Willkommen auf unserem Blog Blog

Wenn er fällt, dann schreit er – Tipps für mehr Sicherheit beim Reiten

Alisa Philbert

Pferde sind mein Leben. Bereits mit fünf Jahren habe ich mit dem Reiten begonnen. 15 Jahre und einige Knochenbrüche später sind mir auch die Gefahren dieses wundervollen Sports bewusst. Um das Risiko so gering wie möglich zu halten, habe ich einige Tipps für dich.

Einem bekannten Sprichwort zufolge versteckt sich das Glück auf dem Rücken der Pferde. Irgendetwas muss da tatsächlich dran sein, denn fast vier Millionen Menschen schwingen sich regelmäßig in den Sattel.

Reiten – für mich steht das für Freiheit, Naturverbundenheit und eine einzigartige Verbindung zwischen Mensch und Tier. Allerdings gilt Reiten auch als Risikosportart, denn die Verletzungsgefahr ist nicht zu unterschätzen. Viele Gefahrenquellen kannst du jedoch durch richtiges Verhalten im Umgang mit dem Pferd und entsprechende Schutzkleidung minimieren.

Gegenseitiges Vertrauen – Sportpartner Pferd

Pferde gelten als sensible Tiere. Wer reitet, teilt seinen Sport mit einem Lebewesen, das eigene Bedürfnisse und Charakterzüge mitbringt. Es ist daher wichtig, sich mit den Eigenheiten dieser Tiere vertraut zu machen.

Wenn du dich intensiv mit dem Pferd und seinem Verhalten beschäftigst, verrät dir seine Körpersprache bereits viel über seinen aktuellen Gemütszustand. Augen- und Ohrenspiel – und sogar der Gesichtsausdruck – helfen dir, zu erkennen, wie das Pferd in bestimmten Situationen reagiert.

Zudem lernt über den kontinuierlichen und aufmerksamen Kontakt auch das Pferd dich besser kennen. Gegenseitiges Vertrauen ist hier das Zauberwort. Ein Pferd, das seinem Reiter vertraut, reagiert auch in Gefahrensituationen gelassener.

Sicher im Sattel – So vermeidest du Unfälle im Reitsport

Sicherheit beginnt schon in der Box oder auf der Koppel. Pferde können fast rundherum sehen, deshalb nehmen sie auch kleinste Bewegungen in ihrer Umgebung wahr. Sie verfügen über einen ausgeprägten Fluchtreflex. Unbekannte, vor allem große Objekte erleben sie als Bedrohung, wenn sie sich auf sie zu bewegen.

Schon eine Plastiktüte kann ein Pferd in Panik versetzen. Nähere dich ihm daher immer behutsam und von der Seite. Vermeide hektische Bewegungen und laute Geräusche. Ruhiges Ansprechen und richtiges Führen des Pferdes leisten einen wichtigen Beitrag zur Unfallverhütung.

Auch die Pferdepflege sollte im Idealfall außerhalb der Box erfolgen. Das Pferd wird dafür mit einem Sicherheitsknoten auf einem festen Untergrund angebunden. Räume lose Gegenstände wie Eimer oder Mistgabeln aus dem Weg. So verhinderst du, dass sich das Pferd erschreckt, weil du über herumliegende Gerätschaften stolperst. Kontrolliere außerdem vor dem Reiten immer, ob Sattel und Trense in Ordnung sind.

„Ein ausgewachsenes Pferd bringt locker 500 Kilo auf die Waage und verfügt über immense Kräfte. Gerät ein so großes Tier in Panik, kann es einen ziemlichen Schaden anrichten.“

click to tweet

Von Kopf bis Fuß – So schützt du dich vor Verletzungen durch die richtige Reitkleidung

Schon die richtige Kleidung leistet einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit beim Reiten und einen guten Schutz im Falle eines Falles. Lange Hosen verringern das Risiko von Abschürfungen.

Ideal sind enganliegende Reithosen ohne Naht an der Innenseite, am besten mit Knie- oder Vollbesatz. Schuhe mit Schnürsenkeln sind tabu – das verhindert ein Hängenbleiben und reduziert die Sturzgefahr. Am besten eignen sich spezielle Reitstiefel aus Gummi oder Leder.

