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Nachhaltigkeit und Smartphone: ein Widerspruch?

Michelle Gampe

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Auch in meinem Leben spielt es eine große Rolle: Ich kaufe regionale Lebensmittel, vermeide Plastik, trenne meinen Müll usw. Doch als mein Smartphone den Geist aufgegeben hat, stand ich erst mal auf dem Schlauch: Was tun? Klar, ein neues muss her – aber das alte kann ich ja nicht einfach in den Restmüll schmeißen. Deshalb habe ich mich schlau gemacht.

Wusstest du, dass sich ca. 80% eines Handys wiederverwenden lassen?

Mein Smartphone ist für mich unverzichtbar geworden. Hätte ich damals nicht gedacht, ist aber so. Geht’s dir nicht auch so?

Was für mich auch unverzichtbar ist: ein nachhaltiger Alltag.

Die Folgen des Klimawandels sind für uns alle spürbar. Wir sind – auch dank immer verfügbarem Internet – immer bestens informiert und sensibilisiert für Umweltthemen. Da kann ich nicht anders, als in meinem persönlichen Rahmen alles für eine bessere, nachhaltigere Zukunft zu tun.

Doch wie passt das zu meiner täglichen Smartphone-Nutzung?

Was viele nicht wissen: Laut verschiedener Institute trägt die Nutzung digitaler Technik nicht unerheblichen zu einem negativen CO2-Fußabdruck bei und ist für rund vier Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Daneben benötigt man für die Herstellung von Smartphones wertvolle Rohstoffe. Diese müssen unter teils menschenunwürdigen Bedingungen aus der Erde geholt werden. Hinzu kommen CO2-Emissionen, die Produktion und Transport verursachen. Nicht gerade nachhaltig!

Nun, wie gesagt, hat für mein altes Handy das letzte Stündlein geschlagen. Ich musste überlegen, wie ich damit umgehe. Darum habe ich mich informiert und interessante Dinge herausgefunden. Meine Erkenntnisse interessieren dich? Dann lies jetzt weiter!

Smartphone

Bye bye, Smartphone! Das ausgediente Handy nachhaltig entsorgen.

Es kann viele Gründe geben, warum dein Smartphone ausgedient hat. Es gibt keine Updates mehr, eine Reparatur lohnt sich nicht oder du hast ein neues Gerät geschenkt bekommen … Alles Mögliche kann dahinter stecken. Doch eines ist dabei sicher: Ein ausrangiertes Handy ist zu schade, um es in der Schublade liegen zu lassen. In ihm stecken nämlich ca. 60 unterschiedliche Rohstoffe, hauptsächlich Metalle. Diese können wiederverwendet werden – wenn du dein Handy recyceln lässt.

Die beste Art, alte Geräte zu entsorgen, findest du, wenn du dich fragst:

  • Wie alt ist das Smartphone?
  • Funktioniert es noch?

Wenn dein Handy kaputt ist, kannst du überlegen, ob sich eine Reparatur lohnt. Denn – wie oben beschrieben – eine möglichst lange Nutzung deines Smartphones ist die nachhaltigste Variante.

Wenn dein Handy noch nicht sonderlich alt ist, kannst du es beim Kauf eines neuen Geräts eintauschen oder an Händler verkaufen, die Smartphones aufarbeiten und weiterverkaufen.

Wenn dein Handy wirklich zu alt ist und sich eine Reparatur oder Aufarbeitung nicht mehr lohnt, dann ist es an der Zeit, „Auf Wiedersehen!” zu sagen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Die Problemstoffsammelstelle deiner Kommune. Denn dein Smartphone gehört aufgrund der enthaltenen Wertstoffe auf keinen Fall in den Hausmüll und muss fachgerecht entsorgt werden.
  • Eine gemeinnützige Sammelstelle. Es gibt zahlreiche Aktionen und Sammelstellen, die aussortierte Handys einsammeln, per Recycling zu Geld machen und dieses dann an wohltätige Zwecke spenden.

Darum lohnt es sich, dein Smartphone zu recyceln:

  • Elektroschrott wird minimiert
  • Wertvolle Rohstoffe werden wiederverwendet
  • Probleme beim Abbau von Edelmetallen werden verringert
  • CO2-Emissionen werden gesenkt
  • Schadstoffbelastung wird verbessert

Wichtig: Egal, für welchen Weg der Handy-Entsorgung du dich entscheidest, du solltest vorher deinen Speicher leeren, die Daten sichern und Speicher- und SIM-Karten entfernen.

Upcycling oder Recycling? Neues Leben für alte Smartphones.

