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So schützt du dich gegen Fahrraddiebstahl

Stefan Krieger

Schnipp, schnapp, Schloss ab: Viele von uns haben es schon erlebt. Man kommt zum Fahrradstellplatz und der geliebte Drahtesel steht nicht mehr an Ort und Stelle. Vielleicht lag dort noch ein einsamer Reifen oder die Überreste des Schlosses, aber das Fahrrad war weg. Wir haben Tipps und Tricks, wie du dich gegen Fahrraddiebstahl schützen kannst.

Nachdem sich die erste Wut über den gemeinen Diebstahl gelegt hat, kommen dann schnell die Fragen auf, was man hätte besser machen können: Ein stabileres Schloss, ein sicherer Stellplatz oder vielleicht eine auch eine Versicherung?

Wir haben die besten Tipps für euch, wie ihr euer Fahrrad am besten sichert und was ihr im Falle eines Diebstahls tun könnt!

Sicher ist sicher

Viele schließen ihr Fahrrad nur am Hinterrad fest oder lassen es gar unabgeschlossen stehen. „Meinem Fahrrad wird schon nichts passieren – hier stehen ja noch viele schönere und bessere Fahrräder rum“ – hat sich wahrscheinlich jeder schon mal gedacht, während man das Fahrrad abgestellt hat. Oft rächt sich leider diese Unvorsichtigkeit, da Fahrraddiebe meist unter Zeitdruck stehen und dann vielleicht auch lieber das ältere und rostigere Modell nehmen, wenn es sich denn schneller und einfacher entfernen lässt.

Zwar gehen die Fahrrad-Diebstähle in den letzten Jahren stetig zurück, aber dennoch wurden in 2019 277.874 Fahrräder aktenkundig als gestohlen gemeldet. Das sind 5 % weniger als noch im Vorjahr.

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Das richtige Fahrradschloss

Ein richtiges und gutes Schloss gehört also zur Pflichtausstattung für jeden Fahrradbesitzer. Aber was zeichnet denn ein gutes Schloss aus? Auf dem Markt gibt es unzählige Arten an verschiedenen Schlössern: Kabelschlösser, Kettenschlösser, Bügelschlösser, Faltschlösser, Panzerkabelschlösser … Zuerst einmal gilt bei Schlössern: Viel Gewicht ist im Gegenteil zu anderen Fahrradteilen meist ein gutes Zeichen! Besonders massive Bügel-, Falt- und Kettenschlösser sollen am meisten Schutz bieten. Kabelschlösser und auch Panzerkabelschlösser werden oft als Zusatzschlösser empfohlen.

Aber nicht nur das richtige Schloss, sondern auch die Art, wie man das Fahrrad abschließt, spielt eine Rolle! Wenn man das Fahrrad z.B. nur mit einem Schloss an sich selbst sichert, kann zwar keiner damit wegfahren, aber wegtragen und in einen Transporter laden lässt es sich dennoch sehr einfach. Daher gilt, dass man das Fahrrad, wenn möglich, immer an einem anderen befestigten Gegenstand abschließen sollte, z.B. Laternenmasten, Gitter oder natürlich einem Fahrradständer.

Auch sollte man darauf achten, dass man das Schloss möglichst weit oben am Rahmen und auch noch an einem der Räder befestigen sollte. So können Diebe ihr Werkzeug nicht am Boden abstützen, um eine höhere Hebelwirkung zu erzielen.

Also: Bequemlichkeit hin oder her! Auch beim kurzen Bäckerbesuch sollte man darauf achten, dass man das Fahrrad immer nach bestem Wissen und Gewissen abschließt … wenn es einem lieb ist.

Der richtige Fahrrad-Stellplatz

Neben dem Schloss ist natürlich auch der richtige Stellplatz für den Schutz deines Drahtesels ausschlaggebend. Ein Fahrrad, welches auf der Straße vor deinem Haus angeschlossen ist, ist natürlich mehr gefährdet, als das Fahrrad in der Garage oder im Fahrradkeller. Bei vielen Mietshäusern, besonders in der Stadt, wird einem mittlerweile schon ein Fahrradstellplatz geboten. Meist aber nur als ein für alle zugänglicher Platz im Hinterhof. Auf Nummer sicher gehst du natürlich, wenn du dein Fahrrad mit ins Haus oder in die Wohnung nimmst. Aber auch Unterstände, wie Garagen oder eigens gebaute Fahrradunterstände, können deinem Fahrrad guten Schutz bieten.

Du solltest dir also immer einen Platz für dein Fahrrad suchen, welcher nicht für die Allgemeinheit zugänglich ist. Falls das nicht möglich ist, suche dir einen Gegenstand, der stabiler als dein Schloss ist, und einen belebten Platz.

Diebe können so nicht ungestört arbeiten, um das Fahrrad zu klauen.

