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Wasser sparen im Garten: Jetzt für heiße Tage vorsorgen

Benedikt Dirrigl

Wusstest du, dass Regenwasser am besten geeignet ist, um deinen Garten zu wässern? Viele Pflanzen vertragen das kalkhaltige Wasser aus der Leitung nicht besonders gut. Zudem kannst du deinen Geldbeutel schonen, wenn du Regenwasser sammelst. Auch wenn du beim aktuellen Wetter also vielleicht gar nicht ans Wasser sparen im Garten denkst: Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um damit anzufangen.

Der Sommer 2021 zeigt sich ja ziemlich wechselhaft. Der Juni war der drittwärmste Juni seit der Temperaturaufzeichnung vor 140 Jahren. Trotzdem ein guter Mix sollte man meinen: Von Sonne satt über Gewitter bis Starkregen war alles dabei. Aber kann das die trockenen Sommer der letzten Jahre wettmachen? Nicht wirklich. Zum einen sind die vielen Jahre der Dürre nicht mit ein paar Wochen Regen wieder ausgeglichen. Außerdem hilft Starkregen relativ wenig. Denn wenn zu viel Wasser auf einmal herunterkommt, dann fließt es einfach ab, anstatt zu versickern und den Grundwasserspiegel zu stärken. Clevere Hobbygärtner sorgen also jetzt schon einmal für die nächste Hitzewelle vor.

Wasser sparen durch Wasser speichern

Die nächste Trockenphase kommt bestimmt und dann müssen Hobbygärtner wieder zur Gießkanne oder zum Gartenschlauch greifen. Clever ist es da natürlich, wenn das Wasser nicht aus der Leitung kommt und den Wasserzähler laufen lässt, sondern aus einem hauseigenen Regenspeicher.

Der Klassiker – Die Regentonne: Am einfachsten und deshalb wohl auch am verbreitetsten ist die Regentonne. Am besten stellst du die Tonne an einen Abfluss von deiner Regenrinne am Haus, so fließt das ganze Wasser, das sich auf dem Dach sammelt, nicht einfach in den Boden, sondern kann dann genutzt werden, wenn das Wasser wieder knapper ist. So füllst du deine Regentonne am effektivsten. Für solche Abflüsse gibt es verschiedene Systeme. Wenn du noch keines hast, holst du dir am besten einen Rat vom Profi, welches System an deinem Haus das richtige ist. Und vergiss nicht, dass du solche Arbeiten mit deinem Vermieter abklären musst, wenn du zur Miete wohnst.

Regentonne haben meist ein Volumen von 200 bis 500 Litern. Damit kannst du genügend Regenwasser für einen kleinen Garten auffangen. Üblicherweise werden als Regentonnen Kunststofftonnen verwendet. Wenn dir das für den Garten nicht chic genug ist, kannst du aber mittlerweile auf viele andere Formen und Materialen zurückgreifen, die im Handel erhältlich sind. Achte aber darauf, dass deine chicen Regentonnen auch genügen Wasser fassen können, denn sonst musst du wieder mit Leitungswasser nachhelfen.

Der Wassertank – Eine Nummer größer: Wenn dein Garten so groß ist, dass 200 bis 500 Liter Regenwasser nicht ausreichen, gibt es zunächst zwei Möglichkeiten: Entweder stellst du mehrere Regentonnen auf. Das bietet sich vor allem dann an, wenn du neben deinem Haus auch noch ein Gartenhäuschen oder ähnliches hast, wo du eine Tonne unter eine Regenrinne stellen kannst. Oder du vergrößerst die Speicherkapazität deines Auffangbehälters. Große Wassertanks haben ein Fassungsvermögen von 1000 Litern, da passt schon einiges rein. Allerdings sind die Dinger nicht besonders hübsch. Doch für den kreativen Gartenliebhaber ist das ja kein Problem, sondern einfach ein neues Projekt. Ansprechende Verkleidungen aus Holz sind gar nicht so schwierig zu bauen.

Zisterne im Garten – Wasser sparen im großen Stil: Wem der 1000 Liter Wassertank nicht reicht, oder wer einfach gar keine Wasserspeicher im Garten stehen haben will, der kann sich auch unterirdisch behelfen. Zisternen sind große Wasserbehälter, die im Garten oder auch zum Beispiel unter einer Garage installiert werden können. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die Position unter der Erde nehmen die großen Reservoirs keinen Platz weg. Außerdem haben sie mit 3000 bis 10 000 Liter Fassungsvermögen eine noch weit größere Kapazität als ein Wassertank. Das sollte sogar reichen, um im Haus noch Toilettenspülungen oder die Waschmaschine zu versorgen. So kannst du sogar noch mehr Wasser sparen. Der Nachteil: Die Installation ist natürlich um einiges aufwendiger und kostspieliger.

