Willkommen auf unserem Blog Blog

Kekse backen mit Kindern: Das solltest du beachten

Inga Schlage

Wusstest du, dass jeder Deutsche 2020 durchschnittlich 4,6 Kilo Kekse gekauft hat?[1] 2021 kostete 1 Kilo Weihnachtskekse 30 €. Dabei macht selber Backen doch viel mehr Spaß, es schmeckt auch viel besser und weckt die Vorfreude auf Weihnachten! Worauf es ankommt, wenn du mit Kindern Kekse backen möchtest, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Es ist wieder so weit – das Jahr neigt sich dem Ende entgegen … und damit beginnt die wunderschöne Zeit des Keksebackens! Wenn es draußen kalt ist und es drinnen nach Weihnachtsbäckerei duftet, dann ist das von allen geliebte Familienfest nicht mehr weit.

Wieso isst man zu Weihnachten eigentlich Kekse?

In vielen Klöstern wurden Plätzchen gebacken, um sich auf Weihnachten vorzubereiten und Christi Geburt zu feiern. Um auch den ärmeren Menschen Freude zu bereiten, verteilten die Mönche ihre Plätzchen an sie – so waren die Plätzchen etwas ganz Besonderes in der Vorweihnachtszeit.

Weißt du überhaupt, wer die Plätzchen erfunden hat?

Der Ursprung des heutigen Weihnachtsgebäcks liegt vermutlich in den mittelalterlichen Klöstern. Zum Gedenken an die Geburt Jesu war erlesenes Backwerk üblich. Der Stollen war ein klösterliches Adventsgebäck und auch Rezepte für den Lebkuchen entwickelte sich in den Klöstern. Nicht grundlos sind viele Plätzchen als Sterne geformt, die an den Stern zu Bethlehem erinnern sollen.

Doch warum heißt es Plätzchen?

Das Wort geht auf das lateinische Wort „placenta“ zurück. Das bedeutet Kuchen. Bis heute wird süßes Hefebrot noch kurz „Platz“ genannt. Und diese köstlichen kleinen gebackenen Süßigkeiten erhielten den Namen „kleiner Platz“: Plätzchen.

Kennst du den Unterschied zwischen einem Keks und einem Plätzchen?

Warum das Plätzchen Plätzchen heißt, wissen wir bereits. Da die Gebäckstücke eher klein waren, lag die Bezeichnung Plätzchen nah (von placenta = Lateinisch für Kuchen). Der Keks dagegen kommt ohne viel Chichi aus. Er ist laut Duden ein trockenes, haltbares Kleingebäck.

Und bevor es jetzt so richtig mit den Back-Tipps und Rezepten losgeht, stellt sich mir noch die Frage: Sind Plätzchen eigentlich deutsch?

In Mitteldeutschland und Österreich werden Plätzchen als Kekse bezeichnet, in der deutschsprachigen Schweiz als Biscuits. Im Dialekt heißen sie Güetzi, Guetzli, Chrömli und ähnlich, in Süddeutschland auch Platzerl, Brötle, Bredla, Loible/Loibla oder Guatl/Gutsle/Guatsle (übergreifend für Süßigkeiten).

Wann ist denn überhaupt der richtige Zeitpunkt gekommen, um mit dem Plätzchenbacken anzufangen?

Tatsächlich liegen spätestens ab Anfang September – teils sogar schon ab Mitte August – Weihnachtsleckereien wie Lebkuchen, Spekulatius und Christstollen in den Supermarktregalen. Die Supermärkte orientieren sich bei ihren Bestellungen schon seit Jahren am meteorologischen Herbstanfang am 1. September.

Du solltest danach entscheiden, was du backen möchtest. Lebkuchen oder Stollen können schon Mitte November gebacken werden, denn durch das etwas längere Lagern werden diese Gebäcke noch besser. Die bekannten Mürbeteig-Plätzchen (übrigens für mich ein Muss in jedem Jahr) sind dagegen frisch am leckersten.

Und nun geht es los: Hier erfährst du, was beim Keksebacken wichtig ist

Die Vorbereitungen sind das A und O.

