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Nachhaltigkeit: was bedeutet das für dich?

Alisa Philbert

Nachhaltigkeit ist mittlerweile ein Begriff, der in unserer heutigen Gesellschaft omnipräsent ist und uns jeden Tag aufs Neue begleitet. Man verbindet mit Nachhaltigkeit, dass etwas dauerhaft ist, langlebig und umweltverträglich. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit für den Einzelnen? Wir haben mal nachgefragt:

Digital und nachhaltig

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Thema das mich im privaten Umfeld begleitet. Hier achte ich z. B. darauf, viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad zu fahren anstatt mit dem Auto. Auch im Geschäftlichen beschäftigt mich dieses Thema. Daher habe ich zusammen mit meinen Kollegen eine App entwickelt. Die ERGO App bietet viele Möglichkeiten, Services papierlos zu erledigen und damit auch das Volumen des Brieftransports zu reduzieren. Ich kann z. B. ein digitales Postfach nutzen, oder Schäden direkt in der App melden. Damit wird vieles einfacher und vor allem auch nachhaltiger.

Die ERGO App steht jetzt zum Downloaden bereit: iOS Apple & Android

 

Die Krux zwischen Leben und nachhaltig sein

Gerade dieses Jahr habe ich vieles neu bzw. mehr wertschätzen gelernt. Im Frühjahr konnte man richtig spüren, wie toll es ist, wenn die Luft klar ist. Nachhaltig und (umwelt-)bewusst zu leben war mir vorher auch schon sehr wichtig, allerdings hat man in diesem Jahr mehr Antrieb dazu erhalten. Ich muss aber zugeben, leicht fällt es mir nicht. Wir achten beim Kauf von Lebensmitteln auf Qualität, Regionalität und Saisonalität. An dieser Stelle wird man aber auch kaum eingeschränkt, denn im Normalfall ist dies dann auch viel leckerer :-).

Wo ich mich richtig schwertue, ist das Thema Reisen.

Es ist klar, dass jeder Flug, jede Fahrt mit dem Auto die Umwelt belastet. Und hier wird es schwer: Es gibt so viel Tolles auf der Welt zu entdecken, schöne Ecken mit interessanten Menschen, da ist das Umweltbewusstsein stark strapaziert. Ganz darauf zu verzichten, fällt uns sehr schwer. Umso wichtiger ist es, dass man bewusst unterwegs ist. Die Reise doppelt genießt und dabei versucht, so umweltschonend, wie es möglich ist unterwegs zu sein.

Plastik ade

Das Thema Nachhaltigkeit ist in unserem Familienleben schon länger ein Thema und fest verankert und zwar in Form von Plastikreduzierung. Hier versuchen wir so wenig Müll wie möglich zu verursachen – letztlich können wir alle unseren kleinen Beitrag leisten, indem wir einfach weniger Plastikverpacktes kaufen.

Meine große Hoffnung ist, dass weniger Plastik produziert wird, und damit irgendwann der Wirtschafts-Kreislauf unterbrochen wird.

Angefangen bei Getränkeflaschen, inklusive Milchflaschen über Joghurt, Käse und alles, was so im Kühlschrank aufbewahrt wird bis zu Reinigungsmittel und Aufbewahrungen (wie Frischhalte- und Aluminiumfolien) – all das kaufen wir im Glas oder greifen zu umweltschonenden Alternativen. Leider gelingt uns das aber noch nicht gänzlich.

Es ist ja erstaunlich, wie viel Plastik und Erdöl in Kosmetik enthalten ist. Hier gilt bei uns: back to the root – wie früher, verwenden wir wieder die gute alte Seife für Körper und Haare. Wenn wir leider doch Plastikverpackungen kaufen (müssen), dann versuchen wir diese noch einmal zu verwenden, zum Beispiel als Müllbeutel. Zum Schluss noch eine wunderbare Inspirationsquelle als Tipp zum Thema Nachhaltigkeit: utopia.de

All time natural

Ich habe immer sehr bewusst gelebt und mich in den letzten Jahren noch sehr viel stärker mit dem Thema befasst. Ich versuche, in so vielen Bereichen wie möglich zumindest schrittweise mehr zu erreichen. Nach und nach habe ich angefangen alle Bereiche durchzugehen und an jeder möglichen Stelle anzusetzen:

Nahrung: Wir sagen gerne, dass wir zu 80% vegetarisch sind. Es wird kein Fleisch gekauft, aber, wenn wir ausgehen oder bei der Familie zu Besuch sind, sind wir nicht ganz so streng.

Drogerie-Produkte: Ich verzichte auf die meisten Reiniger, bei denen Essig genauso hilft. Waschmittel mache ich schon seit Jahren selbst – schon allein, um mir das Schleppen zu sparen.

Strom: Eigentlich muss man sich ja nur einmal aufraffen, zu einem nachhaltigen Anbieter zu wechseln. Häufig ist es sogar günstiger.

