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Sicher Skifahren! Mit unseren Tipps sorglos in die Berge

Susanne Büchele

Wusstest du, dass der Geschwindigkeitsrekord auf Skiern unglaubliche 255 km/h beträgt? Auch wenn du eher gemächlicher unterwegs bist und Skifahren grundsätzlich keine ausgemachte “Risikosportart” ist – manche Gefahren lauern dann doch auf den Pisten!

Aber keine Sorge, ich habe die besten Tipps, wie du sie sicher und schwungvoll umfährst.

Strahlender Sonnenschein, ein tiefblauer Himmel, das wunderschöne Alpen-Panorama – und Schnee so weit das Auge reicht. Ich liebe es einfach, im Winter Zeit in den Bergen zu verbringen! Ein Skiurlaub ist für mich die perfekte Mischung aus Entspannen, sportlicher Aktivität und Natur erleben. Das muss man sich mal vorstellen: Ich habe frei und stehe trotzdem schon morgens in aller Frühe auf – um möglichst viel Zeit auf den Pisten zu verbringen! Und abends geht’s dann nach Sauna und ausgiebigem Essen im Hotel völlig zerschlagen, aber total glücklich schon um neun ins Bett. Man schläft einfach kaum irgendwo besser als in den Bergen.

Natürlich ist Skifahren, wie fast jeder andere Sport auch, nicht ganz ungefährlich. Und zwar nicht nur für Anfänger, sondern auch für fortgeschrittene Fahrer: Die häufigste Unfallursache ist tatsächlich eine falsche Einschätzung des eigenen Könnens und der eigenen Kondition. Aber wenn du ein paar einfache Dinge beachtest und meine Tipps befolgst, kommst du Berge sicher hinunter, oder bist im Fall der Fälle gut abgesichert.

Vorbereitung ist das halbe Leben – auch beim Skifahren

Idealerweise solltest du mit der Vorbereitung schon lange vor deiner Reise fernab der Skigebiete anfangen, und zwar im Sommer bei dir zuhause. Das Skifahren fordert den Körper auf sehr ungewohnte Weise, so dass selbst sehr sportliche und fitte Menschen an der besonderen Belastung zu knapsen haben. Zum Glück gibt es mit Skigymnastik die perfekte Vorbereitung für deinen Körper! Sie trainiert die beanspruchten Muskelgruppen, fördert deine Beweglichkeit und hilft dabei, häufige Verletzungen, etwa des Knies, vorzubeugen. Dazu machen die Kurse auch noch tierisch Spaß – man bewegt sich eigentlich die ganze Zeit, fördert die Ausdauer und kann schon im Sommer von den Alpen träumen.

Sport vor dem Skifahren
Auch ohne Kurs kannst du viel machen – mein Tipp: Geh’ joggen, schwimmen oder mach’ Home-Workouts und andere Übungen. Hauptsache, du bist aktiv und trainierst die Oberschenkelmuskulatur, die Knöchel und die Gelenkigkeit. Wenn du grundsätzlich eher der Typ Sofa bist, auf einen Skiurlaub jedoch trotzdem nicht verzichten möchtest, lass dich zumindest mal vorher ärztlich durchchecken. Tatsächlich übernehmen die meisten Krankenkassen die Kosten einer sportmedizinischen Untersuchung.

Vor Ort kannst du dann darauf achten, dich ein bisschen warm zu machen, bevor du auf die Piste gehst. Und vergiss – auch bei zunächst schlechterem Wetter – die Sonnencreme nicht!

Gut bedeckt ist halb gewonnen: Helmpflicht und Co.

Es ist eigentlich kaum zu glauben – in den Skigebieten in Deutschland gibt es keine Helmpflicht, genauso wenig wie in Frankreich oder in der Schweiz. In Österreich gilt in den meisten Bundesländer eine Pflicht für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre. In den italienischen Alpen gilt die Pflicht seit Anfang des Jahres für alle unter 18 Jahren und wird kontrolliert – bei Verstößen drohen den Erziehungsberechtigten Geldstrafen und der Entzug des Skipasses. Die Helme müssen über eine CE-Zertifizierung verfügen.

Falls in deinem Skigebiet keine Pflicht besteht, solltest du auf einen Helm trotzdem keineswegs verzichten!

Fachleute geben an, dass 80% aller Kopfverletzungen so vermieden werden können. Des Weiteren kann der Verzicht auf einen Helm bei einem Unfalls zu rechtlichen Nachteilen führen. Gerichte haben eigentlich schuldlosen Betroffenen schon eine Mitverantwortung zugewiesen, weil diese auf den zusätzlichen Schutz verzichtet hatten. Außerdem zeigen Untersuchungen, dass 93% der Skifahrer in Deutschland auch ohne Pflicht einen Helm tragen – hier hat die Aufklärungsarbeit der Verbände, Skilehrer und Skischulen schon reichlich Früchte getragen. Gleiches gilt für die Schweiz, die europaweit die höchste Tragequote hat. Also: Helm auf!

Gut (aus)gerüstet auf die Piste

Nicht nur Helme schützen dich beim Wintersport-Spaß, auch bei der restlichen Skiausrüstung gibt es einiges zu berücksichtigen. Zunächst solltest du darauf achten, dass die Skischuhe gut passen und nicht ausgeleiert sind. Auch die Ski selbst sollten einigermaßen frisch gewachst und unverschlissen sein. Ob du dir Schuhe und Ski leihst oder kaufst ist dabei nur zweitrangig. Vor den ersten Schwüngen auf dem Schnee solltest die Bindungen deiner Ski in einem Fachgeschäft prüfen und einstellen lassen. Du brauchst ausreichend warme und wasserdichte Kleidung und Handschuhe. Skibrillen oder eng am Gesicht liegende Sonnenbrillen schützen deine Augen und sollten auch bei schlechtem Wetter und bedecktem Himmel getragen werden. Zusätzlich gibt es Rückenprotektoren, die die Wirbelsäule bei schweren Stürzen schützen. Auch wenn du richtig gekleidet bist, solltest du dich durch das Tragen aber keineswegs zu einer riskanteren und über deinen Fähigkeiten liegenden Fahrweise hinreißen lassen.


