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Eine Kaperfahrt ins Glück! Unsere Tipps zum Urlaub auf dem Wasser

Alisa Philbert

Wusstest du, dass es in Deutschland mehr als 12.000 Seen gibt? Und dass die Gesamtlänge aller größeren Flüsse eine Strecke ergibt, die man dreieinhalb mal um die Erde legen könnte? Wenn du diesen Sommer also dem Trubel an Nord- und Ostsee entgehen willst, aber trotzdem Urlaub am und mit dem Wasser machen willst: Hier sind meine Tipps zum Wasserwandern und zum Hausboot mieten! 

Meine Liebe zu den deutschen Seen und Flüssen habe ich erst in den letzten Jahren entdeckt. Als Küstenkind, das an der Ostsee aufgewachsen ist, habe ich immer ein bisschen auf die “Pfützen im Binnenland” herabgeguckt. Irgendwann hat mir aber ein guter Freund von einer mehrtägigen Kanutour vorgeschwärmt. Die Ruhe, der unmittelbare Kontakt zur Natur, aber auch das Abenteuer, sich mit der außergewöhnlichen Situation auseinandersetzen zu müssen – das hat mich neugierig gemacht. Zunächst musste ich bei meinem Freund ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten.

Als wir dann aber am Starttag unserer ersten Tour schon wunderschöne Seen mit Seerosenfeldern und sich sanft im Wind wiegenden Schilfwiesen passiert hatten und am Abend die Sonne über dem Wasser untergegangen ist, waren wir beide verliebt!

Zwei Jahre später wollten wir wieder los, aber als ich mir meinen Arm kurz vor der Abreise verletzt hatte, haben wir uns kurzentschlossen mal ein Hausboot gemietet und den Motor die Arbeit machen lassen. Auch das war ein ganz toller Urlaub!

Noch ein wichtiger Hinweis vorweg: Bei einem Urlaub auf dem Wasser sollten du und deine Familie schwimmen können. Man trägt zwar immer Schwimmwesten, aber irgendwie musst du auch im Wasser vorankommen können. Es gibt viele Schwimmvereine, die auch Kurse für Erwachsene anbieten, und überhaupt ist Schwimmen ein toller Ausgleichssport!

Ein Ferienhaus auf dem Wasser: Ein Hausboot mieten ist ganz einfach

Die einfachste und unkomplizierteste Weise, deinen Urlaub auf dem Wasser zu verbringen, ist sicherlich ein Hausboot. Es gibt in Deutschland zwei besonders geeignete Regionen, und zwar die Mecklenburgische Seenplatte und das Gebiet ringsum die Havel in Berlin und Brandenburg. Hier gibt es zahlreiche Anbieter, bei denen du ohne Vorerfahrung und vor allem ohne Sportbootführerschein dein schwimmendes Ferienhaus mieten kannst.

Du erhältst zunächst eine Einweisung sowie Wasserkarten und kannst dann auf eigene Faust in die Seen stechen. Ankern kannst du – außerhalb von Flüssen und Kanälen – im wesentlichen, wo du willst. Die Regionen sind hervorragend auf Wassertourismus eingestellt, sodass du rund um Ortschaften immer Restaurants und Lebensmittelläden in großer Nähe zu den Häfen und Anlegestellen findest. Außerdem gibt es hier wunderschöne, naturbelassene Gebiete zu entdecken, die so weitläufig sind, dass sich auch in der Hochsaison viele einsame Ecken kapern lassen. Vergiss aber nicht, dich gegen finanzielle Risiken beim Bootfahren abzusichern.

Noch näher dran am kühlen Nass: Wasserwandern im ganzen Land

Die Mecklenburgische Seenplatte und besonders das Neustrelitzer Kleinseenland sind auch fürs Wasserwandern ein traumhaftes Revier. Viele der Gewässer sind für Gefährte mit Motoren gesperrt und führen durch Naturschutzgebiete, die ansonsten kaum zugänglich sind. Außerdem ist die Infrastruktur auch für Übernachtungsgäste hervorragend – alle paar Kilometer findet sich ein Camping– oder zumindest Zeltplatz und für weniger rustikal veranlagte Kanuten gibt es zahlreiche Hotels und Ferienzimmer in großer Nähe zu den Seen und Flüssen. Zudem sind hier sehr viele Verleih-Betriebe ansässig, sodass du meist noch ganz spontan in den Urlaub starten kannst.

