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Schöner wohnen für Bienen

Andreas Morawietz

Als Hobbygärtner stößt man immer wieder auf neue Herausforderungen und lernt, dass sich die Natur meistens nicht an die Vorgaben von verschiedenen Tutorials hält. Wer bei der Gartengestaltung auch darauf achten möchte, dass sich Bienen, weitere Insekten und Vögel wohlfühlen sollen, sollte eher auf sein Bauchgefühl hören. Was daraus bei mir wurde, erfährst du hier.

Ist der Garten mal angelegt und grob gestaltet, geht’s um die Wahl der Pflanzen. Natürlich liest man immer wieder vom Bienensterben wegen unterschiedlicher Faktoren. Spätestens das Volksbegehren zur Rettung der Bienen in Bayern hat zum Nachdenken angeregt. Wir haben uns dann auch Gedanken gemacht, wie wir die kleinen Nutztierchen bestmöglich unterstützen können.

Insektenhotel: Fertig zum Einchecken 

Im Frühjahr werden überall Insektenhotels angeboten. Die Häuschen gibt es in vielen Ausführungen und Preisklassen. Viele dieser Holzhäuschen haben Etagen, die mit den unterschiedlichsten Materialien bestückt sind. Tannenzapfen, Sägespäne und Co. versprechen Unterschlupfmöglichkeiten für die verschiedenen Insekten. Da wir keine Ahnung hatten, setzten wir auf Abwechslung mit unterschiedlichen Materialien.

Unmittelbar nach dem Kauf haben wir unser Insekten-Bed-and-Breakfast am Gartenhäuschen installiert. Nachdem die erste Zeit niemand eingezogen ist, waren wir ein wenig enttäuscht. Kurze Zeit später habe ich den Grund erfahren, warum niemand einchecken mochte: das Insektenhotel ist wohl einfach unbrauchbar. Beispielsweise gibt es einen Hohlraum, vor dem eine Holzplatte mit einem langen senkrechten Schlitz ist. Vorgesehen ist dieser wohl für Schmetterlinge zum Überwintern. Allerdings gibt es nach meinen Recherchen lediglich zwei Schmetterlingsarten, die dies benötigen könnten, und diese sind auch noch ziemlich selten. Auch die Tannenzapfen und Holzspäne für Käferarten erfüllen wohl keinerlei Zweck.

Das einzig sinnvolle Material sind kleine Bambusröhrchen, in die Wildbienen einziehen können. Manche Angebote haben auch ein Stück Holz mit Bohrungen dabei. Grundsätzlich wäre das auch gut für die Wildbienen, jedoch werden sie dort nicht reingehen, denn an den ausgefransten Löchern würden sie sich ihre Flügel verletzen. In unserem Insekten-B&B für Schmetterlinge haben nun zumindest Wespen ihr Zuhause gefunden.

Kauft oder baut eure Insektenhotels rein aus Bambusröhrchen und ihr habt alles abgedeckt.

Nistkasten für Vögel 

Die zweite Anschaffung war ein Nistkasten für Vögel. Wir fanden die Form eines Wohnwagens stylisch. Hier gab es immer mal Wohn-Interessenten, aber so toll, dass auch ein Nest reingebaut wurde, fand es bislang noch kein Vogel. Vermutlich liegt es daran, dass wir im Grünen wohnen und es genügend natürliche Nistmöglichkeiten in Hecken, Sträuchern und Co. gibt.

Solltest du den Nistkasten selbst bauen wollen, haben wir hier eine Anleitung für dich.

Auch hier sind übrigens Hausbesetzer eingezogen. Hornissen haben daran Gefallen gefunden und sich ein Nest angelegt.

Vogeltränke

Diese Anschaffung lohnt sich definitiv. Die Vogeltränke macht nicht nur dekorativ was her, sie wird auch richtig genutzt. Vögel unterschiedlichster Art stillen ihren Durst oder nehmen auch gerne ein Vollbad.

Da wir eine Tränke mit flachem Rand gewählt haben, kommt sie auch bei Wespen, Bienen und Hummeln gut an. Auch Schmetterlinge landen ab und an, allerdings bin ich mir unsicher, ob das nicht Zufall ist.

Bunter Pflanzen-Dschungel

Nicht nur Insekten freuen sich über bunte Blüten, auch Garten- und Balkonbesitzer. Baumärkte und Gärtnereien haben sich schon auf die steigende Nachfrage nach bienenfreundlichen Pflanzen eingestellt. Nahezu bei allen Jungpflanzen steht irgendein Hinweis, dass Blüten spitze für Bienen seien. Ehrlich gesagt, wir denken, dass alles was irgendwie blüht Bienen, Hummeln und Schmetterlinge anzieht. Wer sich nicht einfach nur mit reinen Grünpflanzen eindeckt, sondern das gesamte Gartenjahr für ausreichend Blüten sorgt, braucht sich um den Besuch der kleinen Nützlinge nicht sorgen.

Ein bunter Garten ist das A und O, um auch viel Freude an Bienen und Co. zu haben. Wer auch noch ein wenig Gemüse ernten möchte, ist sogar auf den Besuch der fleißigen Arbeiter angewiesen.

Vielleicht sollte ich zukünftig weg vom Kauf der Nist- und Bruthilfen hin zum Selberbauen. Die Resonanz der Tierchen könnte dann besser sein. Bevor ich aber anfange zu sägen, zu schrauben und die Kästen weit oben aufzuhängen, überprüfe ich lieber nochmal meine Unfallversicherung. Denn wenn ich gerade auf einer Leiter rumhantiere, freue ich mich weniger, wenn mich eine Wespe besucht.

Falls du weißt, wie es zu dem mangelnden Nist-Interesse in unserem Vogelkasten kommt, wir freuen uns über Tipps in den Kommentaren. Auch eure Erfahrungen, wie ein Garten zum Paradies für Insekten und Vögel werden kann, interessieren uns sehr. 

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