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Zu hohe Nebenkostenabrechnung: Unsere Tipps und Tricks helfen

Andreas Morawietz

Wusstest du, dass jeder Haushalt in Deutschland im Schnitt 1.500 Euro für Energie ausgegeben hat? Ein stolzer Preis – und doch könnte er sich dieses Jahr noch erhöhen. Die Energiepreise sind so hoch wie nie. Damit du keinen Schreck bei deiner Nebenkostenabrechnung bekommst, verraten wir dir hier unsere Tipps und Tricks zum Geld sparen!

Wie jedes Jahr im Herbst steht so einiges im Haus an. Den Garten winterfest machen, letzte Reparaturen durchführen und natürlich Öl bestellen, damit wir es in den kalten Wintermonaten in unserem Zuhause schön kuschelig warm haben. Normalerweise bestelle ich im Sommer, weil die Preise dann ein bisschen günstiger sind. Nur in diesem Jahr habe ich es verschwitzt. Ärgerlich. Kaum war das Öl geliefert, fiel ich beim Blick auf die Rechnung fast vom Stuhl: Man könnte meinen, unser Haus hat über Nacht das Doppelte an Wert gewonnen, so teuer war das. Die Preise für Öl & Co. wurden extrem erhöht. Allein der Großhandelspreis von Gas ist zwischen Januar und Oktober dieses Jahres um 440 Prozent gestiegen. Und weil Gas auch für die Stromerzeugung genutzt wird, schlägt sich diese Erhöhung auch bei uns in den Stromkosten nieder.

Nebenkostenabrechnung
Glücklicherweise nicht ganz so massiv, aber dennoch: Experten geben an, dass im Großhandel in Deutschland die Strompreise seit Jahresbeginn um 125 Prozent gestiegen sind.

Vier Gründe für die hohen Energiepreise

  • Während der Corona-Pandemie wurden die Fördermengen von Öl und Gas gekürzt, da weniger verbraucht wurde. Jetzt, wo die Wirtschaft wieder läuft, steigt die Nachfrage, nur die Förderung kommt nicht hinterher
  • Es gibt weniger erneuerbare Energie durch Dürren und fehlende Sonne
  • Der Preis von Kohlenstoffdioxid im Handel mit Emissionsrechten ist gestiegen. Bestimmte Energiequellen wie Kohle sind dadurch unattraktiv in der Förderung, Alternativen noch zu gering. Die Folge: zu wenig Angebot.
  • Große Energiekonzerne nutzen erhöhte Nachfrage für Preissteigerung

Dem Verbraucher bleibt nur eines: in den bitteren Apfel beißen und zahlen – oder Lösungen zum Senken der eigenen Energiekosten suchen.

Und das habe ich gemacht. Mit meinen Tipps und Tricks kommst du energiesparend durch den Winter und weißt, was du bei deiner Nebenkostenabrechnung beachten musst.

Richtig heizen ist das A und O

Mein erster Tipp: richtig heizen. Ja, schon beim Heizen kann man Fehler machen und sein Geld verpulvern. Wer kostensparend heizen will, hält die Temperatur im Haus konstant.

Der größte Fehler: die Heizung einfach auszuschalten. Denn dann kühlen die Räume schnell aus und das anschließende Wieder-Aufheizen verbraucht viel Energie. Effizienter ist es, die Heizung nachts oder beim Verlassen des Hauses auf 16 Grad herunterzuregeln. Tagsüber sollte die Temperatur der Wohnräume idealerweise in einem Bereich zwischen 19 und 22 Grad liegen. Wer es wärmer mag, zahlt auch mehr. Jedes Grad kostet Geld. Und im Urlaub? Bist du längere Zeit außer Haus, solltest du eine Raumtemperatur von 15 Grad anstreben. Indem du auf niedriger Stufe heizt, verhinderst du zudem, dass sich Schimmel bildet oder dass Rohre platzen, wenn das Wasser in ihnen gefriert.

