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Kampfsport und Kampfkunst: Das beste Training für Körper und Geist

Kai Hermann

„Papa, ich möchte Wing Tsun machen!” „Wing-was? Ich kenn nur Win-Win!”
Den Blick von meiner Tochter hättest du sehen sollen! Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste: Bruce Lee, Held meiner Kindheit, war Schüler des wohl berühmtesten Wing Tsun Meisters Yip Man.

Jetzt mal von Anfang an: Meine Tochter hat sich schon immer gern bewegt, und deshalb haben meine Frau und ich sie immer bestärkt und ihr ermöglicht, alle erdenklichen Sportarten auszuprobieren. Dass sie letztendlich bei Wing Tsun – oder auch: Wing Chun – gelandet ist, hätte ich irgendwie nicht erwartet.

Dabei machen Kinder und Jugendliche fast die Hälfte der Mitglieder in deutschen Kampfsportvereinen aus.

Kampfsport erfreut sich derzeit generell steigender Beliebtheit. Eigentlich auch kein Wunder: Man lernt nicht nur, sich im Zweifelsfall zu verteidigen. Der ganze Körper wird trainiert und die Konzentrationsfähigkeit gestärkt. Ebenso fördert es immens die Ausdauer und das Bewusstsein für den eigenen Körper.

Dabei gibt es Kampfsportarten wie Sand am Meer. Auch für meine Tochter war es gar nicht so leicht, sich für eine zu entscheiden. Darum durfte sie alles ausprobieren, was sie interessierte.

Was unterscheidet eigentlich Kampfkunst von Kampfsport?

Kurz gesagt, bezieht sich Kampfsport auf sportliche Wettbewerbe: Wenn trainiert wird, um an einem Sportwettkampf teilzunehmen, dann spricht man von Kampfsport. Dementsprechend wird nichts trainiert, was für den Wettkampf nicht relevant ist. Manche Kampfkünste enthalten dagegen z. B. auch mentales Training, Strategie oder Philosophie.

Beliebte Kampfsportarten und Kampfkünste im Überblick

Wing Tsun

  • chinesische Kampfkunst
  • entstand im 19. Jahrhunder
  • hat sich aus dem Kung-Fu entwickelt
  • Keine Wettkämpfe

Krav Maga

  • israelisches Selbstverteidigungssystem
  • entstand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
  • nutzt hauptsächlich Schläge und Tritte
  • keine Wettkämpfe

Jiu Jitsu

  • japanische Art der Selbstverteidigung
  • Ursprung reicht mehrere Jahrhunderte zurück
  • Mix aus Techniken des Judo, Wing-Tsun, Ringen Boxen
  • Wettkampfsport

Judo

  • japanische Kampfsportart
  • Tradition reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück
  • Wurf-, Boden-, Schlag- und Falltechniken
  • Wettkampfsport

Karate

  • japanische Kampfkunst mit chinesischen Wurzeln
  • entstand im 19. Jahrhundert
  • zielt auf Kondition, Selbstbeherrschung
  • Wettkampfsport

Capoeira

  • brasilianische Kampfkunst
  • entstand während der Kolonialzeit
  • Angriffstechniken mit Tanzelementen
  • Wettkämpfe möglich

Die Vorteile von Kampfsport in der Freizeit

Wie oben angedeutet, hat das Praktizieren einer Kampfsportart oder Kampfkunst viele Vorteile – auch, wenn man nicht regelmäßig in Außeinandersetzungen verwickelt ist.

  • Körperliche Fitness: Sowohl für die Kräftigung als auch für die Ausdauer ist Kampfsport ideal. Das anstrengende Training stärkt das Herz und sorgt so dafür, dass du länger Puste hast.
  • Koordination: Durch die komplexen Bewegungsabfolgen werden gleichzeitig mehrere Muskelgruppen beansprucht.
  • Stressabbau: Die körperliche Verausgabung ist perfekt geeignet, um sich z.B. nach einem stressigen Arbeitstag auszupowern. Hierbei senkst du nämlich deinen Cortisolspiegel. Cortisol wird u.a. durch Stress gefördert und kann zu Schlafproblemen und einem geschwächten Immunsystem führen.
  • Selbstvertrauen: Durch die sportliche Aktivität und die Erfahrung, Zweikampfsituationen zu meistern, erlebst du echte Erfolgsmomente und steigerst so dein Selbstbewusstsein.

Für wen ist Kampfsport geeignet?

Um es kurz zu machen: Die genannten Vorteile gelten für alle. Im Grunde würde jeder Mensch davon profitieren, eine Kampfsportart zu praktizieren. Für Kinder ist es prima geeignet, da sie hier nicht nur das Respektieren von Regeln lernen, sondern auch das Gefühl für ihren Körper verbessern sowie eventuellen Schulstress abbauen können. Das Thema Stressabbau ist natürlich auch für Erwachsene relevant. Die körperliche Verausgabung kann einen entspannenden Effekt für die Psyche haben. Besonders Frauen können großen Nutzen aus dem Kampfsport ziehen. Sie sind häufig durch Familie und Beruf doppelt belastet. Zudem lernen sie, sich im Notfall effektiv zu verteidigen.

Ring frei für Gleichberechtigung: Frauenboxen

Wusstest du, dass Frauen in Deutschland erst seit 1994 in offiziellen Wettkämpfen gegeneinander boxen dürfen?

Klingt ziemlich absurd, oder? Zum Glück haben die Zeiten sich geändert und Boxen ist heute für Frauen genauso akzeptiert wie für Männer. Wie funktioniert’s? Neben der Beherrschung der vier Schlagtechniken (Jab, Cross, Hook, Upper Cut) ist die Beinarbeit entscheidend beim Boxen. So ergibt sich ein dynamisches Zusammenspiel aus Unter- und Oberkörperarbeit, die ziemlich herausfordernd ist. Etwas sportliche Erfahrung ist daher durchaus von Vorteil.

Den Artikel, in dem euch Paula von Laufvernarrt alles rund um den Zusammenhang von Sport und Zahngesundheit erklärt, findet ihr hier.

Die Vorteile von Kampfsport für Kinder

Gerade Kinder können von einer Kampfsportart profitieren. Die größten Vorteile sehe ich in der Förderung von:

  • Teamgeist
  • Konzentration
  • Selbstbewusstsein
  • Resilienz
  • Frustrationstoleranz
  • Respektieren von Regeln

Kampfsport

Fazit: Kampfsport kann eine ungemeine Bereicherung sein.

Das Schöne am Kampfsport ist, dass er im Grunde für jede Altersgruppe geeignet ist. Wichtigste Voraussetzung ist dabei natürlich der Spaß: Wenn du dich jedes Mal zwingen musst und dich nach dem Training schlecht fühlst, ist es vielleicht nicht die richtige Kampfsportart für dich. Diese zu finden kann darum etwas dauern – doch das Ausprobieren lohnt sich! Meine Tochter ist jedenfalls nach einigem Rumprobieren total happy mit Wing Tsun.

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