Generell ist auf festes Schuhwerk mit mindestens 1,5 cm Absatz zu achten. Der Schaft sollte außerdem immer über den Knöchel gehen. So bleibt der Fuß sicher im Steigbügel. Pferde sind sehr große Tiere. Ein eventueller Sturz erfolgt daher aus großer Höhe. Sorge deshalb unbedingt für einen guten Schutz von Kopf und Rücken.

Ein gut sitzender Helm ist Pflicht, auch wenn du schon über langjährige Reiterfahrung verfügst. Schweren Verletzungen im Bereich von Rücken und Brustkorb kannst du mit speziellen Reitwesten vorbeugen.

Achtung: Hier gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede hinsichtlich Qualität und Schutzlevel. Einige Modelle schränken außerdem die Bewegungsfreiheit deutlich ein. Lass dich daher vor dem Kauf im Fachhandel beraten.

Mädchen trägt zur Sicherheit einen Helm während sie das Pferd streichelt

Zu Pferd unterwegs in der Reithalle und im Gelände

Für die Vermeidung von Unfällen in der Reithalle oder beim Geländereiten gelten Gelände- und Bahnregeln. Ein Sicherheitsabstand von mindestens 2,50 m in der Reithalle und 10 m im Gelände verhindert das Aufreiten auf Fußgänger oder andere Reiter. Außerdem schützt er vor Verletzungen durch Tritte oder Stürze

Wenn du einen Ausritt planst, informiere mindestens eine weitere Person darüber, wo es hingehen soll. Nimm für den Notfall immer dein Handy mit. Mit dem Smartphone kannst du nicht nur schnell Hilfe rufen, sondern auch deinen genauen Standort versenden.

Auch tief fallen will gelernt sein – sichere dich clever ab

Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen lassen sich Unfälle nicht immer verhindern. Ein Sturz vom Pferderücken kann dramatische Folgen haben. Knochenbrüche oder Verletzungen von Kopf oder Wirbelsäule können bleibende Beeinträchtigungen hinterlassen.

Eine private Unfallversicherung schützt vor den finanziellen Folgen eines Unfalls. Zusätzliche Hilfe erhältst du auf Wunsch, wenn du aufgrund deiner Verletzungen Hilfe im Alltag benötigst. Wenn du als Folge des Unfalls kein Auto fahren kannst, springt der Unfall-Mobilitäts-Service ein und bringt dich zum Arzt oder ins Büro.

Als Pferdehalter ist es zudem sinnvoll, sich gegen die finanziellen Folgen von Sach- oder Personenschäden abzusichern, die das Pferd verursachen kann. Von gesetzlicher Seite aus ist eine Pferdehalter-Haftpflichtversicherung zwar nicht verpflichtend, dennoch entscheiden sich viele Pferdebesitzer dafür.

Kein Wunder, denn ein ausgewachsenes Pferd bringt locker 500 Kilo auf die Waage und verfügt über immense Kräfte. Gerät ein so großes Tier in Panik, kann es einen ziemlichen Schaden anrichten.

Wird dabei fremdes Eigentum beschädigt oder ein Mensch verletzt, haftet stets der Eigentümer. Auch dann, wenn er selbst keine Schuld trägt. Das kann schnell ziemlich teuer werden. Bestenfalls bist du als Pferdehalter also entweder Multimillionär oder versichert.

Gehörst du auch zu den Reitsportfans? Ist bisher immer alles gut gegangen oder bist du auch schon mal hart gelandet? Erzähl mir gerne in den Kommentaren davon!

0Kommentare

Wie hat dir dieser Beitrag gefallen?

Bewerte ihn jetzt mit 1-5 Sternen.

Diskutiere mit!

Bei der Verarbeitung von personenbezogenen Daten beachten wir die Vorschriften der EU-Datenschutz-Grundverordnung. Ausführliche Informationen findest du im Datenschutzbereich unserer Webseite. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Alle Felder mit einem * sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden.

Hiermit erkläre ich mich mit der Netiquette einverstanden.

Wähle deinen Zahnschutz

Stelle dir die passenden Leistungen selbst zusammen. Und zahle nur für das, was du auch wirklich brauchst.

Informiere dich jetzt

Unser ERGO Blog

Wir verstehen Versicherung genauso gut wie alltägliche Themen und geben unsere Tipps und Erfahrungen auf diesem Blog gerne weiter. Mit einem Team aus Mitarbeitern und Bloggern inspirieren wir dich jede Woche aufs Neue!

unsere Autoren

© ERGO Direkt AG – 2019