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So kommst du achtsam durch die Menstruation

Team Consumer Online Communications

Wusstest du, dass sich rund 27 Prozent aller Frauen und Mädchen mehr Offenheit in Sachen Menstruation wünschen?[1] Kein Wunder: Obwohl 50 Prozent aller Menschen eine monatliche Regelblutung haben, ist das Thema Periode noch immer ein Tabu. Dabei leiden viele Frauen einmal im Monat unter Bauchschmerzen, Rückenschmerzen und Migräne. Zeit, dem Thema Menstruation toleranter und offener zu begegnen. Und das fängt bei einem selbst an. Wir verraten dir, wie du achtsam mit deiner Menstruation umgehst – und Regelschmerzen so den Garaus machst.

Einmal im Monat trifft es fast alle Frauen ab der Pubertät bis zu den Wechseljahren. Die Periode kündigt sich an. Die einen treffen Stimmungsschwankungen, die anderen packt der Heißhunger auf Süßes oder Salziges. Andere wiederum liegen im Bett und versuchen, die Unterleibs- und Bauchschmerzen wegzuatmen. Während viele Frauen dafür keinerlei Probleme haben und ganz verdutzt gucken, wenn die Periode schon wieder da ist. So unterschiedlich Frauen sind, so unterschiedlich zeigt sich auch die monatliche Regelblutung. Für manche ist es ein notwendiges Übel, an das man sich als Frau gewöhnt, für andere wiederum die Hölle auf Erden, sobald sich die Menstruation ankündigt. Was alle Frauen eint? Die Regelmäßigkeit, mit der eine Menstruation kommt. Einmal im Monat, bis in die Wechseljahre.

lachende Frau
Umso wichtiger ist es, seinen Zyklus zu kennen und sich mit viel Selbstliebe und Achtsamkeit zu versorgen. Wie du mit Achtsamkeit positiv dein Wohlbefinden während deiner Menstruation beeinflusst, verraten wir dir jetzt.

Den Zyklus kennenlernen

Wer einen regelmäßigen Zyklus hat weiß, wann er ungefähr mit der Menstruation rechnen kann. Im Normalfall dauert ein Zyklus zwischen 21 und 28 Tagen. Bei manchen Frauen kann der Zyklus aufgrund von Unregelmäßigkeiten auch kürzer oder länger sein. Zudem können Verhütungsmittel, wie beispielsweise die Pille oder Spirale, den Zyklus beeinflussen. Alle Frauen, die beim Thema Menstruation achtsamer mit sich umgehen wollen, sollten zuerst einmal ihren Zyklus genau kennenlernen. Wie lange dauert meine Periode im Schnitt? Gibt es Auffälligkeiten? Und vor allem: Wie fühle ich mich während meiner Menstruation? Wer hier genau hinschaut wird merken: Der Menstruationszyklus folgt immer einem Muster. Meistens fühlt man sich vor und während des Eisprungs energiegeladen, voller Kraft, mit starker Libido und Unternehmungslust. Kurz vor der Periode schwinden die Hormone und damit auch die Energie. PMS (das prämenstruelle Syndrom) macht sich breit, eine geringe Libido, depressive Verstimmungen oder gar Gereiztheit können die Folge sein. Auch während der Menstruation leidet meist das Wohlbefinden, bis die Periode vorbei ist und man wieder voller Energie in einen neuen Menstruationszyklus startet.

Unser Tipp: Um deine Menstruation und deinen Zyklus besser kennenzulernen, lohnt es sich, die Periode über eine App zu tracken.

Hier kannst du Emotionen wie körperliche Beschwerden sowie die Tage deiner Blutung im Menstruationskalender eintragen. Je länger du eine solche App nutzt, desto besser lernst du dich und deinen Monatszyklus kennen.

Achtsamkeit während der Menstruation

Wer seinen Zyklus trackt, bekommt ein besseres Bewusstsein für die Vorgänge im eigenen Körper. Wann setzt meine Menstruation ein und was bedeutet das für mein Wohlbefinden? Genau diese Frage lässt sich dann einfacher beantworten. Und da wären wir schon mittendrin in Sachen Achtsamkeit während und mit der Menstruation. Denn Achtsamkeit bedeutet, ein Bewusstsein für sich, seinen Körper und Geist zu entwickeln und die Vorgänge im eigenen Körper intensiver wahrzunehmen. Wer sich diesen Dingen bewusst ist, kann viel besser auf die verschiedenen Phasen der Menstruation reagieren und bei Veränderungen gegensteuern. Heißt: Du nimmst deinen Zyklus genau wahr und erkennst die Zeichen, die dein Körper und deine Seele dir senden. Mit diesem Wissen kannst du entscheiden, was dir gut tut, was du genau brauchst und kannst so aktiv dein Wohlbefinden während der Menstruation beeinflussen.

