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Wie du als Fahranfänger beim Reifenwechsel ganz einfach Geld sparen kannst

Manuel Meyer

Führerschein bestanden, Auto gekauft und los? Doch warte mal! Hast du auch an die Unterhaltskosten für Sprit, Kundendienst, Reparaturen sowie Versicherungen als Fahranfänger gedacht? Du bist jung, hast wenig Geld, aber Zeit und möchtest Geld sparen? Ich erkläre dir Schritt für Schritt, wie man einen Reifen wechselt und was es dabei zu beachten gibt. 

Zweimal im Jahr muss jeder Autofahrer seine Reifen wechseln, um sich saisonbedingt an die Gegebenheiten des Wetters anzupassen. Damit du den Zeitpunkt dafür weißt, hilft dir die Faustregel „Von O bis O“, also von Oktober bis Ostern. In diesem Zeitraum solltest du nämlich mit deinen Winterreifen fahren. Letztlich sind aber die Witterungsverhältnisse für die Wahl des Reifens ausschlaggebend. Falls du Zeit und wenig Geld hast, solltest du den Reifenwechsel nicht in einer Autowerkstatt vornehmen lassen. Der Reifenwechsel kostet im Durchschnitt zwischen fünfzehn und dreißig Euro. Geld, das du dir leicht sparen kannst, wenn du es selbst erledigst.

Bevor Du mit dem Reifenwechsel startest, solltest du zwei Dinge beachten:

1. Reifencheck: Sind die Reifen verkehrstauglich?

Um zu überprüfen, ob der Reifen überhaupt noch verkehrstauglich ist, gibt es die vierstellige DOT Nummer, die sich an der Reifenflanke, also an der Seitenwand des Reifens befindet. Diese gibt Auskunft über das Herstellungsdatum: Die ersten beiden Ziffern über die Kalenderwoche, die anderen zwei über das Jahr. Wichtig dabei ist, dass der Reifen nicht älter als acht Jahre ist, da sonst die Fahr- und Bremsqualität nachlässt. Einen alten Reifen erkennt man außerdem daran, dass die Gummimischung spröder wird. Dadurch ist er anfälliger für Schäden, wie z. B. bei Quetschungen bedingt durch Auffahren auf Bordsteinkanten.

Reifennummer für Fahranfänger

Auf diesem Bild zu sehen 3616, Kalenderwoche 36 im Jahr 2016

 

2. Werkzeug: Das brauchst du zum Reifenwechsel

  • Wagenheber
  • Drehmomentschlüssel
  • Warnweste
  • Arbeitshandschuhe
  • Radkreuz
  • Reserverad mit genügend Luftdruck

So funktioniert ein Reifenwechsel kinderleicht

Mit dieser Anleitung solltest du den Reifenwechsel auch zum ersten Mal ohne Schwierigkeiten hinbekommen: 

  1. Prüfe, ob die Laufflächen der neuen Reifen eine ausreichende Profiltiefe aufweisen. Gemessen wird der mittlere Bereich, das sogenannte Hauptprofil, welches laut Straßenverkehrs- Zulassungs-Ordnung mindestens 1,6 mm beträgt. Überprüfen kannst du das mit einer 1-Euro-Münze. Halte die Münze dazu in eine Vertiefung in der Mitte des Reifenprofils. Verschwindet der goldene Rand, hast du noch genug Profil.
  2. Stelle das Fahrzeug auf eine ebene Fläche und lege den Gang vor dem Demontieren der Reifen ein. Ziehe die Handbremse an. Entferne die Radkappen, falls du welche hast.
  3. Löse mit dem Radkreuz leicht die Radmuttern über Kreuz gegen den Uhrzeigersinn  (z. B. oben links und unten rechts). Aufgepasst: Löst du die Muttern, wenn das Auto bereits aufgebockt ist, führt es lediglich dazu, dass  sich der Reifen dreht.
  4. Beachte die Aufnahmepunkte für den Wagenheber am Schweller gemäß Handbuch. Hebe das Auto an, bis der Reifen den Bodenkontakt verliert.
  5. Drehe die Radschrauben kreuzweise heraus, sodass in der oberen Hälfte eine Schraube verbleibt; diese hält den Reifen bis zum Schluss.
  6. Wechsle den Reifen und beachte die Laufrichtung der neuen Reifen (siehe Pfeilrichtung).
  7. Markiere auf dem demontierten Reifen mit Kreide, welche Position er hatte, damit du ihn beim nächsten Wechsel wieder auf die gleiche Position schraubst (z. B. VL für vorne links).
  8. Ziehe die Radschrauben über Kreuz an (z. B. oben links und unten rechts).
  9. Senke das Fahrzeug ab, bis ein leichter Bodenkontakt vorhanden ist. Ziehe die Reifen mit dem Drehmomentschlüssel fest und entferne den Wagenheber.

Nun gilt es noch die Reifen richtig zu lagern. Nachdem du sie markiert und geputzt hast, solltest du den Reifendruck um 0,5 Bar gegenüber der Herstellerangabe erhöhen. Grund dafür ist, dass die Reifen während der Lagerung Luft verlieren. Somit behalten sie ihre Form und werden nicht eingedrückt.

Der Ort an dem du deine Reifen am besten aufbewahrst ist auch wichtig. Du solltest sie nämlich in möglichst trockener, kühler und dunklen Umgebung lagern. Ist der Reifen UV-Strahlung ausgesetzt, altert er schneller. Zudem solltest du verhindern, dass deine Reifen mit Benzin, Ölen oder auch Verdünnungsmitteln in Berührung kommen, da es dabei zu einer Beschädigung des Reifengummis kommen kann. Mein Tipp: Stapele deine Reifen am besten waagrecht übereinander, so vermeidest du eine Deformation.

Fertig! Du hast es geschafft!

Prüfe unbedingt noch vor deiner Spritztour den Reifendruck. Der optimale Reifendruck hängt vom Autohersteller ab. Den richtigen Wert findest du in der Bedienungsanleitung deines Autos, in der Reifendrucktabelle des Reifenherstellers oder an der Fahrer- bzw. Beifahrertür. Vergiß nicht die Schrauben der Reifen nach 50km noch einmal festzuziehen.

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Jetzt weißt du, wie einfach du den Reifenwechsel machen kannst. Bleibst du wegen eines platten Reifens liegen, hast du hoffentlich ein Ersatzrad dabei. Wenn nicht, hilft dir der Kfz-Schutzbrief, bei dem dein Fahrzeug abgeschleppt wird.

Übrigens, hat sich die Nutzung deines Autos verändert?

Du pendelst in letzter Zeit häufiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder stellst dein Auto ab sofort in der Garage ab? Dann ist es Zeit, deine Kfz-Versicherung zu überprüfen. Bei reduzierter Kilometerlaufleistung gibt es bei uns beispielsweise einen Rabatt. Informiere dich und spare Geld!

Welche Erfahrungen hast du mit deinem ersten Auto gemacht? Hast du noch weitere Tipps für uns? Teile sie mit uns in den Kommentaren.

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Manuel Meyer

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