Flüsse und Gewässer, die sich für ausgedehnte Touren nutzen lassen, finden sich überall in Deutschland und sicherlich auch bei dir in der Nähe. So kann ich dir aus eigener Erfahrung noch die Schwentine in Schleswig-Holstein empfehlen – sie ist auf über 50 km befahrbar und führt durch die Holsteinische Schweiz und unter anderem durch das Naturschutzgebiet am Großen Plöner See. Außerdem mündet sie schließlich in Kiel, so dass du dann doch noch einen Abstecher ans Meer machen kannst. Auch auf der Altmühl in Bayern kannst du wunderbare Touren unternehmen. Sie ist auf über 150 km Länge befahrbar, führt streckenweise durch unberührte Natur und bietet ebenfalls viele Übernachtungsmöglichkeiten für unterschiedliche Ansprüche.

Aber wie geht das denn jetzt überhaupt mit dem Wasserwandern?

Bootstypen: Kanadier oder Kajaks?

Es gibt zwei Bootstypen, die sich zum Wasserwandern besonders gut eignen, so dass sich die meisten Verleihe auch auf diese konzentrieren. Kanadier sind das, was man so landläufig als Kanu bezeichnet, also ein offenes Boot, das zu beiden Enden hin hochgezogen ist. Sie haben meist mehrere flache Sitzbänke ohne Lehnen und werden typischerweise mit einem einblättrigen Stechpaddel bewegt und gelenkt.

Kajaks kennt man aus dem Wildwasserbereich, nur sind Tourenkajaks wesentlich länger, mit Gepäckfächern ausgestattet und auch als Doppelsitzer erhältlich. Ihr Aufbau ist bis auf die Öffnungen zum Sitzen geschlossen und sie werden mit längeren Doppelpaddeln angetrieben. Viele Modelle verfügen über eine einfache Steueranlage, die mit den Füßen bedient wird.

Kanadier eignen sich besonders für Leute, die es gerne unkompliziert mögen, viel Gepäck haben und kleine Kinder mitbringen wollen. Die Grundzüge der Paddeltechnik sind schnell gelernt und die Boote lassen sich auch mal durch Flachwasser-Abschnitte ziehen, ohne dass man sie gleich tragen muss. Kajaks bieten wesentlich weniger Stauraum und sind eher für größere Kinder und Teenies geeignet. An Hebestellen, also wenn man Landbarrieren zwischen zwei Gewässer-Abschnitten überwinden muss, ist ihre Handhabung etwas schwieriger, weil das Be- und Entladen aufwendiger ist. Aber ansonsten stellen auch sie Anfänger vor keine großen Probleme.

Wasserwandern: Für jeden geeignet?

Grundsätzlich kann natürlich jeder paddeln gehen. Um deinen Urlaub wirklich zu genießen, solltest du jedoch ein paar Sachen beachten. Für eine mehrtägige Kanutour musst du eine gewisse Grundfitness mitbringen. Selbst wenn du einen Fluss stromabwärts befährst, musst du an einem Tourentag trotzdem ganz schön viel leisten, etwa beim An- und Ablegen, um den Kurs zu halten und um anderen Booten auszuweichen. Außerdem gibt es immer wieder Abschnitte mit geringerer Strömung. Und auch wenn die einzelnen Tage jeweils noch nicht so anstrengend erscheinen – über einen längeren Zeitraum entwickelst du dann irgendwann einen Muskelkater.

Für Touren auf stehenden Gewässern und langsam fließenden Flüssen gilt das natürlich umso mehr. Meine Schultern taten am sechsten Tag meiner ersten Tour jedenfalls so weh, dass ich nur so zehn Minuten am Stück paddeln konnte – zum Glück war das nur noch eine kurze Etappe. Stechpaddel belasten vor allem die Schultermuskeln. Diese Belastung ist bei Doppelpaddeln geringer, allerdings wird hier deine Armmuskulatur stärker beansprucht. Wenn du also nicht sicher bist, wie es um deine Fitness bestellt ist, plan’ erstmal eine kürzere Tour mit entspannten Etappen. 

Ich hoffe, ich konnte dich mit meiner Begeisterung für den Urlaub auf dem Wasser ein bisschen anstecken! Bevor du aber losschipperst, vergiss nicht, dich vernünftig gegen Unfälle abzusichern. Die können schnell mal passieren und Verletzungen, die du dir im Urlaub zuziehst, deckt die gesetzliche Unfallversicherung nicht ab.

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Vielleicht hast du ja auch schon Erfahrungen mit Unternehmungen auf dem Wasser gemacht und Lust, die mit mir zu teilen? Ich würde mich sehr freuen!

#ERGOlebeachtsam


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