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Sorglos in die Selbstständigkeit – mit unseren Tipps gelingt es dir

Team Consumer Online Communications

Wusstest du, dass es 2020 537.000 Existenzgründungen in Deutschland gab?[1] Ob freiberuflich, Start-up oder Firmenübernahme: Selbstständigkeit liegt im Trend. Der Traum vom eigenen Business lohnt sich. Doch der Schritt in die Selbstständigkeit birgt auch Risiken. Wir verraten dir, wie du dich als Gründer oder Gründerin am besten absicherst.

Endlich das eigene Business vorantreiben. Das ist der Wunsch vieler Existenzgründer. Kein Wunder, Selbstständigkeit klingt verlockend. Die Vorteile: freie Zeiteinteilung, selbstbestimmtes Arbeiten und flexibles Planen von Ressourcen. Ob du deine eigene Business-Idee umsetzt, dich im kreativen Bereich selbstständig machst oder ein Unternehmen übernimmst: Der Mut zur Unternehmensgründung zahlt sich aus. Zumindest dann, wenn man im Vorfeld der Gründung wichtige Schritte beachtet.

Neben einem Businessplan bedeutet das vor allem: Absicherung! Denn so gut eine Idee und die neue Freiheit auch sein mögen. Auch die Risiken trägt der oder die Selbstständige selbst.

Wir verraten dir, wie du als Existenzgründer die richtige Gesellschaftsform wählst und welche Versicherungen dir den Rücken stärken, damit dein Traum vom eigenen Business zum Erfolg wird.

Welche Gesellschaftsform passt zu mir und meiner Selbstständigkeit?

Selbstständigkeit
Der Businessplan steht, die Finanzierung ist berechnet – du bist kurz vor der Existenzgründung. Doch als was willst du gründen? GmbH, GbR oder doch Freiberufler? Einmal in die Welt der Gesellschaftsformen eingetaucht, wird es schnell verwirrend. Welche Rechtsform wählt man am besten für das eigene Unternehmen? Grundsätzlich kann in Deutschland jede Gesellschaftsform frei gewählt werden. Für die meisten Gründer und Gründerinnen ist die Haftung des eigenen Unternehmens der ausschlaggebende Punkt bei der Wahl der Rechtsform. Aber auch das vorhandene Kapital oder die Anzahl der Gründer können für eine bestimmte Gesellschaftsform sprechen. Wichtig: Mit dem Wachstum eines Unternehmens verändern sich auch die Bedürfnisse. Zum Glück können Rechtsformen auch zu einem späteren Zeitpunkt gewechselt und der Unternehmensentwicklung angepasst werden.

Um die richtige Rechtsform für sich zu finden, hilft es, sich die Vor- und Nachteile der jeweiligen Gesellschaftsformen anzusehen. Mit dem Blick auf die eigenen Ziele und Risiken kannst du dann entscheiden, was zu dir passt.

Unser Tipp: Sieh dir dein Business an und checke, wie groß dein eigenes Risiko ist und wie viel Startkapital du zur Verfügung hast. Mit diesem Wissen prüfe alle Gesellschaftsformen und entscheide dann.

Welche Gesellschaftsformen gibt es in Deutschland?

Das Einzelunternehmen:

Es ist die häufigste Form. Denn wer als Existenzgründer ein Gewerbe anmeldet, wird automatisch zum Einzelunternehmer.

Vorteile eines Einzelunternehmens

  • flexible Gründung
  • kein Startkapital
  • geringer Gründungsaufwand

Risiken eines Einzelunternehmens

  • Haftung mit eigenem Vermögen
  • Eigenkapital muss selbst erbracht werden

80 Prozent aller Existenzgründer entscheiden sich in Deutschland im ersten Schritt für ein Einzelunternehmen. Die große Gefahr: Man haftet bei finanziellen Problemen mit dem eigenen Vermögen. Trotzdem: Das Einzelunternehmen ist für den Start eine gute Rechtsform, bei Wachstum sollte jedoch auf andere Rechtsformen zurückgegriffen werden. Wichtig ist außerdem, dass eine doppelte Buchführung Pflicht ist, wenn der Jahresumsatz über 600.000 Euro bzw. der Gewinn über 60.000 Euro liegt.

