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Hilfe, die Milchzähne fallen aus: Tipps und Tricks für Eltern und Kinder

Anne

Die ersten Zähne sind bei den Jungs raus. Ja, zwischen dem fünften und dem siebten Lebensjahr passiert etwas Einschneidendes in jedem Kinderleben: Es kommt zu einem Zahnwechsel und dem Verlust der Milchzähne rund um den magischen 5. Geburtstag. Das ist immer ein besonderer Moment für alle Beteiligten, denn die Kinder werden ein Stück weit erwachsener und kommen dabei gleich in ihre erste Pubertät: die so genannte Wackelzahnpubertät oder auch 6-Jahres-Krise. Ihr kennt das bestimmt? Plötzlich werden die kleinen Schätze wieder zu trotzigen Minimonstern.

„Darum stellt sich uns die Frage: Wie können wir Eltern unsere Kinder in dieser Phase jetzt optimal unterstützen? Und wie steht es um Zahnpflege und Zahngesundheit? Wir beantworten die sechs wichtigsten Fragen“

Wie viele Milchzähne hat ein Kind?

Das Milchzahngebiss besteht aus 20 Zähnen: jeweils vier Schneidezähne im Ober- und Unterkiefer, zwei mal zwei Eckzähne sowie zwei mal vier Mahlzähne. Das Milchgebiss ist wichtig, da im kleinen Kiefer eines Babys oder Kleinkindes nicht so viel Platz vorhanden ist. Durch das Kieferwachstum rücken die Milchzähne auseinander und es entsteht oft ein lückig aussehendes Gebiss. Die kleineren Milchzähne werden nach und nach durch die größeren bleibenden Zähne  ersetzt. Zudem hat das bleibende Gebiss in der Regel bis zu 32 Zähne, so dass wieder eine geschlossene Zahnreihe entsteht.

Die Milchzähne fallen ab dem fünften Lebensjahr aus. Manche Kinder verlieren erst ab dem siebten Lebensjahr ihre ersten Zähne. Die Reihenfolge beim Ausfallen der Milchzähne ist dafür bei den meisten Kindern relativ ähnlich: Erst fallen die unteren mittlere Schneidezähne aus, dann die oberen mittlere Schneidezähne. Es folgen schließlich die unteren seitlichen Schneidezähne und dann die oberen seitlichen Schneidezähne. Diese bleibenden Zähne sollten bis zum 9. Lebensjahr gewechselt haben. Zwischen dem 9. und dem 12. Lebensjahr folgen schließlich die Backenzähne und die Eckzähne.

Haben Milchzähne Zahnwurzeln?

Milchzähne haben genauso wie die bleibenden Zähne Wurzeln. Die Schneide- und Eckzähne haben eine Wurzel, die Backenzähne haben im Unterkiefer zwei und im Oberkiefer drei Wurzeln. Beim Zahnwechsel mit dem dadurch bedingten Verlust der Milchzähne werden die Milchzahnwurzeln durch die nachdrängenden bleibenden Zähne aufgelöst; die Milchzähne scheinen keine Wurzeln (gehabt) zu haben. Der neue Zahn bildet, solange er sich im Kieferknochen befindet, seine sehr harte „Außenhaut“ durch einen Mineralisierungsprozess aus. Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, durchbricht der bleibende Zahn den Kieferknochen. Der darüberliegende Milchzahn besteht nur mehr aus der Krone, weil sich die Wurzel eben aufgelöst hat.

„Milchzähne sollten deshalb auf keinen Fall mit Gewalt entfernt werden, auch wenn sie schon eine Zeit lang wackeln oder einfach nur stören. Im entstehenden Wundloch droht eine Entzündung, die das Durchbrechen der nachfolgenden Zähne gefährden und schmerzhaft machen kann.“

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Warum knirschen Kinder manchmal mit den Zähnen?

Im Zuge des natürlichen Kiefer- und Schädelwachstums ist das nächtliche Zähneknirschen normal und sinnvoll, auch wenn es sich manchmal eher bedrohlich anhört. Es trägt zum ordentlichen Kieferwachstums bei und tritt bei ungefähr 15 % der Kinder auf. Nach dem Zahnwechsel sollten Kinder allerdings mit dem Zähneknirschen aufhören. Sollte es weitergehen, kann eine Zahnfehlstellung oder auch Stress dafür verantwortlich sein. Eine Zahnschiene ist bei Kindern nicht anzuraten, weil sie den wachsenden Kiefer in seiner Entwicklung hemmen und so sogar zu Fehlstellungen kann.

Wann ist es Zeit für eine Zahnspange?

Zahnärzte und Kieferorthopäden sind sich weitgehend einig, dass eine bleibende Zahnspange bei Fehlstellungen erst einen Sinn macht, wenn alle Milchzähne durch bleibende Zähne ausgetauscht wurden. Schiefe Zähne sollten natürlich im Auge behalten werden, aber durch den Kieferwachstum und die noch durchbrechenden Zähne kann sich noch einiges im Kiefer bewegen. Bei besonders starken Fehlstellungen kann eine frühere Behandlung notwendig werden, die in der Regel mit einer losen Spange behandelt wird,, die die Kinder zum Essen und Zähneputzen herausnehmen können.

Sollten kieferorthopädische Eingriffe später wirklich notwendig werden, kann es ohne Zahnzusatzversicherung leider schnell teuer werden, da nicht alle Behandlungen und oft auch nicht in Gänze von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Was sind „Haifischzähne“?

Manchmal kommt es vor, dass der Milchzahn noch nicht wackelt, der bleibende Zahn aber schon davor oder dahinter zu sehen ist. Häufig wird das dann „Haifischzahn“ genannt. Meistens handelt es sich um ein vorübergehendes Problem. Durch den natürlichen Druck der Zunge und der Lippenmuskulatur wandert der Zahn für gewöhnlich in seine natürliche Position. Dennoch sollte man in diesem Fall den Zahnarzt um Rat fragen. Ein Besuch beim Kieferorthopäden ist in der Regel nicht erforderlich.

Was ist die Wackelzahnpubertät?

Mit dem Ausfall der ersten Zähne merkt jedes Kind: „Ich bin jetzt kein Baby mehr.“ Das Kindchenschema, das für die weichen, runden Gesichtszüge verantwortlich ist, verwächst sich langsam und die eigene Körperwahrnehmung ist eine ganz andere: Ihr Kind bekommt und verinnerlicht ein neues Selbstbild, wird selbständiger und fordert Eigenständigkeit ein – gerne lautstark mit einem Wutanfall. Gleichzeitig macht ihm jedoch die wachsende Selbstständigkeit Angst, immerhin würde es sich am liebsten wieder ins warme Nest verkriechen.

„Typisch für die Wackelzahnpubertät sind Stimmungsschwankungen und plötzliche Wutanfälle.“

Was dazu gehört ist, dass die Kinder öfter launisch, bedrückt oder traurig sind. Die 6-Jahres-Krise können Eltern als kleine Sinn-Krise des Kindes betrachten, das sich irgendwo zwischen Kleinkind und Schulkind versucht selbst zu finden. Jetzt ist es wichtig, dem Kind mehr Selbständigkeit zuzutrauen und manches eigenständig machen zu lassen, z. B. beim Nachbarskind anläuten, ob es spielen gehen will. Gleichzeitig müssen gewisse Regeln noch genauer beachtet werden, wie etwa die Schlafenszeiten, über die auch nicht diskutiert werden soll. Somit findet das Kind den Ausgleich zwischen Regeln und Selbständigkeit.

Und was wir Eltern dringend brauchen? Wie immer: viel Geduld …
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