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Meine Tipps zum sicheren Feiern gehen

Jennifer Germeshausen

Wusstest du schon, dass 27 Prozent der deutschen Jugendlichen mindestens einmal im Monat Feste zelebrieren bzw. Feiern gehen[1] ? Bei vielen Jugendlichen, oder vielmehr ihren Eltern löst die Aussage „Heute Abend ist eine Party“ pure Panik aus. Klar, Nachrichtenberichte über vermisste Jugendliche, die nur zu einer Party wollten und Hollywood-Filme säen Angst vor solchen Geschehnissen.

Als ich mich letzten Freitag mit einer Kollegin über unsere Wochenendpläne unterhalten habe, sind wir auf das Thema Feiern gehen gekommen. Als ich ihr von meinem Plan für Freitagabend, auf eine 16+ Feier im Club zu gehen, erzählt habe, hat sie mir von ihren Erfahrungen mit ihrer Tochter erzählt. Die Hinweise und Tipps, die sie mir gegeben hat, gebe ich gerne an dich weiter. Worüber macht sie sich Gedanken? Wie spricht sie mit ihrer Tochter über ihre Ängste und welche Abmachungen gelten, dass auch sie als Mama beruhigt sein kann? Aber auch wie das bei uns Jugendlichen ankommt werde ich dir verraten.

Tipps einer Mama für ein sichereres Gefühl zu Hause und auf der Feier

  • Ich fahre meine Kinder selbst zu der geplanten Feier und hol sie danach wieder ab, so kann ich sicher sein, dass sie gut an- und wieder heimkommen. Sollte dies einmal nicht möglich sein, kann dein Kind beim Heimwegtelefon anrufen. Das ist ein Service bei dem deutschlandweit nachts angerufen werden kann, sollte man sich auf dem Heimweg unwohl fühlen. Ein Ehrenamtlicher begleitet den Anrufer am Telefon dann bis nach Hause.
  • Wir haben die Vereinbarung, dass meine Tochter ihren Standort über ihr Smartphone mit mir teilt. Mein Versprechen an sie: Ich schaue nur rein, wenn sie zur vereinbarten Zeit nicht zu Hause ist. Hierfür gibt es sowohl eigene Apps als auch die Live-Standort Funktion bei den meisten Messengern als Alternative.
  • Allgemein ist mir als Mama wichtig, dass meine Tochter  immer sicherer in der Gruppe unterwegs ist, anstatt alleine. Dies gilt natürlich auch bzw. besonders beim Feiern gehen.
  • Wir wissen alle, Getränke im Club sind teuer. Doch wenn das eigene Getränk einmal aus den Augen war, sollte es auf keinen Fall mehr getrunken werden. Viel zu leicht lassen sich nämlich in einen offenen Becher Substanzen, wie K.o.-Tropfen, untermischen. Meine Tochter kennt dieses Problem – darüber haben wir offen gesprochen – und hat immer genug Geld dabei, damit sie sich notfalls ein neues Getränk kaufen kann.

Mein Tipp: Mittlerweile gibt es einen Schnelltest, um K.o.-Tropfen im Getränk zu erkennen.

  • Dieser Schnelltest ist ein Papierarmband, welches aussieht wie ein einfaches Festival-Bändchen. Es funktioniert ähnlich wie ein Schwangerschafts- oder Corona-Test. Man gibt ein paar Tropfen der Flüssigkeit auf das Papier-Bändchen und wartet zwei Minuten. Wurden K.o.-Tropfen in das Getränk gemischt, verfärbt sich das Armband blau. Bleibt es weiß, wurden voraussichtlich keine Substanzen untergemischt. Doch warum nur „voraussichtlich“? Aktuell kann dieser Test nur eine bestimmte Sorte von K.o.-Tropfen erkennen, bei allen anderen schlägt er nicht an. Verlässt man sich also auf das Ergebnis, kann man sich durchaus in falscher Sicherheit wiegen.
  • Ist Luisa hier?„: Wenn du dich in einer Situation unwohl oder unsicher fühlst, kannst du an der Bar die Frage „Ist Luisa hier?“ stellen. Diese Frage ist ein Code, mit dem du deine Unsicherheit ausdrücken und gefährliche Situationen verlassen kannst. Auch wenn sie nicht überall offiziell festgelegt ist, kennt so gut wie jeder mittlerweile die Bedeutung dieser Frage.
  • Verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol: Bevor dein Kind das erste Mal feiern geht, solltest du mit ihm besprechen, wie viel Alkohol zu viel ist und was zu tun ist, wenn man selbst oder jemand anderes zu viel getrunken hat. Viel zu leicht wird Alkohol unterschätzt.

Doch wie verhält sich das ganze aus Sicht von uns Teenagern? Wie denken wir über die Sicherheitsmaßnahmen der Eltern – nervig oder schon sinnvoll? Ich verrate es dir!