Die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR):

Du gründest nicht alleine, sondern mit anderen Personen? Dann ist die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts deine Rechtsform. Die GbR ist quasi das Pendant zum Einzelunternehmen mit mehreren Personen. Es bedarf mindestens zwei Gesellschafter.

Vorteile der GbR

  • einfaches Gründen
  • kein Mindestkapital nötig
  • mehrere Personen können einfach ein Unternehmen gründen
  • wenig Bürokratie-Aufwand

Die Risiken einer GbR

  • Gesellschafter haften persönlich und gesamtschuldnerisch
  • Ein Gesellschaftsvertrag muss alle Bedürfnisse der Gesellschafter regeln
  • Gewinn wird mit Einkommenssteuer besteuert

Die Offene Handelsgesellschaft (OHG):

Auch bei der Offenen Handelsgesellschaft handelt es sich um eine Personengesellschaft. Die Rechtsform der OHG ist jedoch vor allem auf Handelsgewerbe ausgerichtet. Auch ein Eintrag ins Handelsregister ist notwendig. Diese Rechtsform eignet sich also vor allem für Handwerker, Dienstleister und kaufmännische Unternehmen.

Vorteile der OHG

  • kein Mindestkapital nötig
  • einfache Gründung

Risiken der OHG

  • Haftung aller Personen mit dem Privatvermögen
  • Eintrag ins Handelsregister ist verpflichtend
  • hoher Bürokratieaufwand

Kommanditgesellschaft (KG):

Auch die Kommanditgesellschaft ist eine Personengesellschaft und gilt als Sonderform der OHG. Das Besondere an der KG ist, dass sie neben einem persönlich haftenden Gesellschafter (Komplementär) auch noch Gesellschafter (Kommanditisten) umfasst. Die Gesellschafter haften in dieser Rechtsform nur mit ihrem erbrachten Kapital, der Komplementär jedoch auch mit seinem Privatvermögen. Diese Rechtsform eignet sich, wenn ein Gründer sehr viel Kapital einbringt und kleinere Gesellschafter am Unternehmen beteiligen will.

Vorteile der KG

  • kein Mindestkapital erforderlich
  • weitere Gesellschafter erhöhen das Kapital
  • Komplementär hat große Entscheidungsfreiheit

Risiken der KG

  • Komplementär haftet mit Privatvermögen
  • viele Gesellschafter birgt auch Risiken – Stichwort: Konflikte

UG haftungsbeschränkt:

Die modernste Gesellschaftsform Deutschlands ist derzeit die Unternehmergesellschaft (UG) haftungsbeschränkt. Bei einer UG handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft, womit – anders als beim Einzelunternehmen – eine juristische Person gegründet wird. Der Vorteil: keine Haftung mit dem Privatvermögen. Der Nachteil: 25 Prozent des Jahresgewinns müssen einbehalten werden, bis das Startkapital einer GmbH – Höhe 25.000 Euro – erreicht ist. Außerdem ist die UG zur doppelten Buchführung verpflichtet.

Vorteile einer UG

  • keine Haftung mit Privatvermögen
  • Umwandlung in GmbH möglich
  • geringer Gründungsaufwand
  • Einzelgründung mit Aufnahme weiterer Gesellschafter möglich

Risiken einer UG

  • Gewinne können nicht vollständig ausgeschüttet werden
  • größere Insolvenzgefahr
  • komplexe Regeln für Ausschüttungen

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH):

Wer das eigene Privatvermögen schützen will, greift im besten Fall auf die Rechtsform einer GmbH zurück. Auch sie ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener juristischer Person. Der Vorteil: Gesellschafter haften hier maximal bis zur Höhe der eigenen Kapitaleinlage. Voraussetzung für eine GmbH-Gründung ist jedoch ein Stammkapital von 25.000 Euro. Auch die doppelte Buchführung ist für die GmbH Pflicht.

Vorteile einer GmbH

  • Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt
  • Gründung alleine oder im Team möglich
  • bessere Finanzierungsmöglichkeiten

Risiken einer GmbH

  • komplexe Gründung
  • Einstiegskapital: 25.000 Euro
  • Eintragung ins Handelsregister nötig
  • größere Bürokratie

Du siehst: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Rechtsform auszuwählen. Unser Tipp: Überlege, welche Rechtsform für den Moment zu dir passt und entscheide danach. Im besten Fall lass dich auch von deinem Steuerberater informieren und beraten.