Wärme von innen

Um Geld in den kalten Wintermonaten zu sparen, kann man auch einfach die Temperatur reduzieren. Damit du jedoch nicht bibbernd vor Kälte in deinen eigenen vier Wänden sitzt, wärmen dich im Herbst und Frühling kleine Helferlein. Mach dir eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen und kuschel dich auf dem Sofa unter die Decke. Laufe in deiner Wohnung oder Haus nicht barfuß oder mit dünnen Socken umher, sondern nutze warme Hausschuhe. Auch ein dicker Pullover oder eine Strickjacke wärmen dich ganz ohne Heizung. Ebenfalls hilfreich: eine Tasse Tee. Dazu leckere Kekse: Gemütlicher geht’s kaum!

Nebenkostenabrechnung

Ein Hauch Modernisierung

Wer richtig Nebenkosten sparen will, sollte sein Haus genauer unter die Lupe nehmen. Wie alt ist das Gebäude? Gibt es Modernisierungsmaßnahmen, die Energie langfristig und nachhaltig sparen würden? Häuser, die älter als 20 oder 30 Jahre alt sind, können mit kleinen Sanierungen energieeffizienter gemacht werden. Neue, besser isolierte Fenster oder eine neue Dachdämmung kann bis zu 70 Prozent der Wärme einsparen. Mein Tipp: Als Hausbesitzer sollte man eine Renovierung nach 30 Jahren einplanen. Denn so spart man nicht nur Nebenkosten, sondern steigert auch den Wert der eigenen Immobilie.

Solarenergie für den eigenen Verbrauch

Auch eine Solaranlage auf dem Dach kann bis zu 80 Prozent des Warmwasser- und 20 Prozent des Heizbedarfs decken. Für Hausbesitzer kann sich das lohnen: Viele Gemeinden unterstützen das Vorhaben mit Geld. Am besten direkt im Rathaus einmal nachfragen!

Den Stromanbieter wechseln

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das gilt in Deutschland auch bei den Stromanbietern. Einmal einen ausgewählt, lebt es sich gemütlich. Doch aufgepasst. Ein Wechsel kann sich lohnen. Prüfe regelmäßig die Angebote der Stromanbieter, informiere dich über nachhaltige Alternativen und günstige Tarife. Mein Tipp: Mittlerweile gibt es Apps, die nicht nur einen Kostenvergleich des eigenen Stromtarifs mit anderen machen, sondern auch direkt den Wechsel in die Hand nehmen. Stressfreier kann man keinen Strom sparen.

Richtig lüften

Ein gekipptes Fenster zieht in den kalten Monaten jede Menge Energie. Die Folge: Wir heizen und heizen. Effektiver ist es, gezielt und regelmäßig zu lüften. Einfach fünf Minuten lang ein Fenster weit öffnen und die frische Luft durchziehen lassen. Gerade jetzt im Herbst während der Erkältungszeit ist das regelmäßige Lüften besonders wichtig.

Den Wasserverbrauch im Blick haben

So schön eine Badewanne im Winter ist, eine kurze Dusche spart definitiv Wasser. Wenn du dann auch noch auf die heiße Dusche verzichtest und den Kopf nur unter lauwarmes Wasser hältst, sparst du bares Geld. Wusstest du, dass eine zehnminütige Dusche mit heißem Wasser durchschnittlich 1 Euro kostet und 120 Liter Wasser verbraucht? Schon fünf Minuten kürzeres Duschen spart also 60 Liter Wasser. Ebenfalls gut: ein Dusch-Sparkopf für einen geringeren Wasserverbrauch. Um Kosten zu senken, solltest du auch beim Zähneputzen oder Gesicht waschen, den Wasserhahn zudrehen. Und selbst beim Toilettengang lässt sich Wasser sparen: Ein kurzes Spülen reicht oft.

Nebenkostenabrechnung unter die Lupe nehmen

Nebenkostenabrechnung
Und dann ist der Winter um – und die Nebenkostenabrechnung flattert ins Haus. Diesen Brief sollte man sich immer genau ansehen. Grundsätzlich gilt: Es sind nur jene Posten abzurechnen, die im Mietvertrag auch vereinbart wurden. Heißt: Es gibt 17 Betriebskostenarten, die berechnet werden dürfen. Ihr Merkmal: Es sind wiederholende, turnusmäßig anfallende Kosten. Andere Posten, wie etwa Reparaturen am Haus, dürfen auf der Abrechnung nicht aufgeführt und berechnet werden.

