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Goodbye Leisure Sickness: nie wieder krank im Urlaub!

Edda Lang

 

Ich kenne es, meine Freunde und Familie kennen es, und du vermutlich auch. Egal ob langes Wochenende oder vier Wochen Sonne, Strand und Meer. Körper und Geist lechzen nach einer verdienten Auszeit. Dann endlich! Der letzte Arbeitstag ist zu Ende. Die Koffer stehen schon gepackt. Los geht’s. Doch spätestens am zweiten Urlaubstag liege ich krank im Bett.

Leisure Sickness: Wenn man im Urlaub krank wird

Ganz klassisch erlebte ich es häufig zum Jahresende. Schon Tage, sogar Wochen davor plagten mich Schniefnase, Kopfschmerzen und Dauermüdigkeit. Ich fühlte mich nicht gesund, aber auch nicht „richtig“ krank. Mit dem ersehnten Urlaub kam das volle Programm mit Erkältung, Husten, Fieber usw. Nicht nur einmal erlebte ich die Feiertage wie in Trance. Dieses weitverbreitete Syndrom heißt: „Leisure Sickness“, also „Freizeitkrankheit“.

Was, wenn der gebuchte Urlaub richtig teuer ist? Und man die Reise nicht antreten kann? Eine Reiserücktrittversicherung schützt zumindest vor den finanziellen Einbußen. Dennoch – Körper und Geist sind ausgebrannt. Im Urlaub vor Ort greift immerhin eine Auslandskrankenversicherung, wenn man zum Arzt muss. Doch von Erholung kann wohl kaum die Rede sein.

Wen trifft Leisure Sickness am häufigsten?

Von Leisure Sickness betroffen sind oft Menschen, die einen hohen Eigenanspruch haben. Sie möchten sich keine Schwäche eingestehen und ignorieren über längere Zeit die Signale des Körpers. Doch auf Dauer zahlt es sich nicht aus. Ich vergleiche es gerne mit einem Akku: Wenn ich den nie richtig auflade, aber immer wieder bis zum Limit aussauge, ist er schnell kaputt. Auch ich habe mich oft krank bzw. angeschlagen zur Arbeit geschleppt. Danach war ich meist schlimmer und deutlich länger krank. Dazu kam noch das schlechte Gewissen gegenüber den Kollegen.

Welche Symptome hat „Leisure Sickness“?

Typische Symptome sind:

  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Magenbeschwerden und Verdauungsstörungen
  • Rückenschmerzen
  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • leichte Erkältung, grippaler Infekt

„Leisure Sickness“ hat eher harmlose Symptome, die zum Glück nach ein paar Tagen wieder verschwunden sind. Allerdings können auch ernsthaftere Beschwerden auftreten. Eine wochenlang verschleppte Erkältung kann zu einem handfesten Infekt werden. Möglich ist auch eine kurzzeitige Depression oder Entzündungen und Infekte u. a. im Magen-Darm-Trakt.

Warum wir unter Stress zur Höchstform auflaufen

Bei akuter Belastung werden innerhalb von Sekunden die Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Dadurch wird die Immunabwehr gegen Viren und Bakterien verstärkt, um den Organismus schnell vor neuen Infekten zu schützen. Verzögert schüttet die Nebennierenrinde Kortisol ins Blut aus, das die Immunreaktion wieder dämpft. Das hilft, selbst angeschlagen, Phasen mit höherer Belastung durchzustehen. Hat man vor einer Prüfung noch Kopfweh und Bauchschmerzen, verschwinden diese Symptome meist während der Prüfung. Adrenalin hilft dabei, die letzten Energiereserven zu mobilisieren. Adrenalin macht uns leistungsfähig, aktiv und wach.

Bei chronischem Stress hingegen ist der Kortisolspiegel dauerhaft erhöht und das Immunsystem geschwächt. Auch in diesem Fall wehrt der Organismus bei einem Infekt alle Erreger ab. Erkältungssymptome können als Folge einer Virusinfektion in einer Stressphase zunächst ausbleiben.

Dies ist eine Erklärung, warum Menschen, die im Beruf unter sehr hoher Anspannung stehen, erst dann krank werden, wenn sie sich entspannen können und ihr Kortisolspiegel allmählich wieder sinkt.