Selbstständigkeit: Wie sichere ich mich als Unternehmer ab?

Die Gesellschaftsform schafft erste Sicherheit, doch als Selbstständiger unterliegt man anderen Risiken als ein Angestellter. Neben persönlichen Risiken wie Krankheit oder Unfall kommen unternehmerische sowie wirtschaftliche Risiken hinzu. Es lohnt sich also, nach Existenzgründung das eigene Business sowie die eigene Arbeitskraft gut abzusichern. Doch welche Versicherung braucht man als Selbstständiger? Wir verraten es dir.

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  1. Wichtig – die richtige Krankenversicherung: Eine Kranken– und Pflegeversicherung ist in Deutschland Pflicht. Existenzgründer haben aber den Vorteil zu wählen, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern. Beide Versicherungen haben Vor- und Nachteile. Während die Kosten in der gesetzlichen Versicherung zu Beginn der Selbstständigkeit sehr hoch sein können, bleibt der Betrag im Alter gleich. Bei der privaten Krankenversicherung lassen sich die Beiträge zu Beginn der Selbstständigkeit flexibler anpassen, erhöhen sich aber im Alter. Unser Tipp: Informiere dich bei ERGO über beide Krankenversicherungs-Modelle und entscheide gemeinsam mit deinem Berater, welche Versicherung am besten zu dir passt.
  2. Der Tipp für Selbstständige – eine zusätzliche Krankentagegeldversicherung: Ein Unfall, eine längere Krankheit oder chronische Schmerzen: Wer als Selbstständiger krank wird, steht schnell vor einem Problem. Denn ein Ausfall bedeutet meistens auch ein Verdienstausfall. Die Lösung: Krankentagegeld. Mit einer privaten Zusatzversicherung für Krankentagegeld kannst du dich als Existenzgründer vor solchen finanziellen Sorgen absichern. Während das gesetzliche Krankengeld oftmals erst ab sieben Wochen einspringt, kann die Krankentagegeld-Versicherung bereits davor greifen. So wird im Krankheitsfall der Verdienstausfall in der Selbstständigkeit aufgefangen. Mehr zum Thema Krankenzusatzversicherung und welche man wirklich braucht, erfährst du im Interview mit unserer Vorständin Ursula Deschka!
  3. Für den Ernstfall: die Berufsunfähigkeitsversicherung: Es ist schnell passiert: Ein Unfall und der Traum von der Selbstständigkeit ist erstmal ausgeträumt. Da die Krankenkassen bei Selbstständigen erstmal nur Behandlung- und Krankenhauskosten tragen, sollten Existenzgründer über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenken. Diese zahlt im Falle einer Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente aus. So belasten finanzielle Sorge nicht die Genesung.
  4. Für die Zukunft – die richtige Altersvorsorge: Auch wenn viele Selbstständige bereits in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, eine Altersvorsorge ist wichtig. Andernfalls droht Altersarmut in der Rente. Neben staatlich geförderten Versicherungen wie der Rürup-Rente können Selbstständige auch mit Immobilien, Fonds und Aktien sowie ETF-Sparplänen und Lebensversicherungen für das Alter vorsorgen. Unser Tipp: Zahle freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung ein und sorge klug mit anderen Optionen für dein Alter vor. ERGO berät dich gerne zu den verschiedenen Möglichkeiten der Altersvorsorge.
  5. Ein Muss – die private Haftpflichtversicherung: Die private Haftpflichtversicherung ist die wichtigste Versicherung in Deutschland. Mit ihr sichert man Personen-, Sach- oder Vermögensschäden ab. Andernfalls haften Schadensverursacher selbst in unbegrenzter Höhe mit ihrem Privatvermögen. Für Selbstständige kann das schnell das finanzielle Aus – unternehmerisch wie privat – bedeuten. Wichtig: Da eine private Haftpflichtversicherung wirklich nur den privaten Bereich einer Person abdeckt, lohnt es sich für Selbstständige, auch eine betriebliche Haftpflichtversicherung abzuschließen.
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  6. Die Berufshaftpflichtversicherung: Gerade Menschen, die im juristischen Bereich wie einer Steuer-, Rechtsanwalts- oder Notarkanzlei arbeiten, müssen unbedingt eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen. Denn mit der Beratungstätigkeit wird oftmals großes Vermögen privater Kunden verwaltet. Geschieht hier ein Fehler, kann es schnell zur existenziellen Bedrohung kommen – für Kunden und Berater.
  7. Zusätzlich – gewerbliche Versicherungen: Einmal Unternehmer, muss man auch seine eigene Firma schützen. So sorgt etwa die Geschäftsinhaltsversicherung für mehr Sicherheit für den Betrieb. Sie bietet finanziellen Schutz für deine Einrichtung, Waren und mehr. Außerdem solltest du unbedingt über eine Cyberversicherung gegen Online-Angriffe oder Gebäudeschutzversicherung für den Betrieb nachdenken: Lass dich als Unternehmer von ERGO beraten, welche Versicherungen für deine Firma notwendig sind.
  8. Für den Fall der Fälle – die Rechtsschutzversicherung: Gerade bei Existenzgründungen läuft nicht immer alles glatt. Als Selbstständiger lernt man jeden Tag dazu und muss sich manchmal auch behaupten. Nicht selten kommt es zwischen Gründern zu Streit, Auftraggeber liefern nicht oder Mitarbeiter ziehen vor Gericht. Bei einem Rechtsstreit können Selbstständige schnell finanziell unter Druck geraten. Rechtsanwälte, Verfahrenskosten und bürokratische Gebühren sorgen für Geldsorgen im Unternehmen. Mit einer Rechtsschutzversicherung sichern sich Selbstständige im Vorfeld ab. Die Versicherung kommt für alle Verfahrenskosten auf und sichert so das Fortbestehen des Unternehmens. Unser Tipp: ERGO berät dich, um die richtige Rechtsschutzversicherung für dein Unternehmen zu finden.