Die richtige Versicherung

Ob man sein Fahrrad versichert oder nicht, hängt für viele natürlich an der Art des Fahrrads ab: Der rostige Drahtesel vom Flohmarkt für 30 EUR wird im Gegensatz zum neuen High-Tech-Mountainbike wahrscheinlich nicht versichert.

Aber welche Versicherungsmöglichkeiten gibt es eigentlich?

Was viele nicht wissen, ist, dass man das Fahrrad auch mit über die Hausratversicherung versichern kann. Dann benötigt man keine separate Versicherung und das Fahrrad ist weltweit gegen Diebstahl und zusätzlich gegen Beschädigung mit der Fahrradkasko versichert. Außerdem ist die Variante der Hausratversicherung meist günstiger als eine separate Fahrradversicherung. Ganz wichtig ist hier natürlich, dass das Fahrrad immer auf „verkehrsübliche“ Weise abgeschlossen ist, da es sonst sein kann, dass die Versicherung nicht leistet.

Nahaufnahme eines Menschen, der sein Fahrrad vor einem Fahrraddiebstahl schützt

Fahrrad weg – und jetzt?

Aber was ist zu tun, wenn es einen trotzdem mal erwischt hat und das Fahrrad weg ist? Bevor man den Schaden meldet, ist es natürlich ganz wichtig, dass man die Rahmendaten über das Fahrrad zur Hand hat (Modell, Rahmennummer, Hersteller, Farbe, Größe etc.). Im besten Fall hat man sogar einen Fahrrad-Pass, in dem alle ausschlaggebenden Informationen sowie Bilder des Fahrrads eingetragen sind. Diesen gibt´s mittlerweile auch schon ganz bequem als App. Wenn man also alle Daten zusammen hat, hier die wichtigsten Schritte, um eine Chance auf ein Wiedersehen mit dem geliebten Drahtesel zu wahren.

Die Schritte nach einem Fahrraddiebstahl

  1. Bei der Polizei melden

Vor allen anderen Maßnahmen sollte man den Diebstahl auf jeden Fall bei der ansässigen Polizeidienststelle melden. Bei einigen Polizeistationen geht das mittlerweile auch schon über ein Online-Formular. Wichtig dabei ist, dass hier die ungefähre Uhrzeit und der Ort des Diebstahls angegeben wird.

Sollte die Chance auf ein Wiedersehen auch noch so gering sein, müsst ihr den Diebstahl trotzdem anzeigen. Ihr benötigt die Anzeige zur Vorlage bei der Versicherung.

  1. Diebstahl der Versicherung melden

Nachdem man bei der Polizei war und sich vergewissert hat, dass das Fahrrad auch nicht im örtlichen Fundbüro abgegeben wurde, solltet ihr den Schaden bei der Versicherung melden. Folgende Informationen verlangt die Versicherung dabei häufig:

  • Kaufbeleg des Fahrrades, idealerweise mit Nennung der Serien- bzw. der Rahmennummer
  • Polizeiliches Aktenzeichen bzw. polizeiliche Anzeigenmeldung
  • Bescheinigung des örtlichen Fundbüros, dass das Fahrrad dort nicht abgegeben worden ist
  • Wo wurde das Fahrrad gestohlen?
  • Wann wurde das Fahrrad gestohlen?
  • Wie war das Fahrrad angeschlossen?
  • Konnten bei Entwendung aus einem geschlossenen Raum Einbruchspuren sichergestellt werden?
  1. Auf eigene Faust suchen

Auf verschiedenen Online-Plattformen kann man die Daten des gestohlenen Fahrrads eingeben und dort als gestohlen registrieren – so werden andere Leute auf den Diebstahl aufmerksam gemacht. Gestohlene Fahrräder werden oft über das Internet verkauft. So kommt es öfter vor, dass das Fahrrad erkannt und der Dieb überführt wird.

Wurde euch auch schon mal das Fahrrad geklaut? Oder habt ihr generell schon mal Erfahrungen mit Fahrraddiebstahl gemacht? Lasst es uns wissen.

2Kommentare

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Kommentare

  • Frank Antworten

    „Belege sammeln“, „Hausratversicherung erweitern“ und „Diebstahl melden“ sind doch kein optimaler Schutz vor Fahrraddiebstahl. Die 3 Punkte sind eher hilfreich, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

  • Konrad Welzel Antworten

    Wir wollen mit unserem Beitrag nicht nur auch aufzeigen, wie man sich vor dem Fahrraddiebstahl schützen kann, sondern auch vor dem finanziellen Schaden, falls das eigene Rad dann doch gestohlen wird. Deshalb sind das für uns durchaus interessante und hilfreiche Tipps zu diesem Thema.

    Viele Grüße
    Konrad aus dem Social Media-Team

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