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Du hast felligen Nachwuchs bekommen? Tipps für werdende Hundeeltern

Du bist gerade in eine WG oder mit deiner großen Liebe zusammengezogen und hast dazu noch einen vierbeinigen Mitbewohner bekommen? Du hattest noch nie einen Hund und weißt nicht, was Hunde brauchen? Welche Nahrung braucht dieser Hund, welche Impfungen sind für Hunde wichtig und wie funktioniert das mit der Hundesteuer? Fragen über Fragen.

Man kann es kaum glauben, aber manche Hundebesitzer kommen wie die Jungfrau zum Kind an einen Hund. Ich hatte das große Glück mit einem Hund, einem Welsh Springer Spaniel, aufzuwachsen und heute habe ich eine Australian Shepherd Hündin. Sie ist inzwischen sieben Jahre alt und ist ein Black Tri Aussie. Als Hundeliebhaberin werde ich regelmäßig um Hilfe gebeten, wenn es um den felligen Nachwuchs geht.

Meine Freundin ist über Nacht Hundemama geworden und war mit der plötzlichen Verantwortung erstmal komplett überfordert.

Hier gibt es auf einem Blick die wichtigsten Tipps für werdende Hundeeltern:

Welche Grundausstattung brauche ich zum Einzug?

Zur Grundausstattung gehören ein Spielzeug, Futter- und Wassernäpfe, Körbchen und Leinen mit Geschirr oder Halsband. Aber auch eine Zeckenzange und eine Bürste sind wichtig.

Die richtige Nahrung – was Hunde fressen und nicht fressen sollten

Der Wassernapf sollte für den Hund ganztägig zugänglich sein. Der Futternapf kann ebenfalls ganztägig bereitstehen, allerdings sollte nicht ständig nachgefüllt werden. Ein Hund sieht zwar immer hungrig aus und versucht immer etwas zu erschleichen, aber zwei Mahlzeiten am Tag reichen einem Hund voll aus. Natürlich auf Größe und Rasse des Hundes abgestimmt. Die optimale Futtermenge findet ihr auf der Verpackung des jeweiligen Futters. Generell gilt es bei Unsicherheiten zum richtigen Futter, zur Futtermenge, etc. immer den Tierarzt zu fragen.

Hundefutter kann, muss aber nicht teuer sein. Unterschieden wird zwischen Trockenfutter und Nassfutter (Dosenfutter). Hierbei gibt es eine bunte Auswahl an unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. So albern es klingen mag, auch Hunde haben ein Lieblingsessen bzw. eine Lieblingsgeschmacksrichtung. Trotzdem sollte es nicht zu eintönig werden. Eine Mischung aus Trockenfutter und Nassfutter ist für die meisten Hunde immer toll.

Ein persönlicher Tipp: Wenn der Hund kein Trockenfutter frisst, träufle etwas Lachs- oder Pflanzenöl darüber. Es ist nicht nur der absolute Renner bei meinem Hund, sondern macht auch noch das Fell schön glänzend.

 

Wichtig: Hunde sind zwar immer hungrig und fressen gefühlt alles, aber es gibt auch Dinge, die wahnsinnig ungesund oder sogar giftig für sie sind. Dazu gehört folgendes:

  • Alkohol
  • Avocados
  • Knoblauch & Zwiebeln
  • Nachtschattengewächse
  • Obstkerne
  • Rohe Hülsenfrüchte
  • Rohes Schweinefleisch
  • Rosinen und Weintrauben
  • Schokolade und Kakao

Beschäftigungstherapie für Vierbeiner

Hunde sind auf den Menschen fixiert; sie wollen gefallen und beachtet werden. Deshalb ist es wichtig, Zeit mit dem Tier zu verbringen, mit ihm zu reden und zu spielen. Es kommt natürlich auch immer auf den individuellen Charakter und die Rasse an. Manche Hunde brauchen z.B. mehr Auslauf, wollen öfter spielen oder brauchen mehr Kuscheleinheiten als andere. Für einen Hund ist es am schönsten, wenn das ganze „Rudel“, also die Bezugspersonen, dabei ist. Ein gemeinsamer Sonntagsspaziergang ist das absolute Highlight.

