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Cool Down: Hitzige Diskussionen vermeiden

Michelle Gampe

Wusstest du, dass Kommunikation der entscheidende Schlüssel für erfolgreiche Beziehungen ist? Eine gelungene Kommunikation ist allerdings oftmals gar nicht so einfach. So kann es bei Meinungsverschiedenheiten manchmal ganz schön heiß hergehen und zu Diskussionen kommen – nicht nur im Hochsommer. Glücklicherweise sind Kommunikationsskills trainierbar. Ich teile heute meine wertvollsten Erkenntnisse zu dem Thema mit dir.

Dank Achtsamkeit besser kommunizieren

Immer wieder merke ich – Kommunikation und Interaktion mit anderen Menschen sind teilweise ganz schön komplex. Trotz aller Komplexität: Mit ein paar einfachen Regeln kannst du darauf achten, dass deine Gespräche grundsätzlich in eine positive und konstruktive Richtung gehen und nicht in sinnlosen Diskussionen enden. Das kann dich enorm weiterbringen und deine Kommunikation deutlich verbessern – ob mit Freunden oder Familie, im Job oder in der Beziehung.

Diskussionen

Meine 10 Lieblings-Tipps für friedliche und erfolgreiche Kommunikation

Hier habe ich dir meine besten Strategien und Tricks zusammengestellt, die ich mir im Laufe der letzten Jahre erlesen, zusammengestellt und persönlich erprobt habe.

1) Nimm dir Zeit: Kennst du das? Hitzige Diskussionen schon morgens vor der Arbeit oder der Schule. Das kann sich an der berühmten Zahnpastatube oder an der unachtsam eingeräumten Geschirrspülmaschine entzünden. Beide Gesprächspartner sind gestresst und die Situation lässt sich unter diesen Umständen ohnehin nicht klären.

Warum also eine hitzige Diskussion starten? Für wichtige Themen und die Anliegen von für dich wichtigen Menschen solltest du dir Zeit nehmen. Bis dahin: Durchatmen. Vielleicht ist die Zahnpasta später am Tag auch schon wieder vergessen und beide haben Energie gespart. Wenn es aber am Abend noch immer wichtig ist: Macht es euch gemütlich und sprecht in angenehmer Atmosphäre über eure Anliegen. Das ist die beste Voraussetzung für ein gelungenes Gespräch.

2) Sag niemals “immer”: Bei hitzigen Diskussionen neigen viele Menschen dazu, Dinge zu verallgemeinern und Begriffe wie “andauernd”, “ständig”, “immer” oder “nie” zu verwenden: “Nie machst du mal den Abwasch!” Wir nehmen dann eine ablehnende Haltung ein. Da ist ein unschöner Gesprächsverlauf oder eine Diskussion dann eigentlich schon vorprogrammiert. Außerdem wird dir dann wahrscheinlich direkt mindestens ein Gegenbeispiel einfallen. Und so schaukelt sich euer Gespräch von einem zum nächsten hoch. Mein Tipp: Bezieht euch auf ganz konkrete Situationen und Ereignisse aus der unmittelbaren Vergangenheit.

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3) Ich. Ich. Ich.: Früher habe ich gedacht, über sich selbst und seine eigenen Gefühle zu sprechen, sei ein Zeichen für Egoismus und übermäßige Selbstbezogenheit. Heute weiß ich: Das Gegenteil ist der Fall. Mit klaren Ich-Botschaften verhinderst du Schuldzuweisungen und die Möglichkeit, dass dein Gegenüber sich angegriffen fühlen könnte. Stattdessen bleibst du bei dir und schilderst möglichst ehrlich und frei von Vorwürfen, was das Verhalten deines Gegenübers bei dir bewirkt.

4) Empathie ist ein mächtiges Werkzeug bei Diskussionen: Natürlich möchtest du in einem Gespräch deine Meinung vertreten und deinen Standpunkt klar machen. Zur Kommunikation gehören aber immer mindestens zwei Personen. Statt nur bei dir zu sein, solltest du immer auch versuchen dich wirklich in den Anderen hineinzuversetzen. Das ist manchmal gar nicht so einfach. Was möchte der Andere? Worum geht es ihm? Wie fühlt sich mein Gegenüber? Hör ganz genau zu! Wenn du dir nicht sicher bist: Frag nach! Das gibt deinem Gesprächspartner auch gleich das gute Gefühl, dass du dich ernsthaft für ihn und seine Gefühle interessierst.

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5) Der Körper spricht immer mit: Wie hat es schon der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick so wunderbar auf den Punkt gebracht?

“Man kann nicht nicht kommunizieren.” Alles was wir tun – auch ganz ohne Worte – ist Verhalten.