  • Du solltest immer genug Zeit einplanen. Nicht nur zum Teigkneten und Backen selbst, sondern auch für den Einkauf vorab – am besten mit genauer Einkaufsliste – sowie für das Verzieren. Und genügend Zeit für das Aufräumen hinterher!
  • Gerade bei kleineren Kindern ist das Durchhaltevermögen nicht besonders groß, auch wenn der anfängliche Spaß und die Freude riesengroß sind. Also am besten einfache, schnelle Rezepte mit kurzer Backzeit und alle Zutaten bereitstellen.
  • Haben wir die passenden Ausstechformen im Haus?
  • Liegen Kinderschürze, ggf. Kochmütze bereit? Kinder verkleiden sich grundsätzlich gerne.
  • Am besten passend für kleine Hände ein extra Kinder-Nudelholz und einfache Ausstechformen benutzen. Der Teig bleibt weniger schnell kleben als bei den fein ausgearbeiteten Formen.
  • Gründliches Händewaschen vorher und die Haare aus dem Gesicht binden gehören selbstverständlich auch dazu.
  • Den fertigen Teig, z. B. für Mürbeteig-Plätzchen, unbedingt vor dem Ausrollen mindestens für 20 Minuten kalt stellen. Die Zeit kann man gut nutzen, um die Arbeitsfläche vorab zu säubern und danach fein mit Mehl zu bestäuben.
  • Große Bretter bereitlegen, auf denen die fertigen Plätzchen später ausgebreitet werden. Dann können sie anschließend darauf in noch warmem Zustand dekoriert werden (vorher mit Puderzucker bestreichen, der mit Wasser angerührt wurde, damit die Deko auch gut hält).
  • Um es für Kinder einfacher zu machen, fülle ich die Dekorationen in kleine Schälchen um: süße Einhörner, kleine Dinos, kleine Lebkuchenmänner, glänzende Perlen, Schokoladen-Raspeln, Smarties und alle nur denkbaren Dekorationen (auch hier sollte das Kind ruhig mit einkaufen gehen und aussuchen dürfen). So kommen kleine Kinderhände bequem an alles ran und es wird nicht versehentlich die ganze Packung auf einen einzigen Keks gestreut 🙂
  • Puderzucker für die klebende Glasur bereitstellen und wir sind bestens vorbereitet.

Die richtige Einstellung ist entscheidend für ein gelungenes Keksebacken

Du solltest konzentriert und vor allem mit Spaß und Begeisterung dabei sein. Lass deine Kinder beim Backen nicht unbeaufsichtigt. Wichtig ist auch den Kleinen beizubringen, nicht allein an den Backofen, an Küchenwerkzeuge oder Küchengeräte zu gehen. Gerade mit Kindern ist es wichtig, für alle Tätigkeiten genügend Zeit einzuplanen – man kann es immer nur wiederholen. Denn die kleinen Anfängerinnen und Anfänger brauchen für alles etwas länger und aus Zeitdruck entsteht schnell Stress, der Unfälle begünstigen kann. Vorher Abmachungen zu treffen ist also wichtig. Über mögliche Gefahren sprechen und mit gutem Beispiel vorangehen (Vorsicht walten lassen, z. B. mit dem heißen Backofen).

Wenn Kinder in der Küche zu kleinen Patissiers (weibliche Form: Patissière) werden, möchten sie natürlich auch gebührend gelobt werden. Und das sollten Mama und Papa auch ausreichend tun: Fürs Teigkneten, Ausrollen, Ausstechen und vor allem fürs Verzieren. Das ist wichtig für die Entwicklung und für das Selbstbewusstsein des Kindes. Und geht einmal ein Ei oder etwas Mehl daneben – nimm es mit Humor und denk immer dran: Es soll Spaß machen und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Das Naschen sollte bei der Mengenangabe des Teigs berücksichtigt werden. Nichts ist schöner als etwas vom selbstgemachten Teig zu naschen – und ich finde, das gehört auch einfach dazu! Kindheitserinnerungen sollen wie eine alte, geliebte Tradition weitergegeben werden. Und für mich bedeutet das: Ein warmes Gefühl im Herzen, Glück und Stolz zu spüren.

Wie viele Plätzchensorten gibt es denn nun eigentlich – wie viele kennst du?

100-fache Versuchung: Etwa 100 Rezepte backt Geli Hofauer jedes Jahr. Selber essen kann man diese Menge an Plätzchen nicht, aber sie hat ihre festen Abnehmer, an die sie die süße Ware kistenweise verschenkt. Und so sind es heute ungefähr 100 verschiedene Sorten, die die Altöttingerin pünktlich zum 1. Advent fertigstellt.

Was ist Dein persönliches Lieblingsrezept?

Bei uns dürfen jedes Jahr die einfachen Mürbeteig-Plätzchen nicht fehlen. Mittlerweile haben wir nicht nur weihnachtliche Ausstech-Formen, sondern auch andere Motive. Für das Sommerfest in der Kita hatten wir plötzlich Lust, Kekse zu backen (Kekse schmecken einfach immer). Da dürfen dann aber keine Weihnachtsmänner, Tannenbäume, Rentiere, Glocken, Sterne oder Engel liegen – da kam doch gleich die Frage, ob die Plätzchen von Weihnachten denn noch schmecken würden 🙂 Also her mit neuen Motiven – auch das ist wichtig und schürt den Spaß – das Ausstechen.