Konsum: Muss es wirklich immer neu sein? Kann man nicht auch ein gebrauchtes Fahrrad fahren, Second-Hand-Kleidung tragen oder beim Laptop mal nach einer Alternative suchen? Viele Menschen wissen gar nicht, wie viele Zweite-Hand-Läden es in ihrer Gegend gibt.

Papierkrieg: Wann immer es möglich ist, versuche ich bürokratische Post über Kundenportale oder E-Mail zu empfangen. Das macht auch die Archivierung leichter.

Entsorgung: Regelmäßiges Ausmisten ist nicht nur in Sachen Nachhaltigkeit eine gute Idee. Vor allem alte Handys bei Sammelstellen abgeben, schafft Platz in Fächern und hilft. Aber auch im alltäglichen Bereich war es eine Sache von ein paar Minuten, sich mal wieder auf den aktuellen Stand zu bringen, was jetzt eigentlich in welche Mülltrennung gehört.

Anna Hirsch

Mehr Contra als Pro? Die Öffis

Ich bin bekennender Zugfahrer und dass bereits seit 37 Jahre. Seit ich in unserem Unternehmen bin, ist für mich das Zugfahren die erste Wahl. Einzige Ausnahme waren einmal 5 Jahre, bei der ich als Industrieberater mit Dienstwagen den Arbeitsweg auf den Straßen und nicht auf den Schienen verbrachte. Meine Pros für die öffentlichen Verkehrsmittel:

  1. Natürlich wesentlich besser für die Umwelt als Autofahren.
  2. Die Kosten sind geringer, als wenn man jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fährt. Die Preise für Monats- oder Jahresfahrkarten sind zwar die letzten Jahre gestiegen, aber immer noch günstiger als tägliche Autofahrten zum Arbeitsplatz.
  3. Ich bin jeden Tag einfach 1 ¼ Stunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Erst Zug, dann U-Bahn und dann Bus. Damit diese Zeit nicht verloren ist, nutze ich diese zum Lesen der Zeitung oder eines guten Krimis. Wenn ich zum Lesen keine Lust habe, höre ich gerne Musik über meinen iPod. Außerdem kann ich im Zug hervorragend schlafen. Auf jeden Fall entspannender als die Hektik beim Autofahren im Berufsverkehr. Das kann ich unterschreiben!

Für mich gibt es aber nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile die gerade in der aktuellen Lage gegen die öffentlichen Verkehrsmittel sprechen.

  1. In der Corona-Zeit soll man Abstand halten. Ist oft in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich. Das nervt in der momentan schwierigen Zeit ungemein. Ständig muss man im Zug oder der U-Bahn nach einem Platz suchen, wo man zumindest ein bisschen Abstand einhalten kann. Wenn dann noch jemand hustet oder sich die Nase putzt, geht gleich im Kopf-Kino die Corona-Angst los. Es ist momentan nicht leicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Ansteckungsgefahr ist dort auf jeden Fall höher als im Auto (sofern man im Auto alleine fährt).
  2. Es kommt ab und zu vor, dass Züge ausfallen oder Verspätung haben. Da kann sich dann die Arbeitswegezeit auch mal um eine Stunde verlängern. Sowas nervt dann schon gewaltig. Aber gut, beim Autofahren kann man auch mal im Stau stehen.

Wenn die Corona-Pandemie nicht wäre, würde für mich das Pro für öffentliche Verkehrsmittel überwiegen. Aber durch das Corona-Ansteckungsrisiko bin ich zwischen Pro- und Contra hin- und hergerissen. Ich hoffe, dass der Kelch einer Covid-Erkrankung an mir vorüberzieht.

4 Hufe für mehr Nachhaltigkeit

Pferde spielen seit ich denken kann eine große Rolle in meinem Leben. 2019 habe ich mir meinen Kindheitstraum vom eigenen Pferd erfüllt. Mit dieser Entscheidung ging auch einiges an Anschaffungen einher, angefangen von Sattel und Trense über Putzzeug und diverse Decken. Im Zuge dessen, habe ich mich mit Nachhaltigkeit im Reitsport auseinandergesetzt. Wir Pferdebesitzer sind zwar sehr naturverbunden und bezeichnen uns oft als nachhaltig, wenn man allerdings genauer hinsieht, hat das nichts mit Nachhaltigkeit zu tun.

„Die Haltung eines Pferdes über ein Jahr ist vergleichbar mit einer 21.500 km langen Autofahrt.“

Viele von uns kaufen unendlich viele Schabraken, Gamaschen und Reiteroutfits, natürlich aus der neusten Kollektion und farblich perfekt abgestimmt. Vielleicht tun wir das, weil es uns von sämtlichen Influencern so vorgelebt wird? Oder weil wir einfach im Stall auffallen wollen. Dabei vergessen wir oft, dass es unseren Pferden völlig egal ist, was sie tragen. Daher habe ich mir das Ziel gesetzt, nur das Nötigste anzuschaffen und auch auf nachhaltig produzierte Produkte zu achten, um somit den Konsum zu reduzieren.

