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Hochzeitsplanung – so kann Mann unterstützen

Andreas Morawietz

Wusstest du, dass die meisten Paare zwischen sieben und zwölf Monaten für die Hochzeitsplanung benötigen? Als es bei meiner Frau und mir soweit war mit der Hochzeit, konnte ich es gar nicht glauben, als sie schon eine Woche nach dem Antrag Zettel und Stift gezückt hat. Doch meine Frau sollte Recht behalten! In meinem Beitrag erfahrt ihr, warum es genau richtig war, so früh mit der Planung zu starten.

Eine Immobilie kaufen oder heiraten stand für mich eigentlich immer außer Frage. Da muss schon die richtige Frau kommen, damit man sein „ungebundenes“ Leben aufgibt (dass man frei und ungebunden ist, denkt man übrigens auch nur. Irgendjemanden ist man immer verpflichtet und wenn es nur der Vermieter ist).

Diese Einstellung änderte sich, als ich die Richtige kennen und lieben gelernt habe. Meinen Vorsatz nie zu heiraten habe ich relativ schnell abgelegt und machte eines Tages Nägel mit Köpfen: den Heiratsantrag. Wichtig war mir, dass sie nicht damit rechnet. Deshalb ließ ich ein paar schöne Reisen verstreichen, auf denen sie offensichtlich auf einen Antrag gehofft hatte. An einem 08/15-Tag, als sie von der Arbeit nach Hause kam, war es soweit. Hier eine Kurzanleitung: Mit einem Ring von ihr zum Juwelier, Ring aussuchen, Klunker drauf, Blumen, Kerzen und lecker kochen. Klingt jetzt entspannt und unspektakulär, ich war aber maximal aufgeregt. Mein Plan, sie in einem Moment mit dem Heiratsantrag zu überraschen, in dem sie nicht damit rechnet, ist demnach voll aufgegangen.

Nachdem sie ja sagte, passierte in den folgenden Tagen dann schließlich das nicht erwartete: Die Planung der Hochzeit!

Hochzeits-Checkliste:
Eine rechtzeitige Vorbereitung ist das A und O

Ok, über die Folgen des Antrags hatte ich mir tatsächlich keine bis wenige Gedanken gemacht. Dafür war ja noch genug Zeit. Dabei sollte ich es besser wissen. Meine Frau ist die Meisterin der Planung und Organisation und das ist auch gut so. Nachdem ich die erste Hochzeits-Checkliste bereits kurz nach dem Heiratsantrag rumliegen sah, hatte ich mich noch lustig gemacht. Warum sollen wir jetzt schon mit der Planung unseres Hochzeitstages beginnen, wenn wir erst in einem Jahr heiraten wollen?

Hochzeitsplanung
Meine Frau sollte Recht behalten und die Checkliste lag völlig berechtigt schon so früh auf unserem Esstisch! Denn alles beginnt ein bis eineinhalb Jahre im Voraus. Viele Fragen, die für das künftige Brautpaar zu klären sind, damit der große Tag ein voller Erfolg wird:

  • Welches Datum passt?
  • Kirchliche Trauung oder standesamtliche Trauung?
  • Wo findet die Hochzeitsfeier statt?
  • Wann ist die Location zum Feiern überhaupt frei?
  • Wer soll eigentlich alles eingeladen werden?
  • Wie ist wann das Wetter?

Das schlimme daran, alle Faktoren sind auch noch abhängig voneinander.

Hier kannst du dir die Checkliste für die Planung deines Hochzeitstages direkt herunterladen!

Hochzeitsplanung

Wir starteten damit, zumindest schon mal den Monat festzulegen – Juni, da passt das Wetter meistens. Dann suchten wir eine Location für die Trauung. Da wir nur eine standesamtliche Trauung wollten, hielten wir nach etwas ganz Besonderem ausschau.

Tipp: Fragt einfach mal bei den umliegenden Standesämtern nach besonderen Orten, an denen es möglich ist, eine Trauung durchzuführen.

Schließlich haben wir eine schöne Location für unseren Hochzeitstag gefunden: In einem kleinen Schlossgarten, in dem einmal monatlich standesamtlich getraut wird. Damit stand dann auch das genaue Datum in unserem Wunsch-Monat fest. Als nächstes haben wir uns Gedanken über die Räumlichkeiten zum Feiern gemacht.

Tipp: Erstellt euch eine Liste mit allen Gästen, die ihr einladen möchtet und wen nicht. So wisst ihr genau, wie groß der Raum sein muss. Gefragte Locations sind schnell ausgebucht, deshalb ist eine rechtzeitige Buchung wichtig und sollte mit eines der ersten Punkte sein, die ihr auf eurer Checkliste abhakt.

Bei der Auswahl der richtigen Location spielt natürlich auch Essen und Trinken eine Rolle. Es gibt Räume, in denen man extra Catering buchen muss, oder es nur Buffet gibt, oder, oder, oder. Da wir gutes Essen lieben, kam für uns und unsere Gäste nur ein Menü in Frage.

Hochzeitsplanung
Money, Money, Money: Das Budget

Beim Verlobungsring angefangen, über das Standesamt, bis hin zu den ersten Verhandlungen mit der Location zum Essen, die ersten Euros sind schnell weg. Und glaubt mir, das ist erst der Anfang.