Haus und Garten gesichert – egal wo du bist

Für viele Hobbygärtner ist das eigene Zuhause und der Garten nicht nur ein Hobby, sondern mit viel Herzblut und Leidenschaft verbunden. Sich dann vom Lieblingshobby zu trennen, um zum Beispiel in den Urlaub zu fahren, fällt vielen schwer. Was da alles passieren kann, wenn man mal nicht da ist! Genau dafür gibt es ERGO Safe Home.

Wasser sparen
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Gartenarbeit nach dem Regen

Wenn es dann mal wieder aufgehört hat zu regnen, wollen Hobbygärtner natürlich sofort wieder loslegen und ihrer Leidenschaft frönen. Trotzdem solltest du nicht direkt nach dem Regen wieder mit der Gartenarbeit beginnen. Denn wenn nach ausgiebigen Regengüssen deine Regentonnen voll sind, dann ist auch die Erde gut aufgefüllt. Läufst du dann auf der aufgeweichten und matschigen Erde zur Gartenarbeit herum, kann sich die Erde unter deinen Füßen verdichten. Wenn sie dann trocknet, wird sie hart wie Beton.

Doch wann sollte man wieder mit dem Gießen anfangen? Wenn es nach dem Regen wieder einen Tag trocken war, kannst du dir die Erde in deinem Garten genauer anschauen. Ist sie für einige Zentimeter unter der Erde schon wieder ausgetrocknet, solltest du wieder mit dem wässern beginnen. Wer besonders clever ist, holt sich einen Niederschlagsmesser. Diese kleinen Gefäße kannst du dir in den Garten stellen. Sie sammeln den Regen auf und geben dir an, wie viel Regen gefallen ist, in Litern pro Quadratmeter. Die Faustregel zum Gießen lautet: Wenn im Niederschlagsmesser noch Wasser ist, dann ist auch die Erde noch feucht genug.

Wasser sparen in trockenen Zeiten

Nach dem Regen ist vor der Dürre: auch wenn der Sommer in letzter Zeit nicht besonders trocken war, kommt die nächste trockene Hitzewelle bestimmt. Dann hast du natürlich Glück, denn du hast mit deinem persönlichen Wasserspeicherkonzept Regenwasser gesammelt, musst nicht auf Leitungswasser zurückgreifen und kannst so Wasser sparen. Doch es gibt noch weitere Tricks und Kniffe, wie du mit deinem Garten in einer Dürrephase am besten umgehst.

Timing ist alles – auch beim Wasser sparen im Garten: Die Grundregel lautet: Wässern nur zu den kühleren Tageszeiten. Denn in der Mittagssonne verdunstet das meiste Wasser, bevor es tief genug in der Erde versickern kann. Von Hilfsmitteln wie Rasensprengern sollte abgesehen werden. Diese Geräte zerstäuben das Wasser in feine Tropfen, die schnell verdunsten. Ganz anders ein Tropfenschlauch. Dieser wird durch den zu bewässernden Bereich auf den Boden ausgelegt und gibt dicke Tropfen direkt an den Wurzeln ab. Generell ist es wichtig, wirklich den Boden um die Wurzeln zu gießen anstatt die Blätter. Die meisten Pflanzen nehmen das Wasser schließlich durch die Wurzeln auf. Außerdem solltest du selten, aber dafür ausgiebig gießen. Dadurch entwickeln deine Pflanzen längere Wurzeln und sind resistenter gegen Trockenheit.

Wasser sparen mit dem richtigen Boden

Wasser sparen

Eine wichtige Rolle spielt es, welchen Boden du in deinem Garten hast. Denn um Wasser zu sparen, ist das oberste Ziel, es auch an der richtigen Stelle des Bodens zu halten. Dringt das Wasser nicht tief genug unter die Oberfläche, verdunstest es schneller. Wenn es hingegen zu tief versickert, erreichen es die Wurzeln der Pflanzen nicht mehr.

