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Wespen fernhalten: friedliches Gekrabbel im Garten

Benedikt Dirrigl

Wusstest du, dass die Insektenbiomasse in den letzten 30 Jahren um rund 75% abgenommen hat? Dabei sind die kleinen Krabbeltiere essentiell für das Ökosystem und damit auch für uns. Nicht nur Singvögel und Fische ernähren sich von Insekten, sie sorgen auch mit ihrer Bestäubungsarbeit dafür, dass wir unsere Nahrungspflanzen bekommen. Trotzdem wollen wir Insekten wie Wespen lieber von uns fernhalten.

Zugegeben, wenn mir während dem Sommer im Biergarten eine Wespe vor der Nase herumfliegt, kümmert mich in diesem Moment das Ökosystem wenig. Doch auch wenn wir manche Insekten als nervig und lästig empfinden, klappt der Spaß mit der Natur ohne sie einfach nicht. Deshalb gilt die Regel: Leben und leben lassen! Nur vielleicht nicht direkt vor meiner Nase. In diesem Beitrag findest du wertvolle Tipps, wie du lästige Insekten ganz ohne den Einsatz von Chemie und Fliegenklatsche von dir fernhältst.

Tipps zum Fernhalten von Insekten: Pflanzen und Gerüche

Auch wenn sich der Glaube, Mücken werden vom Licht angezogen, hartnäckig hält: Wie die meisten Insekten orientieren sich auch diese Tierchen an Gerüchen. Willst du also Mücken und Wespen von dir fernhalten, musst du für Gerüche sorgen, die diese Insekten nicht mögen und alle Düfte vermeiden, die sie anziehen.

Mücken

Anders als die meisten Menschen lieben Mücken den Geruch von verschwitzten Körpern. Hält man sich selbst also immer möglichst frisch, so hält man die kleinen Tierchen auch von sich fern. Parfüm und Deo helfen allerdings wenig, weil auch diese meist süßlichen Düfte Mücken anziehen. Da man aber nicht ständig unter der Dusche stehen kann, hilft dieser Tipp leider immer nur kurzfristig. Um deine Wohnung wirklich mückenfrei zu halten, ist das einzig bewährte Mittel ein Fliegengitter in den Fenstern.

Doch auch auf dem Balkon kann man etwas tun. Mücken fliegen beispielsweise gar nicht auf den zitrusfruchtigen Duft der Zitronen-Duftpelargonie ab. Ein paar der sehr ansehnlichen Blumen auf die Terrasse, und schon solltest du einen deutlichen Unterschied bemerken. Ein echter Allrounder im Kampf gegen Insekten ist Lavendel. Nicht nur Mücken, auch Wespen, Lebensmittelmotten und Blattläuse mögen den Duft der lila Blüten gar nicht.

Wespen

Diese Tiere nerven uns im Sommer ganz besonders. Im August haben die Wespenstaaten ihre maximale Größe erreicht. Die älteren Wespen sind dann von ihren Pflichten, wie zum Beispiel der Nachwuchsaufzucht, entbunden und machen sich auf eigene Faust los, um Leckereien zu finden. Dann werden sie uns besonders lästig. Kaffee und Kuchen an der frischen Luft ohne Gebrumm wird zu Seltenheit.

Wespen leisten dennoch einen wichtigen Beitrag zum Ökosystem und viele Arten sind bei uns vom Aussterben bedroht. Die Tiere stehen bei uns unter Naturschutz, sie einfach zu erschlagen ist also keine Option. Es gibt aber viele Tricks und Hausmittel mit denen du die Tierchen einfach von dir fernhalten kannst. Und auch wenn manche davon angeblich wenig helfen, gibt es immer mindestens einen, der auf sein persönliches Hausmittel schwört. Es gilt also: Probieren geht über Studieren.

Hausmittel zum Wespen fernhalten

Wie Mücken orientieren sich auch Wespen über den Geruchssinn. Was uns schmeckt, schmeckt auch den gelb-schwarzen Brummern, ganz besonders Zucker hat es den Tierchen angetan. Beim Grillen oder Kuchen essen im Garten lässt sich der Speisegeruch natürlich nicht ganz vermeiden, man kann aber darauf achten, die Mahlzeiten so lange wie möglich abzudecken und Essensreste gleich wegzuräumen. Es gibt auch Gerüche, die Wespen nicht mögen und von deinem Tisch fernhalten können. Hier kann wieder der Lavendel zum Einsatz kommen, aber auch Tomatenpflanzen und Basilikumsträucher sind bei den Tierchen äußerst unbeliebt. Einen noch intensiveren Duft verbreiten ätherische Öle wie Bergamotte und Zitronella. Einfach in einem Schälchen auf den Tisch oder verdampft über einer Kerze – das hält Wespen auf Abstand. Von Ablenkfütterungen sollte abgesehen werden. Denn auch wenn die Wespenmahlzeit in ordentlicher Entfernung zum eigenen Esstisch aufgestellt wird, wird sie die Tiere kaum davon abhalten, auch deinem Kuchen einen Besuch abzustatten. Außerdem holst du dir noch mehr Wespen in deine Umgebung und etablierst im schlimmsten Fall deinen ganzen Garten als gern besuchte Nahrungsquelle.