Verhalten beim Skifahren auf der Piste: Der Internationale Skiverband FIS regelt

Auf der Piste kann das Befolgen von ein paar einfachen Regeln ebenfalls für mehr Sicherheit sorgen. Genau wie im Straßenverkehr sollte das oberste Gebot immer gegenseitige Rücksichtnahme und Vorsicht sein.

Das Wichtigste in Kürze:

  1. Fahr dem Wetter und den Sichtverhältnissen angepasst und reduziere, falls nötig, deine Geschwindigkeit.
  2. Lass beim Überholen genügend Abstand, so dass der andere Fahrer noch seine Schwünge fahren kann.
  3. Vorsicht beim Einfahren in eine Abfahrt: Sowohl von oben kommende, als auch von unten Kommende haben Vorfahrt.
  4. Du bist zu Hilfeleistung verpflichtet, wenn du einen Unfall beobachtest.
  5. Vergiss neben deinem Skipass auch deinen Ausweis nicht – du bist verpflichtet ihn auf der Piste dabei zu haben.

Meine Kollegen von ERGOimpulse haben die Regeln des internationalen Skiverbandes FIS noch einmal ausführlicher aufbereitet und mit vielen weiteren hilfreichen Informationen versehen – schau doch gleich mal rein!

Schnelle Hilfe im Notfall

Falls du am Berg Zeuge eines Unfalls geworden bist oder selbst einen hattest, erreichst du die Notrufzentralen europaweit und somit natürlich auch in den europäischen Skigebieten unter 112. Zudem haben die staatlichen Rettungsdienste die Notfall-App “SOS-EU-ALP” im Angebot: Mit ihr kannst du automatisiert einen Notruf absetzen, bei dem auch gleich dein Standort übermittelt wird. Und falls kein Handy verfügbar ist, solltest du das sogenannte Alpine Notsignal kennen, mit dem du auf dich aufmerksam machen kannst. Dabei gibst du sechs mal alle zehn Sekunden ein Signal, legst eine einminütige Pause ein und fängst dann wieder von vorne an. Bei dem Signal kann es sich um Pfiffe, Rufe, Klopfen oder auch um Lichtzeichen mit Taschenlampe oder Feuerzeug handeln.

Gut gesichert für den Fall der Fälle

Ja ich weiß, Versicherungen und Skifahren? Boring! 😉 Tatsächlich aber ein lieb und ernst gemeinter Rat meinerseits: Eine private Unfallversicherung ist für mich unverzichtbar geworden.

Das habe ich erst durch einen Unfall innerhalb der Familie realisiert. Jedes Jahr fahre ich mit meiner Familie ein festgesetztes Wochenende gemeinsam zum Skifahren – eine schöne Tradition! Vor einigen Jahren hatten wir leider etwas Pech mit dem Wetter: Schneefall ohne Ende, schlechte Sicht, Nebel, schlechte Lichtverhältnisse. Bei der letzten Abfahrt hatte ich ein komisches Bauchgefühl. „Ich fahr mit der Gondel herunter!“ – höre ich mich heute noch sagen. Lächerlich, dachte ich innerlich. Was soll schon auf der letzten Abfahrt passieren? Noch nie zuvor bin ich die Talabfahrt mit der Gondel gefahren.

Unten angekommen, wärmte ich mich bereits an einem Heißgetränk. Ungewöhnlich lange hat der Rest der Familie gebraucht für die Talabfahrt… und das aus diesem Grund: Einer von uns ist gestürzt, konnte nicht mehr weiterfahren, Helikoptereinsatz, Krankenhaus, OP,… ein Schock für uns alle. Zuhause angekommen, habe ich meine Versicherungen geprüft: Oh Schreck, wenn mir das passiert wäre, wäre ich nicht abgesichert gewesen! Deshalb habe ich mich schnell über eine private Unfallversicherung informiert. Das rate ich auch dir!

Eine weitere unverzichtbare Versicherung für dein Pistenvergnügen: Die Haftpflichtversicherung. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, eine Haftpflichtversicherung zu haben – aber tatsächlich verzichten 15% aller Haushalte in Deutschland auf den Schutz, den sie bietet. Auch im Skiurlaub im Winter ist sie unabdingbar. Solltest du auf der Piste einen Unfall verursachen, der beispielsweise dazu führt, dass der Geschädigte arbeitsunfähig wird, können die finanziellen Folgen ruinös sein. Die Haftpflichtversicherung von ERGO ist nicht nur besonders günstig, sondern versichert auch Schäden an geliehenen Gegenständen bis 50.000 € mit.

P.S. Auf Italiens Skipisten ist eine Haftpflichtversicherung seit dem 01.01.2022 Pflicht! Ansonsten droht ein Bußgeld.

Ich hoffe, meine Tipps zur Sicherheit beim Skifahren haben dir gefallen. Falls du noch weitere Ideen hast, wie man im Schnee Unfälle vermeidet und sicher durch den Winter kommt – immer raus damit: Ich freue mich auf deinen Kommentar. Viel Spaß in deinem Winterurlaub!

#ERGOeinfachleben #NimmEsInDieHand


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