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Midlife Crisis? Nicht mit mir!

Kai Bösel

In zwei Jahren werde ich 50. Kreisch!!! Nee, keine Sorge. Anders als bei vielen anderen Männern löst das bei mir alles andere als eine Midlife Crisis aus. Und ich muss auch nix kompensieren. Haare wachsen mir schon länger nicht mehr, daher trage ich sportliche zwei Millimeter inklusive blanker Platte. Einen alten Porsche hatte ich schon mit 30 und habe ihn für mein erstes Startup versilbert. Und Golf spiele ich auch schon 15 Jahre, wenn auch ziemlich schlecht.

Nicht zuletzt aufgrund meiner Selbstständigkeit ist jeder Tag anders und meine siebenjährige Tochter hält mich ebenfalls auf Trab und sorgt für Frische im Kopf. Ich fühle mich wie ein Zwanzigjähriger. Allerdings gefangen im Körper eines… naja…fast Fünfzigjährigen. Das war vor ein paar Jahren noch anders. Da habe ich noch eine Motorsport-Rennlizenz gemacht, stand als Kandidat bei „Schlag den Raab“ auf der Showtreppe und bin mehrfach pro Woche um die Alster gelaufen. Aber so langsam kann der Körper mit meiner Geschwindigkeit nicht mehr Schritt halten. Daher fasse ich mal zusammen, was sich in den letzten Jahren alles verändert hat…

Auge um Auge

Kaum ein Wort ist so unsexy wie „Gleitsichtbrille“. Und das Schlimme daran ist: ich brauche sowas. Seit 1999 sitze ich beruflich bedingt am Bildschirm. Seitdem habe ich auch eine Brille, insbesondere fürs Fernsehen, Auto fahren und die Arbeit. Aber nun plötzlich kann ich nahe Dinge wieder ohne Brille viel besser erkennen, stecke Sie also am Monitor, beim Lesen oder am Smartphone nach oben.

„Die Lösung wäre eben jene Gleitsichtbrille. Aber allein durch den Namen fühle ich mich noch älter, daher schiebe ich es vor mir her.“

BMI, FDH & TKK

So richtig dünn war ich nie, sondern immer sportlich-schlank. Ich hätte eine Maradona-Figur, wurde mir mal gesagt. Bei 1,83 kann damit nicht die Größe gemeint sein. Ich habe schon immer gern und viel gegessen – auch süß und salzig – konnte das aber immer automatisch mit viel Bewegung ausgleichen. Nicht mehr über 40. Ich esse weniger und nehme trotzdem zu. Allerdings fahre ich auch Roller statt Fahrrad und mache allgemein zu wenig Sport. Also habe ich diverse Abnehmprogramme probiert. Und mit Intervall-Fasten habe ich endlich etwas gefunden, was ich prima umsetzen kann. Ich esse nur zwischen 11 und 19 Uhr. Den Rest der Zeit gibt es Kaffee schwarz, Tee und Wasser. Das ist super und wirkt sich extrem auf der Waage aus. Und es passt zu der Empfehlung meines Arztes nach purin- und cholesterinarmer Ernährung. Zum Glück…

Der Zahn der Zeit

Hätte ich als Jugendlicher gewusst, wie nervig und teuer Behandlungen der Zähne werden können, hätte ich wahrscheinlich noch besser geputzt. Und eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen. Erst spät bin ich zur elektrischen und inzwischen zur Schallzahnbürste gekommen. Der Einsatz von kleinen Zwischenraumbürstchen, Zahnseide und Munddusche ist sicherlich immer noch zu verbessern. Vielleicht deshalb – oder auch genetisch bedingt- habe ich einige Wurzelbehandlungen hinter mir und das erste Implantat eingebaut. Mir graut etwas vor dem, was da alles noch kommt. Und obwohl ich bei meiner Tochter dadurch verstärkt auf gute Zahnpflege achte, musste sie auch schon unter den Bohrer. Autsch…

Lauf Forest, lauf

Es lebe der Sport. Früher habe ich 20 Jahre Handball gespielt. Mit dem ersten Job 1999 und der Wohnung in Hamburg wurde ich zum Alster-Jogger. Da ich mir gern ehrgeizige Ziele setze, hab ich inzwischen 3x einen Marathon und diverse Male einen Halbmarathon ins Ziel gebracht. Dann haben beide Waden Stress gemacht und ich habe die Laufschuhe an den Nagel gehangen. Leider konnte ich noch kein Sportprogramm finden, was die Laufrunden ersetzt. Rad fahren machen wir gemächlich mit der Familie. Und das Rudergerät ist zwar vorhanden, aber irgendwie langweilig. Nun hat eher zufällig ein Physio herausgefunden, dass die Triggerpunkte bei mir in der Wade zicken. Dank jahrelanger falscher Dehnung. Aktuell knete ich sie mit Faszienrollen wieder weich.