Wärme dich – von innen wie außen

Der Unterleib schmerzt, der Rücken zieht, irgendwie tut alles weh. Natürlich könnte man still vor sich hin leiden oder wahllos Schmerztabletten einwerfen, manchmal hilft aber auch der achtsame Umgang mit sich. Höre auf deinen Körper und achte darauf, was dir gut tun würde. Vielleicht ist es eine Wärmflasche auf dem Bauch? Oder vielleicht reicht auch ein bequemes Kirschkernkissen am Rücken? Auch ein warmer Tee kann Menstruationsbeschwerden lindern. Trinke am besten einen Kräutertee mit Kräutern wie Frauenmantel, Eisenkraut, Gänsefingerkraut oder Schafgarbe. Diese Kräuter wirken krampflösend und entspannend auf deinen Bauch. Nutze den Moment des Tees zum Innehalten und Durchatmen. Trinke den Tee und nimm wahr, wie sich die Wärme in deinen Körper verteilt.

Unser Tipp: Gönn dir an solch schmerzhaften Tagen genügend Ruhe. Mach langsamer und gib deinem Körper und Geist das, was sie verlangen.

Wichtig: Sollten deine Schmerzen immer öfter und länger anhalten, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Endometriose oder andere Beschwerden sollten ausgeschlossen werden. Übrigens: Für alle, die wissen, wie schwer es ist, unter Schmerzen zu arbeiten, empfehlen wir dir eine Krankentagegeldversicherung.  Sie greift, wenn wirklich nichts mehr geht – im Falle einer körperlichen oder psychischen Erkrankung. Sodass man in aller Ruhe wieder gesund werden kann.

Gib Acht auf dich – auch beim Essen

Gerade zu Beginn der Menstruation werden viele Frauen von Heißhunger gepackt. Gummibärchen, Schokolade oder Chips: Alles würde man am liebsten gerade essen. Wer seiner Menstruation achtsam begegnen will, sollte auch hier tief in sich reinhören. Tut mir dieses Essen wirklich gut? Generell gilt, dass sich gerade an Tagen der Menstruation viele Lebensmittel anders auf den weiblichen Körper auswirken als sonst. Manche vertragen plötzlich Milchprodukte wie Joghurt schlechter, andere wiederum bekommen bei Alkohol und Kaffee plötzlich Kopfschmerzen. Und andere wünschen sich Süßes, fühlen sich danach aber noch aufgeblähter und unwohler im eigenen Körper. Mein Tipp: Teste aus, welche Lebensmittel dir besonders gut tun, an Tagen, an denen du deine Periode hast. Was schmeckt dir besonders gut? Und worauf hast du so gar keine Lust? Folge deinem Bauchgefühl und iss nur das, was dir wirklich schmeckt und ein gutes Gefühl zurück lässt.

Expertinnen raten übrigens dazu, während der Menstruation möglichst viele Ballaststoffe zu essen. Denn sie wirken krampflösend auf deinen Körper. Heißt: Probier doch mal Vollkornprodukte sowie Haferflocken, Nüsse oder Obst wie Birnen oder Pfirsiche aus. Und wenn es doch die Schokolade sein muss? Dann greif zu einer dunklen Schokolade mit über 60 Prozent Kakao-Anteil. Sie hat weniger Zucker, aber dafür mehr Magnesium.

Tipps für mehr Wohlbefinden bei der Menstruation

Um das körperliche und seelische Wohlbefinden auch während der Menstruation positiv zu beeinflussen, helfen auch diese Tipps:

  • Bewusst durch den Alltag gehen und durchatmen
    Achtsamkeit fängt im Alltag an. Versuche jeden Tag ganz bewusst durch den Tag zu gehen und die Dinge bewusst wahrzunehmen. Der Vogel der zwitschert, der Wind, der um die Ohren saust oder der Lieblingssong, den du gerade hörst. Setze dich täglich einmal fünf Minuten bewusst hin, atme tief ein und aus und nimm deine Umgebung bewusst wahr. Nur wer Achtsamkeit übt, kann langfristig auch sich und seinen Körper bewusster wahrnehmen und ist resilienter gegenüber Veränderungen.
  • Meditation
    Einen Schritt weiter geht es in Sachen Achtsamkeit mit Meditation. Nimm dir 20 Minuten Zeit und lege dich auf den Rücken auf eine weiche Matte. Atme tief ein und aus und spüre tief in deinen Körper. Für geführte Meditationen gibt es mittlerweile tolle Apps, die dir helfen, dich bewusster wahrzunehmen.
  • Seed-Cycling
    Seed-Cycling ist ein neuer Ernährungstrend, bei dem Frauen sich je nach Zyklusphase mit bestimmten Samen ernähren und so hormonell bedingte Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe oder Verdauungsprobleme reduzieren. Samen, die den weiblichen Hormonspiegel positiv beeinflussen können, sind Kürbiskerne, Leinsamen, Sesam oder Sonnenblumenkerne. Wer regelmäßig all diese Samen isst, bringt seinen Zyklus besser in Einklang und beeinflusst Hormone wie Östrogen und Progestoron positiv.
  • Dankbarkeits-Tagebuch
    Wenn die Welt gerade doof erscheint hilft es, sich bewusst zu machen, wofür man trotzdem dankbar ist. Setz dich also jeden Tag hin und schreibe drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Das hilft, sich bewusst zu machen, dass alles nur halb so schlimm ist, wie man denkt.
  • Pause machen
    Und wenn nichts geht: Gönn dir bei starken Menstruationsbeschwerden eine Pause und melde dich auch bei deinem Job krank. Wer unter Unterleibsschmerzen leidet oder kaum aufstehen kann, sollte sich nicht schämen. Eine Periode verlangt viel vom eigenen Körper und Geist ab. Wusstest du, dass ERGO gemeinsam mit DKV auch besondere Gesundheitsprogramme anbietet? Sie können helfen, die Periodenschmerzen langfristig zu lindern.

Auf Wiedersehen, Menstruations-Mythen

Auch wenn immer mehr Frauen achtsam mit ihrem Zyklus umgehen, gibt es immer noch jede Menge Menstruations-Mythen, die sich eisern halten. Wir räumen mit drei Mythen auf:

  • Frauen sind während der Menstruation nicht ernst zu nehmen.
    Nein! Manche Frauen leiden während der Menstruation unter Schmerzen, haben mit PMS zu kämpfen und sind schneller gereizt. Kein Wunder: Körper und Geist werden einiges abverlangt durch das Hormon-Chaos im Körper. Aber: Frauen sind immer ernst zu nehmen. Egal, ob Job oder Privat: Wer Frauen nicht ernst nimmt, ist selbst Teil des Problems.
  • Frauen müssen sich während der Menstruation ausruhen!
    Ja und Nein. Ja, Frauen sollten sich während der Menstruation Ruhe gönnen und langsamer machen. Eine Periode raubt Kraft. Aber: Das ist sehr individuell. Während manche Frauen mehr Ruhe brauchen, lieben es andere, Höchstleistungen wie einen Marathon zu laufen zu leisten. So unterschiedlich Frauen sind, so unterschiedlich sind auch die Bedürfnisse während der Menstruation.
  • Die Menstruation ist irgendwie eklig
    Nein! Eine Menstruation ist das natürlichste der Welt und niemand sollte sich dafür schämen. Die Periode einer Frau ist etwas ganz besonders, über die wir alle – Männer wie Frauen – offen sprechen sollten.

Ich bin überzeugt, wer achtsam mit sich und seinem Körper und Geist während der Menstruation umgeht, kommt besser durch die schwierigen Tage einmal im Monat. Ich hoffe, unsere Tipps zum Thema Menstruation haben dir geholfen. Du hast noch mehr Tipps? Dann schreib sie gerne in die Kommentare!

#ERGOgesundundfit

[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1266895/umfrage/frauen-zu-groessten-wuenschen-in-bezug-auf-den-umgang-mit-dem-thema-menstruation/

 


3Kommentare

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Kommentare

  • Anja Antworten

    Liebes Team, erst wollte ich euren Beitrag mutig nennen, aber schon der Einstieg in Euren Text macht meine eigene falsche Sichtweise deutlich. Denn, wie ihr schreibt, 50 % der Weltbevölkerung ist betroffen. Ich bin relativ sicher – wäre es die „andere Hälfte“, das Thema wäre niemals zum Tabu geworden. Es wäre allgegenwärtig und längst gäbe es nachhaltige Abhilfe für viele der Probleme, Schmerzen und Vorurteile. Es gibt noch viel zu tun – insofern mein Kompliment für euren gemeinsamen Beitrag dazu. 🙂

  • Alisa Philbert Antworten

    Liebe Anja,

    vielen Dank für das Kompliment, das freut uns sehr 🙂

    Viele Grüße aus dem Team
    Consumer Online Communications

  • Maximilian Behrens Antworten

    Meine Freundin hat starke Schwierigkeiten mit ihrer Menstruation. Dabei war es nötig hier zu lesen, dass Wärme dabei helfen kann, die Schmerzen zu lindern. Am besten werden wir Rücksprache mit einem Allgemeinmediziner halten.

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