Möglichkeiten, wie du dein altes Smartphone los wirst, gibt es viele. Und das ist auch gut so, denn es wäre wirklich zu schade und gar nicht nachhaltig, es einfach in der Schublade liegen zu lassen.

Vielleicht fragst du dich, ob es auch noch andere Optionen gibt, Stichwort: Upcycling. Und da kann ich dir guten Gewissens sagen: Ja! Du kannst deinem alten Handy durchaus neues Leben einhauchen und es in diversen Funktionen weiterverwenden.

Die besten Upcycling-Möglichkeiten für dein altes Smartphone:

  • Alarmanlage: Alles, was du brauchst, ist eine passende App. Diese installierst du auf deinem alten Smartphone. Dann legst du das Gerät an einen sicheren Ort in deiner Wohnung. Sobald die App ein lautes Geräusch oder eine Bewegung registriert, verständigt sie dich per Mail, SMS oder Anruf. Such einfach mal nach „Alarmanlage” in deinem App Store.
  • Überwachungskamera: Dafür legst du dein altes Handy am besten an einen Ort mit Stromanschluss. Ansonsten kannst du auch einen externen Akku nutzen.
  • Babyphone: Wenn du ein altes Smartphone hast, musst du kein extra Babyphone-Gerät anschaffen. Auch hierfür gibt’s viele Apps – einfach mal im App Store deines Vertrauens nachschauen. Dein Upcycling-Babyphone gibt dir Bescheid, sobald eine bestimmte Lautstärke erreicht wird.
  • Mobiler Hotspot: Damit du dein altes Handy als Hotspot nutzen kannst, benötigst du lediglich eine Sim-Karte mit Datenvertrag.

Neues Smartphone kaufen: nachhaltig und günstig

Die Hersteller von Smartphones locken uns mit immer neuen Innovationen, neu entwickelten Geräten. Mindestens einmal im Jahr bin ich versucht, mir das neueste Gerät anzuschaffen. Nicht immer ist das notwendig. Nur jetzt, als mein altes Handy über den Jordan gegangen ist, musste eine Lösung her. Das Einfachste wäre gewesen, ein neues Handy beim Hersteller meines Vertrauens zu kaufen.

Smartphone

Doch wäre das wirklich nachhaltig? Eine Freundin hat mir schon vor längerem erzählt, sie habe sich ein sogenanntes „refurbished” oder „refurbed” Gerät gekauft. Also ein Smartphone, das professionell aufgearbeitet ist. Mit Garantie und allem drum und dran. Und das Beste: zu einem viel günstigeren Preis als wenn sie sich das gleiche Modell neu gekauft hätte. Und was soll ich sagen – sie benutzt es immer noch und ist total happy.

Genau das habe ich jetzt dann auch gemacht: ein refurbed Smartphone zum günstigen Preis bestellt. Coole Shops für neue alte Handys sind https://www.refurbed.de/ oder https://www.afbshop.de/.

Wie hält mein Handy-Akku möglichst lange?

Auch das ist Nachhaltigkeit: Vorbeugend dafür sorgen, dass Geräte eine möglichst lange Lebensdauer haben. So vermeidest du ebenfalls Müll und Ressourcenverschwendung.

Das leidige Thema Handy-Akku – ein echter Dauerbrenner, wenn es um Komfort bei der Handynutzung geht. Ich persönlich gehörte bis vor kurzem zu den Menschen, die jede in der Nähe befindliche Steckdose zum Aufladen nutzten – auch bei halb vollem Akku. Man kann ja nie wissen! Das war meine Devise.

Doch dann habe ich gelesen, dass damit eigentlich nur das Gegenteil von dem erreicht wird, was man vermeiden möchte: Nämlich, dass der Smartphone-Akku dadurch leidet und weniger lange hält. Der optimale Handy-Akkustand liegt zwischen 20 und 80 Prozent. Denn Lithium-Ionen-Akkus leiden darunter, wenn der Ladestand zu niedrig oder zu hoch ist. Auch eine dauerhafte Stromzufuhr kann die Leistung des Akkus negativ beeinträchtigen.