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Das sollten wir uns bewusstmachen und darauf gezielt achten. Sowohl bei uns selbst als auch beim Anderen. Wie gehe ich in das Gespräch hinein? Wie gucke ich? Halte ich Augenkontakt? Sitze ich zugewandt? Bin ich wirklich offen? Zeige ich das auch durch meine Körperhaltung?

Verschränkte Arme signalisieren beispielsweise Ablehnung. Also versuche dich nicht allzu sehr zu verknoten.

6) Bitten statt fordern: Ich will, dass du mir zuhörst! Mach mir sofort ein Brot! Ich verlange umgehend eine Gehaltserhöhung! Mmmh. Schwierig, oder? Auf Forderungen reagieren die meisten Menschen sehr empfindlich. Wenn man dagegen auf eine nett vorgetragene Bitte reagieren soll, so hat man das Gefühl, dem Anderen freiwillig und eigenmächtig etwas Gutes zu tun und entspricht diesem Wunsch des Gegenübers oft viel lieber. Natürlich solltest du für deine Wünsche und Bedürfnisse einstehen und auch mal etwas fordern. Denke dabei am besten immer an das Sprichwort

„Der Ton macht die Musik“. Eine Bitte kann vieles vereinfachen.

7) Loben. Loben. Loben: Kritik mag keiner gerne. Zu viel davon kann die Kommunikation grundlegend zerstören. Kennst du die 5:1 Regel? Der amerikanische Beziehungsforscher und Psychologie-Professor John Gottman hat vor einiger Zeit herausgefunden, wie viele positive Impulse es braucht, um eine negative Erfahrung wieder gut zu machen. Dabei kam er auf ein Verhältnis von 5 zu 1. Achte mal darauf: Kommst du ungefähr auf fünf positive Äußerungen, wenn du einmal Kritik äußerst?

8) Dein innerer Spiegel: Trotz aller guten Ratschläge und dem grundlegenden Wunsch nach freundlicher, achtsamer Kommunikation kann ein Gespräch dann vielleicht doch mal eskalieren. Es passiert einfach hin und wieder – so ist das halt.

Besonders in Stresssituationen können solche emotionalen Vulkanausbrüche schnell passieren. Mentale Achtsamkeitsübungen können da einiges bewirken. Schon wenige Minuten dieser Übungen können helfen, Stress zu reduzieren und Krisensituationen gut zu meistern.

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9) Den Hitzkopf abkühlen gehen: Wenn ich merke, dass all meine Bemühungen, um wieder cool zu werden und auf eine freundliche, sachlichere Ebene zurückzukehren, gar nichts bringen, beende ich die Diskussionen mit einer Ich-Botschaft: “Ich merke gerade, dass ich ein bisschen runterkommen muss. Gib mir doch bitte einfach mal ein paar Minuten, um mich zu sammeln und dann können wir das Ganze nochmal in Ruhe besprechen”.

Vielleicht hilft es dir auch, dich beim Sport abzureagieren?

Wenn du das schaffst, statt zu explodieren, dann kannst du richtig stolz auf dich sein. Probier es mal aus!

ERGO Rechtsschutzversicherung – im Ernstfall an deiner Seite

Ich bin überzeugt: Wenn du meine Tipps – gerade im Umgang mit schwierigen Gesprächspartnern oder in eingefahrenen Beziehungen – eine zeit lang mal konsequent umsetzt, dann kann das deine Gespräche erheblich verbessern. Manchmal jedoch ist auch mit meinen Tipps und Tricks einfach gar nichts mehr herauszuholen: Ein Streit ist so festgefahren, dass man sich professionelle Hilfe durch Außenstehende holen sollte, etwa durch einen Mediator. Mediation ist ein gesetzlich anerkanntes, freiwilliges Verfahren zur außergerichtlichen Klärung von Konflikten. Als Konfliktexperten sind Mediatoren im Umgang mit schwierigen Situationen geschult. Für die Beteiligten eröffnet sich so die Chance, miteinander eine einvernehmliche und verbindliche Lösung zu finden. Und wenn auch das nicht klappt, kann man die Situation immer noch gerichtlich klären lassen.

Sowohl für die Einschaltung von Mediatoren, als auch für die Beauftragung von Rechtsanwälten ist es natürlich immer von Vorteil eine verlässliche Rechtsschutzversicherung zu haben. Dein ERGO Rechtsschutz ist im Ernstfall an deiner Seite – und das im Falle der Mediation sogar ganz ohne Wartezeit oder Selbstbehalt!

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar wertvolle Anregungen geben und dir ein kleines bisschen helfen, achtsam und konstruktiv zu kommunizieren. Hast du noch tolle Tipps, um auch bei schwierigen Themen ein Gespräch oder Diskussionen ruhig und wertschätzend zu führen? Dann lass mich doch daran teilhaben – ich würde mich sehr freuen!

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