Ich hoffe, dass dieses Thema in den nächsten Jahren noch mehr Bedeutung im Reitsport bekommt. Denn das Paradoxe daran ist, es gibt kaum einen anderen Sport der Mensch und Natur so sehr vereint, wie der Reitsport.

Nachhaltigkeit sollte auch nachhaltig sein

Nachhaltigkeit ist für mich mittlerweile ein wichtiger Bestandteil im täglichen Leben. Natürlich versuche ich das auch an Freunde und Familie weiterzugeben. Mit Erfolg.

Meine Mutter zum Beispiel, verzichtet mehr und mehr auf Plastikflaschen für Duschgel und Shampoo und greift auf festes Shampoo zurück. Ich selbst bemerke an mir die Veränderung nach und nach. Das geht eben nicht von jetzt auf gleich und dann auch noch perfekt. Ich achte darauf keine Plastiktüten zu verwenden und im Supermarkt nach regionalen Produkten zu schauen. Mit dem festen Shampoo freunde ich mich gerade an.

Ich denke, hier muss jeder für sich die richtige Geschwindigkeit finden, sein Verhalten auch dauerhaft ändern zu können.

Würde ich mein Leben radikal umstellen und komplett nachhaltig leben, würde ich das nicht lange durchhalten. Allein die morgendliche Fahrt zur Arbeit würde sich ohne Auto schwierig gestalten. Ich denke, es geht darum, bewusst zu leben und zu konsumieren und sich dann Stück für Stück mit Alternativen für den aktuellen Lebensstil auseinanderzusetzen. Hauptsache, man tut etwas.

 

Nachhaltigkeit beginnt bei Wertschätzung

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist allgegenwärtig. Aber noch nie habe ich mich wirklich so bewusst damit beschäftigt, wie dieses Jahr. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und man nimmt seine Umwelt, Mitmenschen und seinen Alltag einfach für selbstverständlich. Das Jahr 2020 hat mir aber gezeigt: nichts ist selbstverständlich und nichts ist für immer! Deshalb müssen wir daran arbeiten, Themen oder Dinge, die einem wichtig sind, wertzuschätzen und zu schützen.

Ich verhalte mich grundsätzlich schon in vielen Aspekten nachhaltig: ich bin immer (zumindest zu 80%) mit einem Jute-Beutel von Oma in meiner Handtasche ausgestattet – so brauch ich keine Plastiktüten, ich nutze digitale Postfächer von Anbietern, sodass ich Briefe/Papier einspare, ich laufe gerne und lasse das Auto stehen, etc.

Aber eine Sache ist mir dieses Jahr besonders bewusst geworden: ich liebe es, durch Gegenden mit einem gewissen Flair zu bummeln. Und zu diesem gewissen Flair gehören für mich: kleine, süße Cafés mit regionalen Produkten. Kleine „Tante Emma-Läden“, in denen man handgefertigte Kunst und Geschenke findet. Oder der Bauer, der auf dem Marktplatz lauthals sein frisches Gemüse anpreist. Da geht mir das Herz auf. Im März wurde mir das richtig bewusst, als diese „Kleinigkeiten“ mir sehr gefehlt haben. Deshalb habe ich mir vorgenommen, diese lokalen, selbständigen Betriebe noch viel mehr zu unterstützen. So behalten Orte, Städte und Gegenden ihren Flair und die Umwelt wird geschont.

Geschenke verpackt in Nachrichten aus aller Welt

Als Kind habe ich buntes Geschenkpapier geliebt, diese prächtigen Farben und diese Spannung, was sich wohl dahinter verbirgt. Aber später als Teenager wurde mir immer deutlicher, wieviel Arbeit hinter diesen aufwändigen Verpackungen aus glänzendem Spezialpapier und metallisch-funkelnden Bänder steckt. Und wofür? Die Verpackung wurde kurz bewundert und in noch kürzerer Zeit ziemlich rigoros vom Geschenk heruntergerissen. Meine Oma und meine Mutter gehörten zu den wenigen, die noch mit Sorgfalt auspackten und das Geschenkpapier wiederverwendeten. Nicht sehr zur Freude der Leute, die so in den Genuss einer Zweitverpackung kamen.

Deshalb bin ich schon damals dazu übergangen, meine Geschenke in Zeitungspapier zu verpacken. Egal ob zu Weihnachten, Geburtstagen oder anderen Gelegenheiten. Ich habe immer in Zeitungen Artikel gefunden, die wunderbar zu den Beschenkten und dem Ereignis passten. Dazu noch ein Band aus Bast oder ein bunter Aufdruck mit einem Stempel, und schon ist ein sehr individuelles Geschenk fertig.

Zu ganz besonderen Gelegenheiten nehme ich gerne auch ein Seidentuch. Dieser Brauch kommt aus Japan und gibt einem Geschenk noch eine ganz besonders kostbare Note. Und das Tuch kann man als Schal oder Einstecktuch verwenden – oder wieder zum Verpacken nehmen.

Wie stehst du zum Thema Nachhaltigkeit? Teile deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!

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