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Zehn Antworten auf nervige Fragen am Weihnachtsabend

Kai Bösel

Weihnachten ist ein Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Ein perfekter Anlass, einen Gang herunterzuschalten, sich mit lieben Menschen zu einem gemütlichen und entspannten Abend zu treffen, ein gutes Glas Wein zu trinken und sich viel Zeit für gute Gespräche und leckeres Essen zu nehmen. Für manche Gespräche braucht man eben etwas Vorbereitung und genau die richtigen Antworten.

„In der Praxis ist der Heilige Abend oft die Krönung des mit Abstand stressigsten Monats mit vielen Vorbereitungen.“

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Erst der Adventskalender, dann Nikolaus, die Essensplanung, Wunschzettel erfüllen… und dann sitzen gerade viele Eltern erschöpft aber glücklich mit der Familie auf dem Sofa und betreiben etwas Smalltalk mit ihren Liebsten. Und da muss man gar nicht nach dem HSV fragen, um für Stimmung zu sorgen. Diese zehn Fragen sind auch ein Garant für explosive Stimmung. Daher haben wir ein paar Antworten mit einem Augenzwinkern dazu im Angebot:

1) Was macht ihr eigentlich an Silvester?

Die Frage aller Fragen. Denn hier besteht bei den meisten Menschen der Wunsch nach DER Party des Jahres. Das Finale des zwölfmonatigen Partymarathons. Zeit für lustige Hüte, deutschen Schlager zum Mitgrölen und Bleigießen. Leider wird der Großteil des Dezembergehaltes immer noch gern in den Himmel geschossen. Als würde eine einzige Rakete für die guten Wünsche nicht reichen, jagen die Deutschen ihre Taler lautstark in den Nachthimmel. Da lob ich mir unsere Nachbarn in Holland, die Feuerwerk nur den Gastronomiebetrieben erlauben. Das spart Geld, Müll und böse, langwierige Verletzungen. Aber zurück zur Frage. Eine typische Antwort lautet:

„Keine Ahnung, wir gucken Dinner for One und dann klingeln wir mal bei den Nachbarn…“

2) Wie läuft´s momentan in der Schule?

Teenager am Weihnachtstisch sind ein Pulverfass und Eure Fragen sind die Flamme, mit der Ihr an der Zündschnur herumspielt. Da gibt es eine ganze Reihe von möglichen Fragen, mit denen Ihr den Halbstarken zur Weißglut bringen könnt. Zum Beispiel „Mit wem schreibst Du denn die ganze Zeit“? Oder passend dazu: „Kannst Du nicht mal das Handy zur Seite legen?“ Ein Erfolgsgarant für Thermik wäre auch: „Sag mal, der Pickel war gestern aber noch nicht da, oder?“. Gut ist auch „Ist das ein Knutschfleck?“. Am Fest der Liebe gilt es, Stress zu vermeiden und nervigen Fragen mit Humor zu begegnen. Daher wäre eine mögliche Antwort:

„Ich war länger nicht da, daher kann ich das gar nicht so spontan beantworten…“

3) Hast du den Bon aufbewahrt?

Zu Weihnachten gehören Geschenke, Tee und Socken für die Großeltern, ein edler Gin für den Vater und ein neues Bügeleisen für die Mama. Geschenke sollen überraschen, manchmal praktisch sein oder für mehr „quality time“ sorgen. Geld schenken die meisten nicht gern, daher wird leidenschaftlich weihnachts-geshoppt. Das trifft allerdings nicht immer den richtigen Nerv, daher startet nach den Festtagen für viele der Umtausch-Marathon. Zum Glück ist mit den kostenlosen Retouren bei Online-Shops wohl bald Schluss. Das finde ich gut, denn der Internet-Handel braucht auf jeden Fall ein besseres Verständnis für die Kosten, die der Versand von Waren, gerne auch hin und zurück, mit sich bringt. Eine Antwort auf die Frage könnte aber sein:

„Leider nicht. Das habe ich selbst gerade erst beim Schrottwichteln abgegriffen, konnte es aber leider nicht brauchen.“

4) Kannst du nach dem Essen mal unser Wlan checken?

Viele Kinder und Erwachsene besuchen über die Feiertage Ihre Eltern und lassen sich nochmal wie früher nach Strich und Faden kulinarisch verwöhnen. Das ist dann aber auch meist ein Treffen der Technik-Generationen. Während die jungen Leute schnell noch Fotos mit der App bearbeiten und kurze Clips bei TikTok hochladen, verzweifeln die Älteren häufig schon an der Einrichtung des Netzwerkes. Daher freuen sie sich, wenn sie mal einen „digital native“ im Haus haben und bitten um ein paar kurze Optimierungen des IT-Setups. Eine mögliche Antwort auf die Frage wäre:

„Dazu bräuchte ich noch ein Wlan-Kabel, dann kann ich mal schauen…“

5) Können wir nächstes Jahr vegan essen?

Das Jahr 2019 wird in die Geschichte eingehen als das Jahr, indem auch der letzte Otto Normal verstanden hat, dass er sein Verhalten ändern muss. Der Klimawandel ist in aller Munde, „no plastic“ und „Bio“ gewinnen zum Glück immer mehr an Bedeutung. Für den Weihnachtsbraten heißt das: entweder kauft Ihr den Truthahn der Handelsklasse A für gut 10 Euro das Kilo. Bei 5 Personen braucht man etwa einen 5-Kilo-Vogel und landet bei 50 Euro. In Bio-Qualität ist es der doppelte Preis. Aber vielleicht muss es ja wirklich gar nicht immer Fondue oder Pute sein. Es gibt durchaus leckere vegetarische Rezepte für ein feierliches Essen, welches allen Wünschen gerecht wird. Somit lautet eine Antwort:

„Das können wir gern. Am besten treffen wir uns dann schon mittags und kochen alle zusammen…“

6) Sag mal, hast du ein bisschen zugenommen?