Typische Betriebskosten sind:

  • Heizungs-, Wasser- und Warmwasserkosten
  • Kosten für einen Aufzug
  • Müllabfuhr, Straßenreinigung und Entwässerung
  • Grundsteuer
  • Beleuchtung
  • Schornsteinreinigung
  • Gartenpflege
  • Hausmeister
  • Antenne oder Kabelfernsehen
  • Hausreinigung und Ungezieferbekämpfung
  • Sach- und Haftpflichtversicherungen
  • Kosten für gemeinschaftlich genutzte Räume

So prüft man die Nebenkostenabrechnung: Stimmen die Formalia, geht es an die Prüfung. Halte dir am besten deine Vorjahresrechnung sowie einen Zettel und Taschenrechner bereit. Die wichtigsten Punkte: Die Angabe der Gesamtkosten in der jeweiligen Betriebskostenart sowie der Verteilerschlüssel der Parteien im Haus. Im Normalfall werden alle Kosten nach Quadratmeterzahl der Wohnungen aufgeteilt. Manchmal wird jedoch auch bei einzelnen Punkten die Verteilung pro Kopf oder Wohnungsanzahl vorgenommen. Mein Tipp: Prüfe alle Kosten, rechne nach und vergleiche sie mit der Vorjahresrechnung.

Fehler entdeckt – was nun? Ein Kostenpunkt hat sich in deiner Nebenkostenabrechnung massiv erhöht? Checke zuerst die Vorjahresabrechnung, um einen Vergleich zu haben. Bleibt der Kostenpunkt weiterhin unklar, einfach bei der Hausverwaltung oder beim Vermieter nachfragen. Mein Tipp: Schreibe am besten einen Brief oder eine E-Mail. Auch kannst du die Einsicht in die Unterlagen der Abrechnung verlangen und die einzelnen Rechnungen einsehen.

Nebenkosten von der Steuer absetzen: Wusstest du, dass du einen Teil der Nebenkosten von der Steuer absetzen kannst?

Kosten für den Hausmeister, Gartenpflege, Handwerker und für Reinigungsarbeiten können abgesetzt werden. Genauso auch Wartungsarbeiten im Haus oder der Wohnung.

Die Abrechnung einfach mit der Steuererklärung beim Finanzamt einreichen und Geld sparen!

Ärger mit dem Vermieter – und jetzt?

Und manchmal passiert es doch: Ärger mit dem Vermieter. Weigert sich dein Vermieter, die Nebenkosten-Unterlagen rauszurücken oder einen Fehler einzugestehen, kannst du rechtliche Schritte einleiten. Auch wenn du sicherlich Ärger mit dem Vermieter vermeiden willst: Eine korrekte Nebenkostenabrechnung ist dein gutes Recht.

Mein Tipp: Besorge dir eine Rechtsschutzversicherung bei ERGO. Sie greift dir bei rechtlichen Fragen unter die Arme, vermittelt Anwälte und trägt die Kosten bei Rechtsstreitigkeiten. Wichtig: Eine Rechtsschutzversicherung kann nicht hexen. Ist dein eigener Verbrauch gestiegen, kommst du um die Zahlung nicht herum. Aber: ERGO hilft dir, die Nebenkostenabrechnung zu prüfen und auf Nummer sicher zu gehen. Du musst nicht gleich vor Gericht ziehen, die ERGO Rechtsschutzversicherung bietet dir anwaltliche Beratung und außergerichtliche Vergleiche wie eine Mediation an. Informiere dich jetzt!

Als Hausbesitzer habe ich glücklicherweise keinen Ärger mit einem Vermieter, eine Rechtsschutzversicherung habe ich trotzdem. Denn auch als Eigentümer kann es zu Streitigkeiten mit den Stadtwerken, Heizölhändlern oder Nachbarn kommen. Ich hoffe, meine Tipps und Tricks für die Nebenkostenabrechnung und zum Energiesparen helfen dir. Hast du noch mehr Ideen? Dann schreib sie uns in die Kommentare!

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