Tierarzt und Impfungen für Hunde

Die meisten Tiere haben Angst vor dem Tierarzt, insbesondere Hunde. Sie zu bemitleiden und ihnen gut zuzureden macht die Angst meistens noch schlimmer. Unterstütze dein Tier, indem du selbst Ruhe ausstrahlst und es streichelst.

Trotz aller Angst, ist es ratsam zum Tierarzt zu gehen, um eine jährliche allgemeine Kontrolle vornehmen zu lassen. Dies betrifft auch die Impfungen, die vorgenommen werden müssen. Auch Hunde besitzen einen Impfpass (Heimtierausweis). Hundeeltern sind angehalten, stets einen Blick darauf zu werfen, damit ihr „Nachwuchs“ gesund bleibt.

Hund schaut sitzend die Kamera an

Diese Impfungen benötigt mein Hund:

  1. Sehr zu empfehlende Impfungen für Hunde:
    • Tollwut
    • Staupe
    • Hepatitiscontagiosa canis
    • Leptospirose
    • Paravovirose

Du verreist ins EU-Ausland? Dann bist du verpflichtet, den Hund gegen Tollwut zu impfen.

  1. Wahlimpfungen 

Wahlimpfungen sind zum Beispiel Zwingerhusten und Borreliose. Generell gilt immer, den Nutzen und das Risiko der Impfungen genau zu beäugen und den Rat eines Tierarztes einzuholen.

Welche Grundimpfung benötigen Welpen?

Bei einem Welpen fängt die Grundimpfung ab der zwölften Lebenswoche an und besteht insgesamt aus drei Impfungen, im Abstand von ein bis drei Monaten. Erwachsene Hunde bekommen Auffrischungsimpfungen. Tollwut nach zwei bis drei Jahren, Paravovirose, Staupe und Hepatitis contagiosa canis im Rhythmus von drei Jahren und die Leptospirose Impfung ist jährlich zu empfehlen.

Wie viel Hundesteuer ist zu entrichten?

Die Hundesteuer ist eine kommunale Aufwandsteuer. Wie ein Mensch, muss auch der Hund bei der Gemeinde/Stadt gemeldet sein. Nach der Anmeldung bekommt der Hund eine Hundemarke. Die Hundemarke gilt als Nachweis, dass der Hund ein „legales“ Zuhause hat und Hundesteuer für ihn bezahlt wird. Ursprünglich wurde die Hundesteuer eingeführt, damit nicht mehr so viele Hunde leichtfertig gekauft werden und um Tollwut zu vermeiden. Je nach Bundesland fällt die Hundesteuer unterschiedlich hoch aus und ist pro Hund zu entrichten. Steuerpflichtig sind allgemein alle Hunde, die älter als vier Monate sind.

Benötige ich eine Hundehalterhaftpflicht?

Die Hundehalterhaftpflicht ist in folgenden Bundesländern eine Pflichtversicherung: Hamburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Thüringen.

In Saarland, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg besteht nur für bestimmte Rassen und auffällig gewordene Hunde eine Versicherungspflicht.

In Bayern, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern ist die Hundehalterhaftpflicht keine Pflichtversicherung. Es ist allerdings immer zu empfehlen, diese Versicherung für das Tier abzuschließen. Als Hundehalter haftet man gesetzlich für alle Schäden, wenn der Hund einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden verursacht. Ähnlich wie bei Kindern ist das nicht immer berechenbar.

Welche weiteren Tipps hast du für werdende Hundeeltern? Und worauf sollte man deiner Meinung nach besonders achten? Teile deine Meinung gerne in den Kommentaren!

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