Macht euch einen festen Plan, wie viel ihr in eure Traumhochzeit investieren wollt.

Überschlagt schon vorab bei den einzelnen Positionen, was da auf euch zu kommt. Ein paar Tausend Euro sind hier leider schneller weg, als man gucken kann.

Unser Budget haben wir so eingeplant: Nachdem die zeitlich kritischen Punkte geklärt waren, konnten wir die Planung entspannter angehen. Also: Zuerst mal die Flitterwochen planen und dieses Budget fest zur Seite legen. Das war für uns Prio 1! Dann kümmerten wir uns um das Menü und die Getränke. Hier ist meist eine Pro-Kopf-Pauschale verhandelbar. So konnten wir wieder ein paar Positionen auf unserer Checkliste streichen. Super ist natürlich, wenn Eltern, Paten oder Großeltern als Sponsoren auftreten. 🙂

Es ist eure Hochzeitsfeier!

An dieser Stelle möchte ich euch einen ganz wichtigen Tipp für euren gemeinsamen und perfekten Hochzeitstag mitgeben:

Es ist eure Hochzeit, eure Party und euer Stil! Bitte gestaltet diesen Tag so, wie ihr euch es wünscht und möchtet.

Es geht hier nicht darum, was sich gehört, was Tradition ist oder was Tante Rosi denkt. Ladet diejenigen ein, die ihr gerne bei euch habt. Feiert, wie Ihr wollt. Spielt die Musik, die euch gefällt. Wer gerne Zeit mit euch verbringt, wird es so und nicht anders wollen. Gerade bei jungen Paaren reden oft viele aus der Familie mit, wer eingeladen werden muss und was es für wen zu Essen geben muss. Hier solltet ihr euch tatsächlich durchsetzen. Ihr werdet es gut finden 🙂

Die Kleinigkeiten

Hochzeitsplanung
Wenn die groben Eckpunkte stehen, könnt ihr euch um die Details kümmern. Je früher, desto besser. Denn viele Kleinigkeiten nehmen auch viel Zeit in Anspruch, die man Anfangs vielleicht unterschätzt:

  • Anzug, Kleid, Ringe, Einladungskarten, Menükarten, Torte, Musik (Trauung und Party) Blumen, Deko ….

Wenn ihr alle Punkte abgehakt habt, kann eurem großen Tag nichts mehr im Weg stehen!

Ruhe bewahren, auch wenn bei der besten Planung etwas schief geht!

Dank meiner Frau waren wir super organisiert und alles Nötige war in trockenen Tüchern – dachten wir. Am Vortag, beim Abholen der Blumendeko, ist meine Frau aus allen Wolken gefallen. Die Farbe der Orchideen ist falsch (für mich natürlich nicht zu erkennen). Zum Glück hat der Blumenladen aber noch alles retten können. Die Wartezeit haben wir uns mit einem Wein überbrückt, der auch gleichzeitig zur Beruhigung beigetragen hat.

Als wäre das noch nicht genug: Der DJ meldete sich, dass ihm eine Betonplatte auf den Fuß gefallen ist. Er schickte uns zwar Telefonnummern von Ersatzkandidaten, allerdings sind wir uns, glaube ich, alle einig: Wenn ein DJ am Samstag spontan Zeit hat, spricht nicht so viel für ihn. Unser Glück war in diesem Fall, dass eine gute Freundin und hervorragende DJane, die eigentlich als Gast auf unserer Hochzeit war, sich bereit erklärt hat aufzulegen. Der Tag war gerettet und unser Helene Fischer-Verbot hat sie auch durchgesetzt.

Also Männer, macht euch nicht darüber lustig, wenn eure Zukünftige sehr früh in die Planung geht. Das ist absolut berechtigt. Entspannt euch, unterstützt sie dabei bzw. versucht einfach nicht im Weg zu stehen 😉 Vielleicht hast du auch schon geheiratet und möchtest deine Erfahrungen mit uns teilen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

#ERGOlebeachtsam


4Kommentare

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Kommentare

  • Kai Herrmann Antworten

    Toller Beitrag, sehr unterhaltsam und authentisch formuliert. Entspricht auch meinen persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema und hat so einige lustige Parallelen gezeigt.

  • Andreas Morawietz Antworten

    Hallo Kai, schön, dass dir mein Beitrag gefällt. Ja, vermutlich erkennen sich hier einige wieder. Vielleicht helfen die Tipps, dass zukünftige Brautpaare die Planung ihres Tages entspannter angehen können.

  • Jasmin Antworten

    Männer, UNTERSTÜTZT bitte nicht nur, sondern seid initiativ dabei. Patriarchat ist Out und es ist auch eure Hochzeit, nicht nur die eurer Partnerin/eures Partners.

  • Lara Jaschke Antworten

    Hallo Jasmin,

    danke für deinen Kommentar. Ich gebe dir Recht, zu einer Hochzeit gehören im Normalfall immer zwei dazu 😉 Außerdem kann man so sicher sein, dass die Hochzeit auch wirklich so ist, wie es sich beide vorgestellt haben.

    Liebe Grüße von Lara aus dem Social Media Team.

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