Deine Gesellschaftsform steht, die Versicherungen sind beschlossene Sache: Dann auf in die Selbstständigkeit!

Ich hoffe, mit unseren Tipps weißt du jetzt, wie du dich in der Selbstständigkeit möglichst sorgenfrei absicherst. Du hast noch mehr Tipps, die bei einer Existenzgründung helfen? Dann schreib sie gerne in die Kommentare!

#ERGOgutvorgesorgt #ERGONimmEsInDieHand

[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183869/umfrage/entwicklung-der-absoluten-gruenderzahlen-in-deutschland/


2Kommentare

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Kommentare

  • Wolfgang Burghardt Antworten

    Liebe ERGO,

    der Blog Beitrag enthält einige nicht ganz korrekte Ausführungen sowie Lücken.

    1. Ein Einzelunternehmen trägt nicht das Risiko einer doppelten Buchführung, zumindest nicht zum Start, es reicht eine Einnahmen- Überschussrechnung zur Gewinnermittlung.

    2. Eine UG oder GmbH sind sehr wohl der Verpflichtung zur doppelten Buchführung mit den dadurch entstehenden Kosten ausgesetzt.

    3. Zudem besteht für UG und GmbH, weil Kapitalgesellschaften, unabhängig von Ihrer Größe seit dem 01.01.2021 eine neue rechtliche Anforderung durch das StaRUG. Gefordert ist hier die Einführung eines Frühwarnsystems zur Warnung von bestandsgefährdenden Entwicklungen und drohender Zahlungsunfähigkeit mit der Verpflichtung im Eintretensfall sofort Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das geht vernünftig nur mit einem entsprechenden Risikomanagement. Kommen die Geschäftsleiter dieser Verpflichtung nicht nach, haften sie uneingeschränkt mit ihrem Privatvermögen.

  • Michelle Gampe Antworten

    Hallo Wolfgang Burghardt,

    vielen Dank für die Anmerkungen zu unserem Blogbeitrag und den Hinweis mit der neuen rechtlichen Anforderung! Das ist sicher hilfreich für unsere Leserinnen und Leser, die eine GmbH oder UG gründen möchten. Den Artikel haben wir entsprechend angepasst 🙂

    Viele Grüße von Michelle aus dem Social Media Team

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