird dein Kind wahrscheinlich noch bevor es erwachsen ist mit dem Tod des flauschigen Mitbewohners konfrontiert. Hier gilt es natürlich behutsam, aber auch offen und ehrlich umzugehen.

In jedem Leben wird der Mensch früher oder später mit dem Tod konfrontiert, und so kann ein Kind auch diese Situation zu meistern lernen.


9Kommentare

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Kommentare

  • Leona Antworten

    Schöner Artikel mit interessanten Fakten. Ich finde es auch super, dass auf Tierheime und die Möglichkeit dort ein Tier zu adoptieren hingewiesen wird 🙂

  • Michelle Gampe Antworten

    Hi Leona,

    freut mich, dass dir der Artikel gefällt 🙂

    Viele Grüße von Michelle aus dem Social Media Team

  • Vanessa Antworten

    Hallo, ich bin durch Zufall auf den Artikel gestoßen und bin grundsätzlich bei vielem der Meinung des Redakteurs/ der Redakteurin was das Zusammenleben mit Tieren bedeutet. Aber leider musste ich feststellen, dass die der Teil über Nage- und Heimtiere (Kaninchen zählen nicht zu den Nagern) einige fehlerhafte Punkte enthält, die nicht den Tatsachen entsprechen. Kaninchen und Nagetiere sind keines Falls günstig in der Anschaffung und Haltung. Schon gar nicht brauchen sie wenig Platz und der Pflegeaufwand ist überschaubar. Das suggeriert leider, dass diese Tiere in kleine Mini-Käfige ins Kinderzimmer gesperrt werden können und gefühlt eine Karotte und ein bisschen Heu reicht. Kaninchen und auch Nagetiere sind kleine Wesen mit GROSSEN Bedürfnissen und sind sowohl in der Haltung, als auch bei medizinischen Kosten/ in Pflegeaufwand alles andere als unaufwändig. Kaninchen brauchen mindestens dauerhaft 2,5 qm pro Tier unverstellte Fläche plus täglichen Auslauf zum springen und rennen. Die Fütterung der kleinen Langohren ist nicht hochkomplex, dennoch erfordert sie Engagement und Beschäftigung mit dem Thema. Denn Trockenfutter aus dem Handel ist absolut das Falsche!
    Kaninchen leider so häufig unter falscher Haltung und Ernährung, weil andere Dinge in Büchern/ Fachmärkten etc. suggeriert werden. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld welche Ansprüche Kaninchen und Nager haben! Hier kann ich die Seiten der Kaninchenhilfe oder Kaninchenwiese empfehlen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Vielen Dank!

  • Michelle Gampe Antworten

    Hallo Vanessa,

    vielen Dank für deine wertvollen Hinweise! Es ging uns vor allem darum, den Vergleich zu einem Hund oder eine Katze darzustellen. Wir stimmen dir aber vollkommen zu, dass man den Pflegeaufwand von Nage- und Heimtieren keinesfalls unterschätzen darf! Wir haben uns den Absatz deshalb nochmal angesehen und entsprechend angepasst.

    Viele Grüße von Michelle aus dem Social Media Team

  • Carm ballecer Antworten

    Das war hervorragend. Wir suchen „Mein Coone“Katze (Kater und Katze wenn möglich) . Wir sind traurig weil unseren 2Katzen (15 j.a) von alter gestorben sind.
    Können Sie uns helfen? In Dankbarkeit.

  • Michelle Gampe Antworten

    Hallo Carm ballecer,

    bei der Suche nach einer passenden Katze, empfehle ich euch, mal bei einem Tierheim in eurer Nähe nachzufragen. Sicher gibt es dort viele Tiere, die ein neues Zuhause suchen. Halte uns gerne auf dem Laufenden!

    Viele Grüße von Michelle aus dem Social Media Team

  • Wautzi Antworten

    Wau Wau 🙂

  • Michelle Gampe Antworten

    Miau Miau 🙂

    Viele Grüße von Michelle aus dem Social Media Team

  • Marlon Weber Antworten

    Wir haben einen Hund gekauft, damit unsere Kinder einen weiteren Freund im Hause haben. Echt wichtig war hier zu erfahren, dass eine Hundehaftpflichtversicherung sinnvoll sein kann, da der Hund auch Schäden anrichten kann. Zuerst werden wir uns um eine Impfberatung kümmern, um unser Tier vor Krankheiten zu schützen.

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