Unsere Vanille-Kipferl müssen auch immer dabei sein. Letztes Jahr gab es dann noch zusätzlich selbst gemachte Lebkuchenmänner und ein Pfefferkuchenhaus 🙂 Die entsprechenden Rezepte findest Du hier.

Wer beseitigt nach dem Backen und Dekorieren das Schlachtfeld in der Küche?

Nach getaner Arbeit muss die Küche natürlich wieder saubergemacht und aufgeräumt werden. Gerade wenn man mit kleineren Kindern backt, kann die Küche danach sehr chaotisch aussehen. Wenn die Kinder noch sehr klein sind, sollte das Putzen und Aufräumen keine Pflicht sein. Wenn die Kinder allerdings schon etwas älter sind, können sie auch dabei gerne mithelfen. Auch hier gehen wir Eltern als gutes Vorbild voran. Einfach die Arbeitsfläche gut abwischen, den Staubsauger herausholen und ruckzuck ist das Schlachtfeld wieder beseitigt.

Wir kennen das alle: Putzen wir gut gelaunt und selbstverständlich, helfen die meisten Kinder sogar gerne mit und sind hinterher stolz auf sich.“

Und was macht noch mehr Spaß, als mit seinen eigenen Kindern Plätzchen zu backen?

Zusammen mit den Freunden der Kinder Kekse zu backen. Als Elternteil hast du die Aufsichtspflicht über deine Kinder. Kommen gelegentlich Kinder zu dir zum Spielen zu Besuch, liegt meist nur ein Gefälligkeitsverhältnis vor. Eine umfassende Aufsichtspflicht ist damit nicht verbunden. Dennoch solltest du stets wachsam sein. Auch in der Küche können Gefahren lauern. Und auch deine Verkehrssicherungspflicht spielt eine wichtige Rolle.

Verletzt sich der Spielbesuch bei dir, weil du in der Küche nicht richtig aufgepasst hast, etwas unsachgemäß bedient worden ist oder womöglich das Kabel des Mixers kaputt war, kannst Du wegen der Verletzung Deiner Verkehrssicherungspflicht in die Haftung genommen werden. Zumindest, wenn du die regelmäßige Kontrolle und den einwandfreien Zustand eines Geräts in der Küche vor dem Unfall nicht nachweisen kannst.

Tipp: Mit der privaten Haftpflichtversicherung von ERGO kannst du dein Leben sorgenfrei genießen. Wenn du selbst dein gutes Recht geltend machen willst, unterstützt dich der ERGO Rechtsschutz dabei.

Je älter die Kinder sind, umso eher darfst du auf die Einhaltung gewisser Regeln vertrauen. Kontrolle und ein wachsames Auge sind in diesem Fall bei kleineren Kindern und dem Backbesuch aber auf jeden Fall sicherer. Denn bei aller Juristerei – niemand möchte, dass ein Kind im eigenen Haus zu Schaden kommt.

Freust du dich auch schon auf die Weihnachtsbäckerei mit deinen Kindern? Oder hast du schon begonnen, mit deinen Kleinen Kekse zu backen? Wenn du weitere Tipps hast oder vielleicht ein lustiges Missgeschick mit uns teilen möchtest, dann schreib einen Kommentar!

 

#ERGOlebeachtsam

[1] https://de.statista.com/statistik/studie/37433/umfrage/pro-kopf-verbrauch-von-feinen-backwaren-in-deutschland/


0Kommentare

Wie hat dir dieser Beitrag gefallen?

Bewerte ihn jetzt mit 1-5 Sternen.

Diskutiere mit!

Bei der Verarbeitung von personenbezogenen Daten beachten wir die Vorschriften der EU-Datenschutz-Grundverordnung. Ausführliche Informationen findest du im Datenschutzbereich unserer Webseite. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Alle Felder mit einem * sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden.

Hiermit erkläre ich mich mit der Netiquette einverstanden.

ERGO Risikolebensversicherung

Sorge am besten noch heute dafür, dass im Todesfall für deine Lieben gesorgt ist. Einfach, weil’s wichtig ist.

Jetzt informieren

Unser ERGO Blog

Wir verstehen Versicherung genauso gut wie alltägliche Themen und geben unsere Tipps und Erfahrungen auf diesem Blog gerne weiter. Mit einem Team aus Mitarbeitern und Bloggern inspirieren wir dich jede Woche aufs Neue!

unsere Autoren

© ERGO Direkt AG – 2022