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Zahn um Zahn – körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft

Jasmin Nimmerland

Eine Schwangerschaft ist für mich ein ganz besonderes Glück. Sie ist besonders magisch, besonders aufregend. Ich glaube, schwanger zu sein ist für alle werdenden Mütter eine besonders intensive Zeit, in der sie ihren Körper neu kennenlernen. Ich verbinde diese Zeit mit vielen schönen Erinnerungen, aber ich habe auch weniger schöne Erfahrungen gemacht.

Alles verändert sich

Ich habe meinen Körper als besonders weiblich wahrgenommen, denn die Rundungen meines Körpers hatten plötzlich eine Funktion. Mein breites Becken schenkte meinem Kind einen Platz, die Brüste sollen mein Kind nähren und mein Bauch war sein Zuhause. Während der Schwangerschaft macht der mütterliche Organismus extreme Veränderungen durch. Der Hormonhaushalt, der Stoffwechsel, das Immunsystem und der gesamte weibliche Körper passen sich den Bedingungen für das neue Leben an. Was viele nicht wissen: manche Veränderungen passieren unbemerkt. So verschlechtern sich beispielsweise bei vielen Frauen die Zähne, weshalb man frühzeitig in der Schwangerschaft zum Zahnarzt sollte, damit man keinen Zahnverlust erleidet.

Zwei rosa Linien

Ich habe schon sehr früh in meinen Schwangerschaften eine Veränderung gespürt, meist wusste ich vor den zwei zarten rosa Linien auf dem Teststreifen Bescheid, dass ich ein Baby in mir trage. Frauen mit einem guten Körpergefühl und feinen Sensoren nehmen deshalb oft schon kurz nach der Empfängnis ihren Körper anders wahr. Ich bin dann etwas angespannter, meine Laune war häufig schlimmer als während meiner Periode und ich hatte so ein Ziehen im Unterleib. Auch war mir sehr lange übel, auch über die zwölfte Woche hinaus. Zudem hatte sich mein Geschmacksempfinden verändert und ich fand meine Zahnpasta abscheulich.

Mein Babybauch

Recht schnell stellten sich bei mir aber weitere körperliche Veränderungen ein. Das kleine Bäuchlein wölbte sich, die Brust wurde größer und mein Appetit verrückter. Ich weiß noch, wie ich drei Stunden Gulasch zubereitete, weil ich so einen riesen Appetit darauf hatte und am Ende dann doch keinen Bissen herunterbekam.

Der wachsende Bauch fasziniert mich in jeder Schwangerschaft am allermeisten. Man sieht richtig, wie das kleine Leben darin immer größer wird und doch kann man sich nicht vorstellen, was da eigentlich gerade passiert. Ich konnte nie begreifen, dass das wirklich mein Kind war, dass ich wirklich Mutter werden würde. Das änderte sich übrigens auch bei meinem zweiten Kind nicht.

Ich hatte übrigens zwei völlig verschiedene Babybäuche. In meiner Schwangerschaft mit Samuel war mein Bauch sehr rund und ich nahm auch einiges an Gewicht zu. Am Ende hatte ich viel Wasser eingelagert und alles fühlte sich beschwerlich an. In meiner Schwangerschaft mit Mio nahm ich extrem wenig zu und mein Bauch war von hinten gar nicht zu sehen. In dieser Schwangerschaft fühlte ich mich so wohl, dass ich am Tag des Entbindungstermins noch mit Fahrrad und Anhänger durch Köln kurvte.

Schwangerschafts-Wehwehchen

Ein paar meiner Freundinnen gingen völlig beschwerdefrei durch ihre Schwangerschaft, andere hatten größere Probleme wie eine Schwangerschaftsvergiftung. In meinen Schwangerschaften hatte ich glücklicherweise bislang eher harmlose Zipperlein.

Mit jedem Kind geht ein Zahn

Meine Freundin sagte mir: „Jedes Kind kostet einen Zahn! Pass‘ bloß auf!“
Vielleicht hast du dieses Sprichwort auch schon mal gehört? Früher dachte man, dass das Ungeborene das Kalzium im Zahn entzieht und die Frau daher häufig Probleme mit ihren Zähnen hat. Das ist aber falsch. Ich hatte zum Glück auch keine Probleme damit, jedoch begünstigen die hormonellen Prozesse im Körper tatsächlich die Bildung von Bakterien. Das Zahnfleisch wird zum Beispiel weicher und blutet schneller, so können schneller Entzündungen entstehen. Durch eine gute Mundhygiene kann man dem aber vorbeugen. Es hilft, wenn du jeden Tag eine Mundspülung machst und die Zahnzwischenräume möglichst mit einer kleinen Bürste reinigst. Manchmal ist es auch gut, sich eine weichere Zahnbürste zu kaufen, die schonender für das Zahnfleisch ist. Und was die Zahnpasta betrifft: zum Glück gibt es hier eine riesen Auswahl an Geschmacksrichtungen. Aber auch das Erbrechen durch die Schwangerschaftsübelkeit ist nicht gerade gut für die Zähne, da die Magensäure den Zahnschmelz angreift. Daher empfehle ich dir, in der Schwangerschaft besonders auf eine gute Mundhygiene zu achten.

„Ich würde mich im Zuge dessen auch immer wieder für eine Zahnzusatzversicherung entscheiden, bei der auch eine professionelle Zahnreinigung pro Jahr inklusive ist. Check‘ das doch einfach mal ab, damit du kein Risiko eingehst.“

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Welche Veränderungen hast du in deiner Schwangerschaft wahrgenommen? Hattest du auch Probleme bei der Zahnpflege oder sogar einen Zahn verloren?

 

2Kommentare

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Kommentare

  • Laura Antworten

    Sehr interressante Geschichte.

  • Carina Kockelke Antworten

    Hallo Laura,

    schön, dass dir unser Artikel gefällt.

    Viele Grüße,
    Carina

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