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Kann man Diabetes Typ 2 besiegen? Das ist möglich. So geht’s

Birgit Walz

Mehr Bewegung und gesunde Ernährung und dazu eine ordentliche Portion Disziplin. Unsere Kollegin Birgit Walz hat es geschafft und Diabetes Typ 2 besiegt. Sie erzählt, was ihr dabei besonders schwer fiel.

Es ist zwar schon über vier Jahre her, dennoch kann ich mich noch genau an den Tag erinnern, an dem ich von meinem Arzt die Diagnose Diabetes Typ 2 erhielt.

Ich war geschockt!

Sicherlich war ich irgendwie schon darauf vorbereitet. Meine Eltern leben seit vielen Jahren mit dieser Krankheit. Deshalb wurden meine Blutwerte in regelmäßigen Abständen beobachtet. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Werte noch im grünen Bereich.

Doch nun empfahl mir der Arzt, sofort mit der Tablettentherapie zu beginnen.

Im Gespräch erörterten wir noch die Alternative. Ich sollte etwa zehn Kilogramm abnehmen und meine Ernährung komplett umstellen. Wenn ich das schaffen würde, könnte es sein, dass sich meine Werte wieder normalisieren, meinte mein Arzt.

„Verschiedene Lebensmittel habe ich zu Feinden erklärt und andere zu meinen Freunden. Wieder andere betrachte ich neutral.“

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Tabletten einnehmen? Nein danke, ich nehme lieber ab

Zu Hause überlegte ich dann: Zehn Kilogramm abnehmen und die Ernährung umstellen sind schon gehörige Herausforderungen! Vor allem, weil ich es liebe, gut zu essen!

Ich war nah dran zu kapitulieren und die Tabletten zu besorgen. Doch dann ist mein Kampfgeist erwacht!

Als erstes habe ich im Internet gesucht, was mich bei meinem Vorhaben unterstützen könnte. Dabei bin ich auf das Angebot meiner Krankenkasse zu Präventionskursen gestoßen. Fitness-Kurse werden dabei finanziell unterstützt. Bei dem Studio in meiner Nähe konnte ich auch gleich damit anfangen.

Um nicht alleine „kämpfen“ zu müssen, konnte ich meinen Mann gewinnen, sich meinem Vorhaben anzuschließen.

Wegen der Umstellung der Ernährung habe ich dann umfangreiche Fachliteratur gewälzt. Die verschiedenen Diäten wie zum Beispiel, Low Fat-, Trennkost oder Kohlsuppen-Diät schienen mir für mich nicht geeignet, um langfristig damit leben zu können.

Ich informierte mich weiter über die Wirkungsweise von Zucker und Fett bei der Ernährung. Daraufhin entwickelte ich mein Ziel:

Verschiedene Lebensmittel habe ich zu „Feinden“ erklärt und andere zu meinen „Freunden“. Wieder andere betrachte ich neutral:

Zu Freunden zählen alle Obst- und Gemüse- und Salatsorten, sowie Vollkornprodukte. Zu Feinden habe ich weißes Mehl und Zucker sowie alle tierischen Fette erklärt. Zu Beginn habe ich strikt darauf geachtet, meine „Feinde“ zu meiden.

Zugegeben: Es ist mir nicht wirklich leichtgefallen, als Fränkin auf den Schweinebraten, das Bratwurstweggla oder die Kirchweihküchlein zu verzichten.

Männliche Person mit Diabetes Typ 2 hält ein Blutzuckermessgerät mit Produkten auf dem Küchentisch

Mit Disziplin zum Erfolg

Doch der Erfolg machte sich schnell bemerkbar. Die Stunden beim Sport und die gesunden Mahlzeiten haben mich in knapp fünf Monaten zehn Kilo verlieren lassen.

Nach einem Jahr war dann auch mein Arzt mit mir zufrieden. Die Blutwerte hatten sich extrem verbessert.

Nach dem Erreichen meiner zehn Kilogramm-Marke beim Abnehmen, war ich zwar nicht mehr ganz so konsequent. Doch ich konnte durch möglichst wenig Kontakt zu meinen „Feinden“ mein Gewicht halten.

Auch wenn ich manchmal einen „Feind“ an mich heranlasse, ist es mir gelungen, auf lange Sicht, dem Diabetes die Stirn zu bieten.

Heute habe ich keine Entzugserscheinungen mehr, wenn ich Schweinebraten rieche. Den leiste ich mir ab und zu. In Stresssituationen greife ich auch wieder manchmal nach der „Frust-Schokolade“.

Wichtig ist es, sich bewusst zu machen, welches Lebensmittel was im Körper bewirkt. Ausgewogene Ernährung ist das Geheimnis. Natürlich zusammen mit regelmäßiger Bewegung.

Außerdem lasse ich jährlich meine Augen zur Vorsorge untersuchen. Mein Vater hatte durch Diabetes große Probleme, die durch rechtzeitige Vorsorge hätten vermieden werden können. Dabei unterstützt mich finanziell die Augenversicherung der ERGO.

Jetzt, vier Jahre später weiß ich: Die Diagnose Diabetes bedeutet keinen Weltuntergang! Das Leben heute ist mindestens ebenso gut wie vorher. Ich lebe bewusster, esse gesünder und es macht mich stolz, diese Krankheit besiegt zu haben!

 

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Du kannst eine ganze Menge für deine Gesundheit tun. Die DKV, der Gesundheitsversicherer der ERGO, unterstützt ihre vollversicherten Kunden mit verschiedenen Aktivprogrammen. Schau doch mal rein!

Habt ihr ähnlich Erfahrungen gemacht oder wollt dem Diabetes endlich die Stirn bieten? Schreibt mir gerne in den Kommentaren! Eine spannendes Interview zum Thema Diabetes Typ 1 findest du Diabetes Typ1.

2Kommentare

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Kommentare

  • Bärbel Puls Antworten

    Eine sehr informative Seite, die Betroffenen mit Sicherheit weiterhilft. Immer mehr Ärzte und Heilpraktiker sagen aber auch ganz klar: Wer seinen Lebensstil ändert, sich gesünder ernährt und sich viel bewegt, kann seine Diabetes in den Griff bekommen. Auch diverse Studien belegen, dass – mit Änderung des Lebensstils – die sogenannte „Altersdiabetes“ vermieden bzw. positiv beeinflusst werden kann. Einige meiner Blogbeiträge zeigen auf, was Betroffene tun können.

    Herzlichst Bärbel Puls – Verlag Wirksam Heilen

  • Meine Erfahrungen mit Diabetes Typ 1 - ERGO Direkt Blog Antworten

    […] Meinung nach sind beide nicht heilbar. Sie können unterschiedlich therapiert werden. Wenn man bei Typ 2 die Ernährung umstellt und mehr Sport macht, kann man unter Umständen ohne Tabl… Dann sind Ernährungsumstellung und Sport die Therapie. Zumindest eine gewisse Zeit funktioniert […]

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