Hier sind 4 Tipps, mit denen du die Langlebigkeit deines Smartphone-Akkus fördern kannst:

  • Hitze vermeiden
  • Neueste verfügbare Software installieren
  • Handy nicht über Nacht am Ladekabel lassen
  • Nicht aufladen und gleichzeitig nutzen

Digitale Medien nutzen und die Umwelt schützen

Jeder Einzelne von uns kann durch die bewusste Nutzung von Digitalen Medien und dem Internet über das Smartphone einen wertvollen Beitrag zur Umwelt leisten. Schon einfache Maßnahmen können dabei helfen:

Streaming: Beim Videostreaming über die gängigen Anbieter werden viele Datenmengen teilweise für nur eine Einzige Person im Netzt transportiert. Diese großen Datenmengen brauchen viel Energie, damit sie bei dir ankommen. Ganz zu schweigen vom hohen Strombedarf, der notwendig ist. Um Umweltbewusster zu handeln, kannst du zumindest auf die Menge der Videos, Filme und Serien achten, die du konsumierst.

Social Media: Die gängigen Plattformen wie Facebook, Instagram und Co. leben davon, dass Bilder und Videos gepostet werden. Die meisten erscheinen in bester Qualität, obwohl sie auf den Endgeräten der anderen User nur klein angezeigt werden. Ein Bild in sehr hoher Auflösung ist deshalb nicht zwangsläufig notwendig. Auch die Menge, ist ein wichtiger Aspekt. Denn jedes einzelne Bild bzw. Video, das auf den Plattformen gepostet wird, verursacht CO2-Emiossionen. Vielleicht probierst du es gleich bei deinem nächsten Beitrag mal aus? Poste lieber 3 aussagekräftige Bilder mit geringer Auflösung statt 5 Bilder in bester Qualität.

Smartphone

Bildschirme: Gerade während der aktuellen Zeit, in der Homeoffice keine Seltenheit mehr ist, sind in vielen Haushalten Bildschirme und Monitore eingezogen. Teilweise zwei oder sogar drei. Diese sind notwendig, um ordentlich arbeiten können, keine Frage! Vielleicht muss es aber nicht zwangsläufig der größte sein, den es gibt? Denn je größer der Bildschirm, desto mehr Energie verbraucht er auch.

Daten löschen: Die wahrscheinlich einfachste Möglichkeit, bei der Nutzung deines Smartphones etwas Gutes für die Umwelt zu tun, ist das Löschen von nicht mehr benötigten Daten. Keiner brauch sie und wenn sie mal weg sind, fühlt man sich zudem auch gleich viel besser. Datenspeicherung etwa auf deinem Smartphone, verbraucht Energie und erzeugt deshalb CO2-Emissionen. ERGO geht mit einem guten Beispiel voran: Kolleginnen und Kollegen aus elf ERGO-Gesellschaften haben im vergangenen Jahr gemeinsam 18.094 Gigabyte Daten gelöscht und dadurch 3,4 Tonnen CO2 eingespart. Vielleicht magst du auch direkt loslegen?

Nachhaltigkeit bei ERGO

Mit der im Dezember 2020 beschlossenen „Ambition 2025“ hat sich ERGO neue, anspruchsvolle Ziele gesetzt. Das Unternehmen verpflichtet sich, die CO²-Emissionen aus dem Geschäftsbetrieb, der Kapitalanlage und den Produkten bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren. Das bedeutet, dass die CO²-Emissionen weiter gesenkt und auf Ausgleichsmaßnahmen gesetzt werden, die die von ERGO verursachten Emissionen der Atmosphäre wieder entziehen.

Jährlich berichtet ERGO mit dem Nachhaltigkeitsbericht darüber, welche Fortschritte und Maßnahmen in den verschiedenen Handlungsfeldern gemacht wurden. Schau doch gleich mal rein!

Fazit: Ein nachhaltiger Lebensstil mit Smartphone kann funktionieren.

Smartphones sind überall, fast alle Erwachsenen in Deutschland haben eines oder sogar mehrere. Die smarten Geräte übernehmen viele wichtige Funktionen und ganz ehrlich: Ich könnte auf meins nicht mehr verzichten. Termine, E-Mails, Bahntickets – das ist nur ein Bruchteil meiner meistgenutzten Smartphone-Funktionen. Doch wir wissen auch, dass die Herstellung von Smartphones mit erheblichen Belastungen für Umwelt und Menschen einhergeht. Darum ist es sehr sinnvoll, sich mit einer möglichst nachhaltigen Nutzung auseinandersetzen. Daher danke, dass du bis hierher gelesen hast! Ich hoffe, meine Tipps waren für dich hilfreich. Vielleicht hast du weitere? Dann schreib sie gern in die Kommentare.

#ERGOlebeachtsam: Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es sehr ratsam, Smartphones, Tablets und Co. so lange wie möglich zu nutzen und nicht ständig ein neues Gerät anzuschaffen. Damit du lange Freude an deinem Handy hast, lohnt sich die Garantieversicherung von ERGO.


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