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Babyspeck oder Gesundheitsrisiko? Übergewicht bei Kindern

Anne einerschreitimmer.com

Als ich noch ein Kind war, gab es bei uns zu Hause eine Schatzkammer! Eine dunkle Eichenholztür mit einem gülden glänzenden Schloss, hoch oben am Wohnzimmerschrank, unerreichbar für Kinderhände, bewacht von meiner Mutter. Die Rede ist von unserem Süßigkeitenschrank. Für uns war es damals ein schönes Ritual. Süßigkeiten blieben für mich bis ins Teenageralter eine Besonderheit, auf die ich mich schon lange im Voraus freute.

Werden Süßigkeiten zu häufig als Belohnung benutzt?

Heute sieht es ganz anders aus. Ich nasche, wann und wie viel ich will. Auch meinen Kindern gönne ich gerne eine kleine Köstlichkeit in buntem Papier. Gerne belohne ich mich selbst und meine Kinder durch einen schnellen süßen Snack. Doch ist bei genauer Betrachtung diese Belohnung eher eine Strafe? In meiner Schulklasse gab es damals nur ein „dickes Kind“. Schaue ich heute auf den Pausenhof der Schulen und Kindergärten, scheint es viel mehr dicke Kinder als damals zu geben.

„Lebensmittel wie Säfte, Limos oder auch gesunde Smoothies lassen unser Zuckerkonto klingeln. Oft ist Zucker auch gut versteckt.“click to tweet

Dicke Kinder tragen eine schwere Last

Laut einer aktuellen Statistik der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind zirka 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Sieben Prozent davon sogar adipös. Oftmals beginnen die Abweichungen vom Idealgewicht bereits im Babyalter, in dem wir kleine Speckfalten und runde Apfelbäckchen noch als niedlich empfinden. Spätestens ab dem Schuleintritt macht sich die „schwere Last“ jedoch bemerkbar. Immer mehr Kinder haben bereits in jungen Jahren konsumbedingte Beschwerden. Dicke Kinder leiden an Bluthochdruck, an der Beeinträchtigungen der Leber, an Diabetes oder an Zahnerkrankungen.

„Dicke Kinder“ sind häufig Opfer von Lästerattacken der Mitschüler oder können beim Spiel und Sport nicht mit Gleichaltrigen mithalten. Sie werden gehänselt und nicht selten verdrängt ein übergewichtiges Kind seinen Frust wiederum mit einer Extraportion Zucker. Eine Portion Dopamin und Serotonin im Schokoriegelformat lassen alles viel leichter erscheinen.

Kind freut sich über ein Glas Orangensaft

Zuckerfreie Ernährung – geht das überhaupt?

Zugegeben, zuckerfreie Ernährung klingt weder für Kinder noch für mich besonders attraktiv. Doch eine bewusste Form der Ernährung birgt viele Vorteile. „Bewusst“ bedeutet hier vor allem, sich über die vielen Zuckerfallen im Alltag bewusst zu werden. Lebensmittel wie Säfte, Limos oder auch gesunde Smoothies lassen unser Zuckerkonto klingeln. Oft ist Zucker auch gut versteckt.

Schon gewusst?

  • In einem Glas Nutella stecken 78 Würfelzucker.
  • 2 Würfelzucker befinden sich in einem Becher Fruchtzwerg.
  • 24 sind Würfelzucker sind in einer Flasche Ketchup.
  • 8 Stück Würfelzucker stecken in einer Tiefkühlpizza.
  • Müsliriegel hält bis zu 11 Stück Zucker versteckt.
  • 2,5 Würfelzucker stecken in einer Milchschnitte.
  • In einem Frucht-Quetschbeutel 4 Würfelzucker.
  • 16 Würfelzucker in einem Fruchtjoghurtdrink (400ml).

Für viele Lebensmittel findet sich eine zuckerfreie oder zumindest zuckerarme Alternative, die selbst den Kleinsten schmeckt. Nicht nur auf der Waage machen sich eingefahrenen Essgewohnheiten bemerkbar, auch unsere Zähne stehen ein ganzes Leben lang im stetigen Kampf gegen den Zucker. Oftmals hat die gesunde Mundflora nicht mal Zeit, sich um die Angriffe auf unsere Zähne zu kümmern. Die Abstände zwischen den Mahlzeiten und Snacks sind zu gering, um den Speichel seine angestammte Arbeit verrichten zu lassen.