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Feiern gehen aus der Sicht eines Teenagers

Als ich meiner Mutter eines Montagabends verkündet habe, dass freitags meine Abschlussfeier stattfinden würde, war sie nicht sehr begeistert. Erst wollte sie mich gar nicht gehen lassen, da war schon einiges an Überzeugungsarbeit nötig. Doch nach einer Weile hat sie dann doch eingelenkt, unter der Bedingung, ich müsse um 24 Uhr zuhause sein. Das Ganze war für mich auch so lange voll in Ordnung bis ich mit den Anderen um 23.30 noch richtig schön am Feiern war und dann realisiert habe, dass ich gleich als Erste würde fahren müssen. Klar hab ich dann versucht noch ein oder zwei Stunden bei meiner Mutter rauszuholen, aber sie ist stur geblieben und ich bin dann halt doch heimgefahren.

Die Situation meiner Abschlussfeier ist inzwischen gute 2 Jahre her, mittlerweile bin ich, soweit Corona es zulässt, immer mal wieder im Club. Meine Mutter sagt allerdings nichts mehr dazu, außer das obligatorische „Viel Spaß, pass auf dich auf Maus.“. Und klar, das ist viel angenehmer, aber mittlerweile verstehe ich auch ihre Sicht der Dinge und bin vorsichtig unterwegs.

Aus der Sicht einer Mutter

Als meine Tochter eines Tages angekündigt hat, dass sie mit ihren Freunden am Wochenende in einen Club gehen möchte, realisierte ich plötzlich, dass mein kleiner Sonnenschein langsam älter wurde und für uns als Eltern eine neue Lebensphase begann, die hieß „Loslassen!“. In mir sprachen zwei Stimmen. Die eine sagte „Sie soll feiern gehen und Spaß haben. Ich habe damals auch meinen Spaß gehabt und es war eine tolle, unvergessliche Zeit“ Die andere wiederum warnte mich: „Was ist, wenn ihr etwas passiert, die Zeiten haben sich geändert. Du musst mit ihr alle Bedingungen besprechen!“ Wir haben damals ein angeregtes Gespräch geführt indem wir versuchten ihr aufzuzeigen, worauf sie achten soll und was alles passieren könnte. Ich hatte das Gefühl, dass sie alles einfach abgenickt hat, um Hauptsache feiern gehen zu können.

An ihrem ersten Abend, als wir sie zum Club fuhren, musste ich an den Satz meiner Eltern denken:

„Warte ab, wenn Du mal eigene Kinder hast, dann wirst Du uns verstehen.“

Ja, sie hatten recht. Um 24 Uhr, als wir sie unversehrt endlich wieder vor dem Club abholten, war ich einfach nur erleichtert und sie überwältigt von ihrem ersten Weggehabend.

Das ist nun über 3 Jahre her und inzwischen sind es viele Clubabende mit unterschiedlichen Ausprägungen geworden. Auch wir als Eltern wurden mit jedem Abend etwas entspannter.

Ich finde es wichtig, dass man sein Kind loslässt, ihm vertraut, da die gemachten Erfahrungen zum Erwachsenwerden einfach dazugehören. Mir war es immer wichtig, dass sie weiß, dass ich für sie jederzeit abrufbereit da sein werde, wenn sie mich brauchen sollte. Dies hat sich bis heute nicht geändert.

Clubs unter 18

Unter 16 darf dein Kind nur in einen Club, wenn es in Begleitung einer sorgeberechtigten oder personenbeauftragten Person unterwegs ist. Zwischen 16 und 18 gilt dann die Regelung, dass dein Kind sich nur bis 24 Uhr in Clubs aufhalten darf. Die Ausnahme hierbei ist der so genannte „Mutti-Zettel“. Dieser ist ein Dokument, dass du auch online finden kannst und das, mit deiner Unterschrift als erziehungsberechtigte Person den längeren Aufenthalt im Club erlaubt. Ein Muttizettel bringt aber nur etwas, wenn dein Nachwuchs in Begleitung eines Volljährigen unterwegs ist. Eine Person, die bereits 18 ist, darf bis zu 3 Personen beaufsichtigen, die das Einverständnis ihrer Eltern haben.

Fazit

Du siehst also: Aufklärung ist die halbe Miete. Wichtig ist es aber auch, sich in die Lage deines Kindes hinein versetzen zu können, um auch ihre oder seine Sicht der Dinge zu verstehen. So oder so: dein Kind muss eigene Erfahrungen machen. Denn nur so lernt man.

Ich hoffe, meine Tipps können dir ein besseres Gefühl geben und helfen dir weiter! Wenn du noch weitere Ideen hast, schreib sie gerne in die Kommentare!

[1]Freizeit-Beschäftigung „Feste/Partys feiern“ | Statista


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