Junge Frau liegt leisure sickness in ihrem Hotelbett

Mit positivem Denken einen Gang runterschalten

Um der sogenannten „Leisure Sickness“ zu entkommen, brauchen Körper und Seele auch im Alltag Urlaub. Der Körper ist keine Maschine, die von Arbeit auf Erholung umschaltet: „Jetzt erhol dich gefälligst! Aber bitte zackzack…“ So funktioniert unser Organismus leider nicht. Das Gefälle zwischen Arbeit und Urlaub sollte nicht zu hoch sein. Ich persönlich gehe grundsätzlich gerne zur Arbeit. Es gibt aber Tage, an denen die Couch deutlich verlockender ist. Dann überlege ich mir, warum es gut ist, einen guten Job zu haben und was mir daran gefällt.

Mein Tipp: Versuche dich jeden Abend an positive Aspekte und angenehme Erlebnisse zu erinnern:

  • Ein netter Kollege hat dir die Tür aufgehalten.
  • Du hast einen Parkplatz direkt vor der Tür gefunden.
  • Die Sonne schien warm durch das Bürofenster.
  • Du hast etwas Leckeres gegessen.
  • Draußen war es kalt und windig – im Büro warm und trocken. 

Es passiert dauernd viel Positives und Schönes um uns herum, nur manchmal sehen wir es nicht.

So zeigst du „Leisure Sickness“ die rote Karte

Anbei ein paar Tipps und Tricks, wie du deinen Arbeitsalltag „entstresst“ und somit Stress vorbeugst:

  • Achtsamkeitsübung ausführen: Setz dich gemütlich hin und nimm alles bewusst wahr: Worauf sitze ich? Wie fühlt sich mein Körper an? Welche Geräusche höre ich? Die Gedanken nicht abschweifen lassen. Alles bemerken ohne zu bewerten.
  • Bewusst genießen: Schalte deine Lieblingsmusik ein. Nasche etwas oder gönne dir eine kleine Auszeit mit einem Schläfchen.
  • Auf eine Sache konzentrieren: kein Multitasking!
  • Sport treiben: Bewegung ist gut für das Immunsystem und meistens fühlt man sich nach einer Sportstunde fitter und wacher als zuvor.
  • Bewusst und gesund ernähren: Versuche in ruhiger Umgebung zu essen und dir für deine Mahlzeit Zeit zu nehmen. Belohne dich mal mit einem „unvernünftigen“ Lieblingsgericht.
  • Weniger Freizeitstress: Erwarte nicht so viel von deiner Freizeit und verplane nicht das ganze Wochenende bis auf die letzte Minute.
  • Übergänge schaffen vor und nach dem Urlaub: Plane möglichst ein bis zwei Tage Puffer ein, bevor du deinen Urlaub startest oder wieder auf die Arbeit zurückkehrst.

Weniger ist mehr: Entdecke die Langsamkeit

Auch ich nehme mir oft zu viel vor und tanze auf mehreren Hochzeiten. Ich habe grundsätzlich das Gefühl, nie genug Zeit für etwas zu haben. Außerdem sollte alles, was ich anpacke, sofort und bitte perfekt funktionieren. Ja, auch ich habe einen hohen Eigenanspruch an mich. Aber wenn dann z. B. das leise Summen in meinen Ohren zu einem deutlichen Rauschen und Fiepen wird, weiß ich, dass es höchste Zeit ist vom Gas zu gehen. Lieber erledige ich ein paar Sachen weniger oder zumindest langsamer – bevor am Ende gar nichts mehr geht und ich einen Burnout habe. 

Ich wünsche dir viel Freude an der Entdeckung der Langsamkeit und den vielen schönen und ruhigen Momenten, die sich auch im Trubel des Alltags finden lassen. Mit diesen Übungen machst du die ersten Schritte: Sofort stressfrei: 15 hochwirksame Achtsamkeitsübungen für den Alltag

Musstest du mal eine Reise krankheitsbedingt stornieren und hast dich richtig darüber geärgert? Teile deine Erfahrung mit uns in unseren Kommentaren. Mit einer Reiserücktrittversicherung sparst du dir immerhin unnötige Stornogebühren – egal ob Geschäftsreise oder Urlaubsreise.

 

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