Gemeinsame Mahlzeiten und ein gemeinschaftliches Kochen im Familienkreis helfen dabei, den Blick für gute und weniger gute Leckereien zu schärfen. In Frankreich, Belgien und Großbritannien können mit Hilfe der Nährwertampel sogar schon Lesebeginner selbst identifizieren, ob ein Lebensmittel zu den „guten oder bösen Buben“ gehört. Viele rote Punkte auf der Skala zeigen, dass ein Produkt weniger geeignet für eine gesunde Ernährung ist. Die grünen Punkte sind die Verbündeten, die Kinder gesund wachsen lassen.

Zahnerkrankungen im Kindesalter

Eigentlich ganz niedlich klingt die Geschichte von „Karius und Baktus“, die schon ich von meinen Eltern hörte und mich animieren sollte meine Zähne regelmäßig und gründlich zu putzen. Deshalb geht es hier weniger verniedlicht um eine ernst zunehmende Erkrankung deren Bedeutung „Zahnfäule“ eine deutlichere Sprache spricht. Der übermäßige Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln schädigt die Mundflora. So wird ein wahres Paradies für den bösen kleinen Erreger geschaffen, der sich über unsere Kauwerkzeuge hermacht. Obwohl knapp 75 Prozent aller Kinder zweimal täglich ihre Zähne putzen, haben dennoch 33 Prozent der Kinder Karies.

Zahnpflege: Zähne putzen bei Kindern

Ein tägliches Ärgernis für die Kleinen, aber ein wichtiger Punkt für die kindliche Gesundheitsvorsorge: die Zahnpflege. Regelmäßiges Zähneputzen sollte eine Selbstverständlichkeit im Tagesablauf sein und bis zum Grundschulalter von den Eltern überwacht und korrigiert werden.

  • Auch Milchzähne verdienen eine gute Pflege: Auch wenn die Milchzähne scheinbar nur auf Zeit im Mund unserer Kleinen zu Besuch sind, sollten sie trotzdem die gleiche Pflege erfahren wie die bleibenden Zähne. Schließlich erfüllen sie eine wichtige Aufgabe bei der Ausbildung der Kieferknochen und helfen Sprechen zu lernen! Kariöse Milchzähne können die nachfolgenden Zähne infizieren, wodurch diese bereits geschädigt das Licht der Welt erblicken können.
  • So klappt es mit dem Zähneputzen bei Kindern: Drei Minuten können wie eine Ewigkeit erscheinen, wenn man sich während des Zähneputzens langweilt. Eine selbst ausgesuchte Zahnbürste in der Lieblingsfarbe kann die Motivation um ein Vielfaches steigern. Ein selbst gedichtetes Lied macht das tägliche Ritual zu einem gemeinsamen Spaß, denn „Zähne putzen, Zähne putzen muss ein jedes Kind. Zähne putzen, Zähne putzen bis sie sauber sind!“
  • Gesunde Mamazähne = Kinderzähne:Was auch ich erst durch den Zahnarzt meiner Kinder gelernt habe: Karies kann sich sogar von den Eltern zum Kind übertragen. Dies erfolgt zum Beispiel durch das Ablecken eines Schnullers oder durch das Essen vom gleichen Löffel.
  • Kinder mit zum Zahnarzt nehmen: Regelmäßige Zahnpflege sowie Vorsorgetermine beim Zahnarzt sollten schon für Kindergartenkinder zur Routine werden und sind auch halb so schlimm, wenn Mama und Papa auf dem Behandlungsstuhl vormachen wie es geht. Weißt du noch, wann dein letzter Vorsorgetermin war?

Übergewicht, Ausgrenzung, Zahnweh – als Eltern setzt man alles daran, die eigenen Kinder diesen Kummer zu ersparen und Dank der sozialen Medien ist „body shaming“ präsenter denn je. Schützen wir unsere Kinder indem wir vorsorgen und als gutes Beispiel voran gehen. Damit aus dicken Kindern keine unglücklichen Erwachsenen werden.

Leidet dein Kind auch an Übergewicht? Und wie gehst du damit um? Teile deine Tipps und Tricks, wie du Süßigkeiten durch Gesundes ersetzt, gerne in den Kommentaren mit uns!

 

 

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