Deshalb: Boden bearbeiten: Wenn dein Boden eher sandig ist, wird das Wasser schnell versickern. Um einen solchen Boden feucht zu halten, muss viel gegossen werden, was nicht gerade zum Wasser sparen beiträgt. Du kannst den Boden aber bearbeiten. Es gibt viele Möglichkeiten, die Fruchtbarkeit deines Bodens zu verbessern, du kannst ihm beispielsweise Ton oder Urgesteinsmehl beimischen. Am besten funktioniert aber Humus.

Humus besteht aus totem, organischen Material. Er ist sehr nährstoffreich und kann Wasser gut speichern.

Rindenmulch ist ebenfalls gut geeignet, um mehr Feuchtigkeit im Boden zu halten. Er wird über den Boden gestreut und schützt ihn so vor der Sonne, wodurch das Wasser im Boden nicht so schnell verdunstet. Außerdem unterdrückt der Rindenmulch Unkraut, wodurch das rationierte Wasser nur den gewünschten Pflanzen vorbehalten bleibt. Allerdings vertragen ihn nicht alle Pflanzen. Mein Tipp: Verwende Hackschnitzel statt Rindenmulch. Die haben einen weniger starken Eigengeruch und halten die Erde kühl und feucht.

Eine weitere Maßnahme, mit der der Boden bearbeitet werden kann, ist das Hacken. Dabei sollte sehr behutsam vorgegangen werden. Hackst du zu tief, störst du das Innenleben deines Bodens, das für die Bodengesundheit und für die ganze Natur sehr wichtig ist. Mit leichtem, oberflächlichen Hacken unterbrichst du aber kleine Wasserkanäle, und das Wasser versickert nicht zu schnell.

Schatten für den Boden: Pflanzen brauchen Sonne, das weiß natürlich jeder. Wenn aber im Sommer die Sonne bei über 30 Grad herunterbrennt, freut sich alles, was lebt, über etwas Schatten. Um Wasser zu sparen, solltest du auch deinem Boden etwas Schatten gönnen, damit deine Bewässerung versickert statt zu verdunsten. Neben dem schon erwähnten Rindenmulch können auch Bäume mit breiten Kronen Schatten spenden. Auch kleinere Pflanzen, sogenannte Bodendecker, können die Erde vorm Austrocknen schützen. Sie breiten sich schnell über eine relativ große Fläche aus und bedecken damit, wie der Name schon sagt, den Boden. Die meisten Bodendecker sind nicht nur sehr schön anzusehen, sondern auch pflegeleicht.

Wassersparende Pflanzen

Wasser sparen

Du musst natürlich nicht gleich deinen ganzen Boden umarbeiten. Eine andere Möglichkeit, Wasser zu sparen, und trotzdem einen blühenden Garten zu haben, ist der Einsatz von passenden Pflanzen. Nicht alle Pflanzen haben die gleichen Bedürfnisse was Boden, Schatten und Feuchtigkeit betrifft. Achte immer darauf, was deine Pflanzen brauchen und setzte sie dementsprechend in Gruppen in die Erde. Mädchenauge, Rosmarin, Salbei und Mohn sind schöne Pflanzen, die gut für Insekten sind und wenig Feuchtigkeit brauchen. Sie kommen auch mit eher trockenen, sandigem Boden zurecht. Lavendel ist nicht nur Wasser sparend, er hält auch Wespen und Stechmücken fern. Diese, eher unliebsamen Insekten mögen den Geruch der lila Blüten gar nicht. Ganz anders die Bienen: sie fliegen buchstäblich auf Lavendel.

Eher Wasser verschwendend als Wasser sparend – der Rasen: Rasenflächen trocknen schnell aus und brauchen daher viel Bewässerung. Deshalb solltest du die Rasenflächen in deinem Garten klein halten. Achte darauf, ihn nicht zu kurz zu mähen, mindestens fünf Zentimeter sollten die Halme immer haben. Ein kürzerer Rasen trocknet schneller aus. Wenn es dich nicht zu sehr stört, solltest du auch ‚Brandflecken‘ im Rasen in Kauf nehmen. Das Gras ist an dieser Stelle nämlich keines Wegs abgestorben. Stattdessen fällt es, ähnlich wie in der kalten Jahreszeit, in eine Art Winterschlaf, aus dem es wiedererwacht, wenn die Witterungsbedingungen wieder rasenfreundlicher sind.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen, mit diesen Tipps zum Wasser sparen im Garten nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Geldbeutel zu schonen. Fallen dir noch mehr Tipps ein? Dann hinterlasse doch einen Kommentar!


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