Der Alkohol lockert die Zunge und trübt den Blick. Wir sind kurz vor Silvester, Zeitpunkt für gute Vorsätze. Hinter uns liegt der schoko-lastige Dezember, in dem meist viel gegessen und Sport reduziert wird. Trotzdem sind so erschreckend ehrliche Fragen gefährlich für die besinnliche Weihnachtsstimmung. Vielleicht will die Verwandtschaft aber auch nur das schlechte Gewissen kitzeln, um einen zusätzlichen Nachtisch verputzen zu können. Vorschlag für die Antwort ist:

„Das kann nicht sein, hab zum Vorjahr drei Kilo verloren. Wahrscheinlich werden Deine Augen schlechter…“

7) Hättest du dich nicht feierlicher anziehen können?

Kleider machen Leute, so sagte man es mal. Da war der schnieke Nadelstreifenanzug noch ein Indiz für den erfolgreichen Geschäftsmann. Das ist spätestens vorbei, seit Mark Zuckerberg in Adiletten mit Facebook das Internet erobert hat. An dem Sprichwort „Don’t judge a book by its cover“ ist etwas Wahres dran. Aber wir feiern nun mal Weihnachten.
Mein Vater erscheint immer noch mit Sakko und Samtfliege zum Heiligen Abend. Unser Sohn hingegen nimmt in der beuligen Jogginghose teil, in der er auch täglich der Frau seines Lebens begegnen könnte. Ich bin irgendwo dazwischen, meist bei Jeans und Hemd. Zumindest hat uns die Welle der Ugly Sweater noch nicht erwischt. Zum Glück. Die Antwort könnte sein:

„Ich habe extra etwas runtergeschraubt, denn ich möchte unserem Baum die Möglichkeit geben, zu glänzen…“

8) Kommst du gleich mit in die Kirche?

Das ist insbesondere am Heiligen Abend eine berechtigte Frage, denn natürlich feiern wir Weihnachten nur, weil Jesus geboren wurde. Und für die Tradition der Mitbringsel bedanken wir uns an dieser Stelle ausgiebig bei Caspar, Melchior und Balthasar. So weit, so gut. Aber leider hat die Kirche ein Problem. Und mehr Leute glauben nur noch an die Kirchensteuer, nicht mehr an den lieben Gott. Das Thema ist schwierig. Aber natürlich ist die Kirche an Weihnachten ein besonderer Ort der Nächstenliebe und Besinnlichkeit. Nur oft einfach so verdammt kalt im Dezember. Daher antworten wir:

„Na klar, ich hole nur kurz Handschuhe, Schal und den Taschenofen, damit mir warm bleibt…“

9) Wann werden wir denn nun eigentlich Großeltern?

Silvester ist der Tag der guten Vorsätze. Weihnachten ist der Zeitpunkt, diesbezüglich die falschen Fragen zu stellen. Natürlich wünschen sich viele Eltern mit erwachsenen Kindern, bald Großeltern zu werden. Und wenn die eigenen Kinder schon mal mit viel Zeit am Esstisch sitzen, dann kann man doch mal fragen, oder? Nein, das sollte man nicht. Denn diese Frage nervt einfach. Paare entscheiden selbst über den richtigen Moment. Und wenn die Ampel auf Grün steht, dann muss es ja auch noch funktionieren. Hier müssen die Eltern einfach geduldig sein und hoffen, dass ihre Erziehung den Kinderwunsch hat entstehen lassen. Dann wird es eines Tages auch klappen mit den Enkeln.
Die richtige Antwort wäre also:

„Wir haben uns gegen Kinder entschieden und holen uns nach Weihnachten einen Pitbull aus dem Tierheim…“

10) Wollen wir zusammen noch ein paar Weihnachtslieder singen

Ich singe gern. Solange mir keiner dabei zuhört. Eine Ausnahme ist meine Tochter, denn unser Einschlafritual am Abend sind immer die drei gleichen Lieder, die ich Ihr vorsinge. Und wir können auch hemmungslos im Auto bei Queen, Deichkind oder Robbie Williams abrocken. Uns hört ja keiner.

Aber einmal im Jahr singen wir in großer Runde zusammen. Das ist Weihnachten. Am Baum brennen die Kerzen, ein Räuchermännchen sorgt für wohltuenden Duft und im Becher dampft der Glühwein. In dieser feierlichen Stimmung werden dann kleine Liederbücher verteilt, die eigentlich keiner braucht, weil wir ziemlich textsicher sind. Zumindest bei den ersten Strophen.
Und dann singen wir gemeinsam „Stille Nacht“ und „Oh Du Fröhliche“. Und dieses Mal ist es egal, wie schräg die Töne sind. Denn in diesem Moment ist es einfach schön, gemeinsam ein Lied zu trällern. Daher ist die Antwort:

„Na klar, sehr gern. Hol Du schon mal den Glühwein und den bunten Teller, dann besorg ich die Gesangsbücher…“

Ich hoffe, Ihr habt ein bisschen Freude mit dieser nicht ganz ernst gemeinten Top10. Und nun wünsche ich Euch und Euren Lieben friedliche und entspannte Weihnachtstage. Seid nett zueinander, futtert nicht so viel und trinkt einen für mich mit. Wir lesen uns 2020!
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