Wespen fernhalten mit der Nestattrappe

Dieser Tipp stammt von ERGO Blogger Andreas Morawietz: Er hat das Fake Nest schon mehrere Sommer auf seinem Balkon getestet. Entgegen der Expertenmeinung, laut der ein solches Nest nichts bringt, wenn es nicht auch nach einem Wespenstaat riecht, empfindet er es als wirksame und günstige Alternative. Tipp: Anstatt ein fertiges Fake Nest zu kaufen, einfach Papier zusammenknüllen und mit Klebeband fixieren – fertig. Auch hier heißt es also: einfach ausprobieren.

Natürlich funktionieren keine Hausmittel, wenn du ein richtiges Wespennest im eigenen Garten hast. Was du dann tun muss, findest du hier.

Gefährliche Spinnen: Zecken

Zwar keine Insekten, aber dafür umso gefährlicher sind Zecken. Viele Menschen reagieren auf Wespen panisch, dabei sind diese kleinen Plagegeister viel schlimmer. Denn ein Wespenstich tut in erster Linie einfach nur weh, diese Tiere übertragen nur selten Krankheiten. Bei einem Zeckenstich ist die Wahrscheinlichkeit, sich mit gefährlichen Krankheiten wie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder Borreliose zu infizieren, viel höher. Deshalb gilt es bei Zecken besonders aufzupassen. Zu allererst solltest du überprüfen, ob du in einem Zeckenrisikogebiet wohnst. Wenn du dich in einer gefährdeten Gegend befindest, in Kürze eine besuchst, oder generell einfach viel an der frischen Luft in der Natur unterwegs bist, solltest du dich auf jeden Fall impfen lassen. Es gibt zwar nicht gegen jede Zeckenkrankheit eine Impfung, aber zumindest bist du vor FSME geschützt. Vor einem Wald- und Wiesenspaziergang solltest du auch die richtige Kleidung anziehen. Auch bei höheren Temperaturen ist es wichtig, geschlossene Hosen und Schuhe zu tragen. Trotzdem gibt es keinen absoluten Schutz vor einem Zeckenstich. Was du dann tun musst, findest du hier. Außerdem findest du heraus, warum es Zeckenstich und nicht Zeckenbiss heißt.

Noch ein Tipp: Bei unserer ERGO Unfallversicherung ist auch eine Infektion nach einem Zeckenstich versichert. So bist du im Falle der Fälle zumindest finanziell abgesichert und kannst die Unterstützung durch die ERGO in Anspruch nehmen.

Tipps für Insekten

Diesen ganzen Methoden liegt natürlich der Wunsch zu Grunde, den Insekten ihren Lebensraum zu lassen und nebeneinander friedlich zu leben. Die meisten Insekten stören uns ja auch gar nicht. Stattdessen sind sie ein Zeichen dafür, wie gesund unsere Gärten sind. Sie sorgen sogar für die Gesundheit unserer Gärten. Deshalb gibt es jetzt noch ein paar Tipps, wie du deinen Garten noch Insektenfreundlicher machen kannst.

Die richtige Pflanzenauswahl
Wespen fernhalten, Bienen

Die richtige Pflanze im passenden Boden – so hilfst du Insekten auf zweierlei Weise. Zum einen gibst du ihnen eine wichtige Nahrungsgrundlage, zum anderen kannst du bei der passenden Auswahl getrost auf chemische Unkrautvernichter und Düngemittel verzichten.

Zunächst solltest du dich immer für heimische Pflanzen entscheiden. Exoten sind weniger widerstandsfähig, im schlimmsten Fall können die heimischen Insekten nicht mal viel mit ihnen anfangen. Heimische Kräuter und Blumen dagegen haben sich an das Klima und die Bodenbeschaffenheit gewöhnt. Generell ist es am besten, möglichst viele verschiedene Pflanzen im Garten zu verteilen, eine große Diversität hilft den Insekten am besten. Achte auch darauf, welche Pflanzen du nebeneinander setzt, denn einige helfen sich gegenseitig beim Wachstum, andere behindern sich. Der Lavendel bleibt auch hier nicht unerwähnt, denn Bienen lieben ihn. Übrigens: Wespen und Bienen vertragen sich nicht besonders. Ein bienenreicher Garten kann also auch ein gutes Mittel sein, wenn du Wespen fernhalten willst.

Der gepflegte Rasen

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Ein gut getrimmter Rasen sieht zwar sehr ordentlich aus, bringt der Insektenwelt allerdings nicht besonders viel. Im Gras verstecken sich oft Wildblumen und –kräuter, die besonders Bienen als wertvolle Nahrungsquelle dienen. Klee, Löwenzahn, Gänseblümchen und Co können aber erst dann ihren Nutzen für die Natur entfalten, wenn sie auch bis zur vollen Blüte heranwachsen können. Natürlich musst deinen Garten deshalb nicht überwuchern lassen und darfst deinen Rasen trotzdem mähen. Achte nur darauf in nicht zu oft  und nicht zu kurz zu mähen. Auf diese Weise verbraucht das Gras in heißen Sommermonaten auch viel weniger Wasser.

Hast du noch weitere Tipps für den insektenfreundlichen Garten oder kennst ein tiergerechtes Hausmittel gegen Wespen und Mücken? Dann teile dein Wissen mit uns und hinterlasse einen Kommentar!


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