„Auch so ein Begriff, den man frühestens mit 40 kennenlernt. Aber wenn’s hilft…“

Save the planet

Ehrlich gesagt habe ich mir früher weniger Gedanken um die Umwelt gemacht. Wie wahrscheinlich fast alle anderen Menschen auch. Aber es kann auch mit dem Alter zusammenhängen. Heute machen wir unseren Joghurt selbst, um Plastik zu sparen. Wir nutzen Netze und Tüten für den Einkauf, trinken Hafermilch und kaufen Bio-Fleisch. Weil das viel kostet, haben wir den Verzehr reduziert. Außerdem meiden wir große Konzerne, futtern Bio-Schokocreme und trinken zuckerfreie Cola eines regionalen Herstellers. Und wir verteufeln Kreuzfahrten. Das ist alles immer noch zu wenig, aber ein Anfang, den wir auch an unsere Kinder weitergeben. Dann müssen sie nicht erst 40 werden, um bewusster zu leben.

Ich hab Rücken

Kürzlich bekam ich zehn Massagesitzungen verschrieben, um den Rücken wieder fit zu machen. Zuviel Sitzen am Schreibtisch und Sofa sorgten für steten Schmerz. Zum Glück brachte die Behandlung schnell Besserung. Meine Learnings: zwei- bis dreimal pro Woche Sport sollte es sein. Entweder das morgendliche Bauchweg-Training per App, das Rad statt Auto zur Arbeit oder Schwimmen. Ich arbeite dran.

Alter, vorsorge!

„In jungen Jahren war Geld für mich da, um ausgegeben zu werden.“

Ende des Monats war das Konto leer. Auf größere Anschaffungen musste strategisch hingearbeitet werden. Party machen war teuer, Klamotten auch. Und die Rente noch in fernen Galaxien. Ab 40 fängt man dann langsam an, über die Absicherung der Zukunft nachzudenken. Heute zahlen wir eine Eigentumswohnung ab und legen jeden Monat in zwei Lebensversicherungen zurück. Damit haben wir zum Glück rechtzeitig angefangen. Könnte ich die Uhr zurückdrehen, würde ich direkt mit dem ersten Gehalt drüber nachdenken, für die immer unsicherer werdende Rente zu planen und mir dazu auch Hilfe zu holen.

Wie man sich bettet

Als junger Mensch konnte ich überall schlafen. Im Auto, auf der Isomatte und auf dem Tresen meiner Stamm-Disco. Heute bin ich da anspruchsvoller. Zwangsläufig. Denn in fremden Betten meldet sich häufig mein Körper und protestiert. Die Beine und der Rücken schmerzen oft am Morgen. Vermeiden kann ich das nicht. Zuhause haben wir inzwischen eine ordentliche Matratze und versuchen auch, mindestens sieben Stunden pro Nacht darauf zu liegen. Ein Wasserbett oder elektrisch verstellbare Rückenlehnen haben wir allerdings noch nicht diskutiert. Vielleicht kommt das aber noch.

Fazit

Dass meine Ohren schlechter geworden sind, behauptet nur meine Frau. Das konnte der Arzt nicht bestätigen. Aber der Rest des Körpers braucht immer mehr Zuwendung und zeigt Grenzen auf. Ich rauche nur ein Mal im Monat, trinke kaum Alkohol und futter inzwischen recht gesund. Seit ich die Süßigkeiten weg lasse, ist mein Arzt auch wieder zufrieden mit den Ergebnissen auf dem Ergometer.

Im Kopf bin ich immer noch ein junger Hüpfer. Und Kinder halten ja auch auf Trab. Meine siebenjährige Tochter liebt Schwimmen, Tanzen und durch den Stadtpark toben.

„Gut fühlt es sich an, wenn man für alle Eventualitäten abgesichert ist und auch vor der Rente keine Angst haben muss. Bewusst zu leben, die Umwelt zu schonen und grundsätzlich glücklich zu sein, führt zur Zufriedenheit. Daher bin ich gern ein „Vierziger“ und hoffe, das bleibt auch mit Fünfzig so.“

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